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Palästina · 1937-07-01 · Heft 7 (Juli 1937) · p. Seite 372

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Journal
Palästina
Volume
20 (1937)
Issue
Heft 7 (Juli 1937)
Article
Die Ölkonzession [Nachricht]
Date
1937-07-01
Page
Seite 372 (sequence 2)
Language
German
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schaft erwachsen. Auch ein deutscher Interessent soll die Absicht haben, sich um die Konzession zu bewerben. Die Regierung ist daher in der Lage, ihre Ansprüche hoch zu spannen und sich, wie der Irak, in den Abgaben des Konzessionärs, eine bedeutende ständige Einnahmsquelle zu schaffen. Jemen* Der Jemen im arabischen Bündnissystem» Anfang Juni ist der Imam des Jemen nach langen Verhandlungen dem Freundschaftsvertrag zwischen dem Irak und Saudieh beigetreten. Dies ist der erste Vertrag, den der Imam geschlossen hat. Damit ist er indirekt in die britische Einflußsphäre getreten. Der Ostpakt. Der Viermächtepakt Türkei—Iran—Afghanistan—Irak. Die Bevollmächtigten dieser vier Mächte haben nach langen Verhandlungen endlich den zwischen ihnen geschlossenen Pakt am 8. Juli auf Schloß Baadabad bei Teheran unterzeichnet. ÖFFENTLICHE VERWALTUNG. Die Verwaltung des Wakf. Über dieses Thema schreibt Z. Abramovitch in »Palestine and Middle East« Nr. 6. Das Vermögen der religiösen moslemischen Stiftungen, des Wakf, wird vom Obersten Moslemischen Rat verwaltet und besteht hauptsächlich aus Ländereien, deren Ausmaß (7% des gesamten Bodens Palästinas [das sind 15% des -arabischen Besitzes] gehören zum Wakf) Abramovich auf 100.000 Dunam schätzt. Das Einkommen daraus war 1929 94.087 £P, 1930: 71.697 £P aus Oschersteuern. Ab 1935 zieht die Regierung die Bodensteuern direkt ein und führt 30% davon der Wakf-Verwaltung ab. Außerdem erhält der Oberste Moslemische Rat von der Regierung 1850 £P für Gehälter, 15.000 £P für Kosten der moslemischen Scheria (religiösen) Gerichtshöfe. (Bekanntlich erhalten die jüdischen keine Regierungssubvention.) Aus den Geldern werden unter anderem 8 Schulen mit 1108 Schülern und drei Polikliniken unterhalten. Merkwürdigerweise sind gewisse Ausgabenposten (Hausreparaturen, Unterstützungen) im Unruhejahr 1929 auf das Mehrfache gestiegen. Verlegung des Gerichtsstandes* Der Oberste Richter hat einer jüdischen Abordnung aus Safed mitgeteilt, daß künftig Prozesse, in denen beide Parteien Juden sind, nicht wie bisher in Nablus (Schchem), sondern im Bezirksgericht in Safed verhandelt werden. Steuerermäßigung für Zitrusböden. Die Regierung kündigt an, daß nur ein Viertel der für das Jahr bis 31. März 1938 für Zitrusböden zu erhebenden Bodensteuer eingetrieben wird. Dies kommt einer Ermäßigung der Steuer um 75% für dieses Jahr gleich. JEWISH AGENCY. Der Jahresbericht« In der Einführung zu dem Jahresbericht der Jewish Agency an die Mandatskommission wird betont, daß die Juden Palästinas trotz der politischen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Unruhen des vergangenen Jahres eine Anpassungsfähigkeit und Kraftreserven gezeigt hat, die in vielversprechenden neuen Unternehmungen zum Ausdruck kommen. Die Zahl der Juden in Palästina betrug Ende 1936 etwa 404.000 gegen 375.000 zu Anfang des Jahres. Sie machten 30,6% der Gesamtbevölkerung von 1,320.000 aus. Drei Viertel der jüdischen Bevölkerung leben in den Städten, ein Viertel in Dörfern, wobei zu diesen auch die großen Siedlungen Petach Tikwah, Rechowoth und Rischonle-Zion gezählt werden. Von der jüdischen Gesamtbevölkerung entfallen 148.000 (36,7%) auf Tel Aviv, 75.000 (18,6%) auf Jerusalem, 55.000 (13,6%) auf Haifa

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