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Palästina · 1937-07-01 · Heft 7 (Juli 1937) · p. Seite 379

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Journal
Palästina
Volume
20 (1937)
Issue
Heft 7 (Juli 1937)
Article
Der Handel mit Ägypten [Nachricht]
Date
1937-07-01
Page
Seite 379 (sequence 2)
Language
German
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Über die rückgängige Entwicklung der Handelsbeziehungen beider Länder und die zunehmend ungünstige Stellung Palästinas gibt folgende Tabelle (von »Palnews« zusammengestellt) Aufschluß: Einfuhr aus Ägypten Ausfuhr aus Palä¬ Gesamt- Ausfuhr in Pro- Jahr nach Palästina stina nach Ägypten Handelsvolumen zent der Einfuhr In £P 1929 ..... 1,781.620 366.757 2,149.377 21 1930 ..... 1,591.355 395.494 1,986.849 25 1931 ..... 1,025.547 177.945 1,203.492 17 1932 ..... 1,165.607 128.734 1,294.341 11 1933 ..... 1,208.227 71.962 1,280.189 6 1934 ..... 456.832 70.484 527.316 15 1935 ..... 594.378 77.402 671.780 13 1936 ..... 514.111 62.964 577.075 12 379 LANDWIRTSCHAFT. Vertrauenskrise in der Landwirtschaft» In »Boust'nai« stellt M. Smilansky fest, daß ein Grundpfeiler der Zionistischen Bewegung, das Vertrauen in die Landwirtschaft im Schwinden sei. Das habe zu einem vollständigen Stillstand am Bodenmarkt geführt. Alle privaten Käufer und Gesellschaften hätten ihre Tätigkeit eingestellt und nur der Keren Kajemeth kaufe noch Boden. Die Bodenübertragung stößt auf große Schwierigkeiten. In Samaria gibt es viele Grundstücke inmitten der jüdischen Kolonien, die gut bewässert und zur Bewirtschaftung durch den Mittelstand geeignet sind, da sie gute Verkehrswege zur Eisenbahn haben. Die Erträgnisse einer solchen Gemischtwirtschaft würden aber keinen Absatz finden, da die Juden in den Städten meist noch immer das billigere arabische Gemüse kaufen. Auch die Orangenwirtschaft ist durch geringe Nachfrage im Inland gefährdet und das Fehlen von Schutzzölen setzt den Markt jedem Angriff aus. Der Besitz ist meist mit großen, hochverzinslichen Anleihen belastet und erst ein neuer Eigner, der die unter Verlust verkaufte Plantage zu einem vernünftigen Preis erwirbt, kann mit einer sicheren Existenz rechnen. Trotzdem ist die Vertrauenskrise und der Stillstand auf dem Bodenmarkt gänzlich unberechtigt, denn eine zu einem vernünftigen Preis erworbene Plantage kann und wird ihren Mann ernähren. Alles muß hier getan werden, um aufklärend zu wirken. Schlechte Gemüsepreise» Die gemischtwirtschaftlichen Siedlungen, wie Nahariah, die ihren Gemüseanbau stark vergrößert haben, klagen über schlechte Preise, die nicht einmal den Arbeitslohn für das Abernten hereinbringen. Die Gemüsebauern werfen den Großhändlern vor, einen zu großen Zwischengewinn zu erzielen und in Organisation und Verteilung der Lieferungen das Interesse der Produzenten zu vernachlässigen. Da die Gemüsepreise auf Auktionen festgelegt werden, ist der Gemüsebauer völlig dem zufälligen Verhältnis von Angebot und Nachfrage ausgeliefert. Die Tätigkeit der PICA- Der Besitz der PICA in Obergaliläa umfaßt 60.000 Dunam and die Gesellschaft nimmt noch weitere Bodenkäufe und Abrundung ihres Besitzes vor. Mit einem Kostenaufwand von 300.000 £P wurden 10.000 m neue Brunnenbohrungen vorgenommen und damit die Bewässerung von 12.000 Dunam ermöglicht. Um die Siedlungen der Gesellschaft von Monokultur auf gemischte Wirtschaft umzustellen, wurde für die Siedlungen Kfar Gileadi, Ajeleth Haschaschar und Gescher Delhamia ein Vierjahrplan ausgearbeitet, der 50.000 £P kosten wird. Außerdem wird

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