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Palästina · 1937-07-01 · Heft 7 (Juli 1937) · p. Seite 374

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
20 (1937)
Issue
Heft 7 (Juli 1937)
Article
Der Jahresbericht [Nachricht]
Date
1937-07-01
Page
Seite 374 (sequence 3)
Language
German
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54.000 Bäume wurden in den Nationalfondswäldern während der Unruhen ausgerodet. Dafür sollen im laufenden Jahre 400.000 Bäume neu gepflanzt werden. In dem Abschnitt über städtische Entwicklung wird das ständige Wachstum der Hauptzentren, Tel Aviv, Jerusalem und Haifa hervorgehoben. Die wichtigsten Ereignisse in der Entwicklung von Tel Aviv waren der Bau des Hafens und die siebente Levante-Messe. Im Hafen wurden 1936 täglich 400 Arbeiter beschäftigt, 27.500 Tonnen wurden ausgeladen und in der Orangensaison 1936/37 430.000 Kisten Zitrusfrüchte verladen. Eine Reihe von Ursachen haben in der Industrie zu Rückschlägen geführt, die jedoch zu Ende des Jahres zum größten Teil überwunden werden konnten. Zu Beginn der Unruhen wurden 13 Fabriken und Werkstätten von Arabern zerstört, weitere 38 Betriebe in den Unruhegebieten von Jaffa wurden eine Zeitlang geschlossen und mußten zum Teil verlegt werden. Die Industrie litt unter dem Rückgang der Bautätigkeit, unter den Transportschwierigkeiten, der Kaufunlust des Publikums und dem ausländischen Dumping; dazu kam der arabische Boykott, denn normalerweise kaufen die Araber etwa 10% der jüdischen Industrieproduktion. Nach der Besserung der Lage, die gegen Ende des Jahres in allen Industriezweigen mit Ausnahme des Baugewerbes und des Fremdenverkehrs eintrat, konnte festgestellt werden, daß rund 1400 Arbeiter weniger als zu Anfang des Jahres in den Fabriken und Werkstätten tätig waren. 71 neue Industrieunternehmungen wurden 1936 gegründet, von denen auf die Nahrungsmittelindustrie und Zigarettenfabrikation 22, auf die Metallverarbeitung 15 und auf die Textilindustrie 6 entfielen. Außerdem wurden Fabriken für Zelluloidwaren, Glas, Stacheldraht, Automobilchassis, Rasiermesser, elektrische Leitungsdrähte und Säuren errichtet. In der Umgebung von Jerusalem und einigen Dörfern, wie Ginegar und Benjamina, sind neue Steinbrüche eingerichtet worden. Während die Unsicherheit der Verhältnisse und die Betriebseinschränkung in vielen Fabriken zu Arbeiterentlassungen geführt haben, konnten anderseits jüdische Arbeiter zahlreiche Arbeitspositionen besetzen, die infolge des Streiks von den Arabern aufgegeben worden waren. Es gab Ende 1936 2431 vollständig Arbeitslose und 3774 nur teilweise Beschäftigte, während Ende 1935 4797 Personen vollständig arbeitslos gewesen waren. Die jüdischen Schulen waren 1936 von 61.173 Schülern besucht, um über 9000 mehr als 1935. Von den 136.971 Schulbesuchern, die es zu Beginn des Schuljahres 1936/37 in Palästina gab, waren somit 44,7% Juden. Die Kindergärten zählten 8300r die Volksschulen 43.500, die höheren Schulen 6000 und andere Schulen, darunter Handwerks- und Ackerbauschulen, 2500 Besucher. Zwei Drittel der jüdischen Schüler (41.147) besuchten die Schulen des Waad Leumi, nichtjüdische Schulen wurden nur von 962 jüdischen Schülern besucht. Das Budget des jüdischen Schulwerkes betrug 335.700 £. Obwohl mehr als die Hälfte der Einkünfte Palästinas von Juden aufgebracht wird, ist die Forderung nach einem Regierungszuschuß für das jüdische Schulwerk mindestens im Verhältnis der Zahl der Juden zur Gesamtbevölkerung noch immer unerfüllt. Es wurden auch keine Mittel zur Errichtung von Schulgebäuden zur Verfügung gestellt, während für arabische Schulen 1935 von der Regierung 133.000 £ ausgegeben wurden. Der Geldumlauf ist von 6,561.000 auf 5,771.000 £ gesunken. Ebenso sind die Regierungseinkünfte in den zehn Monaten vom April 1936 bis Jänner 1937 auf 3,700.000 £ zurückgegangen; trotzdem ergab sich für diese Zeit ein Verwaltungsüberschuß von 177.000 £. Die Bankenstatistik weist nur geringe Veränderungen gegenüber dem vorangegangenen Jahre auf. Die jüdischen Investitionen im Jahre 1936 werden auf 7 Mil-

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