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Palästina · 1937-07-01 · Heft 7 (Juli 1937) · p. Seite 371

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
20 (1937)
Issue
Heft 7 (Juli 1937)
Article
Die Lage im Lande [Nachricht]
Date
1937-07-01
Page
Seite 371 (sequence 1)
Language
German
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Die Lage im Lande* In den abgelaufenen fünf Wochen kam es zu einigen Anschlägen auf Juden, jüdische Siedlungen, gemäßigte Araber, britische Polizisten, zu gelegentlichen Brandstiftungen, Plünderungen, die drei Arabern das Leben kosteten und bei welchen drei Juden und zwei britische Polizisten mehr oder weniger schwer verwundet wurden. In Haifa gelang es der Polizei, ein Dutzend Terroristen, die man für Mitglieder der Terroristenvereinigung »Schwarze Hand« hält, festzunehmen. Einer fand dabei den Tod. Einige Agitatoren wurden verbannt und der Bürgermeister von Khan Yunis mit einigen Stadträten wegen Sabotageakten verhaftet. Zum ersten Mal scheint sich ein wirklicher Riß in der arabischen Einheitsfront als Folge der Agitation für eine Teilung Palästinas zu zeigen, wobei die Naschaschibi- Gruppe und die christlichen Araber für Emir Abdullah und die Teilung eintreten und den Mufti und die Extremisten bekämpfen. Weitere Nachrichten sprechen von Attentaten auf Fakri Naschaschibi, der leicht verletzt worden sein soll und auf den christlichen Bürgermeister von Betlehem, dessen Frau und Tochter verwundet wurden. Die Grenzpolizei* Das zur Bewachung der Nordgrenze neugebildete Polizeikorps wird in Kürze seine Tätigkeit aufnehmen. Es besteht aus 200 Mann, darunter 80 Juden und wird von einem englischen Offizier befehligt, der einen jüdischen und einen arabischen Stellvertreter hat. Safed ist das Quartier der Abteilung. An der 65 km langen Straße von Huleh, entlang der Grenze bis zum Meer, die jetzt mit einem Kostenaufwand von 100.000 £P gebaut wird, werden feste Posten für die Grenzpolizei errichtet werden. Dreißig an der Grenze errichtete Radiostationen wurden eben in Dienst gestellt. Anteil der Juden an der Polizei« Von 24 höheren Polizeiinspektoren sind 2 Juden, die meisten anderen Araber. Von 35 Inspektoren zweiten Grades sind 11 Juden, von 65 Hilfsinspektoren 16 Juden, davon 8 in Tel Aviv; von 85 Sergeanten 12 Juden, davon 4 in Tel Aviv; von 140 Korporalen 21 Juden, davon 11 in Tel Aviv, von 600 Polizisten sind 200 Juden. Die Ablehnung der Zertifikate, Auf eine Anfrage im Unterhaus teilte der Kolonialsekretär am 9. Juni mit, daß die Palästina-Regierung, die von der Jewish Agency abgelehnten 210 Zertifikate selbst verteilen werde. Schadenersatzklage« Zwei Kibbuzim im Emek haben gegen die Regierung beim Bezirksgericht in Haifa einen Prozeß angestrengt. Sie fordern 600 £ Schadenersatz für abgebrannte Felder, die während der Unruhen von arabischen Lokomotivführern absichtlich in Brand gesteckt wurden. Italienische Aktivität« In den letzten Monaten hat die italienische politische Propaganda, die in Palästina über ein wohlorganisiertes Schulwerk von 14 Privatschulen verfügt (im ganzen Land gibt es 89 vom Ausland erhaltene Schulen) eine besondere Aktivität gezeigt. Gegen Entrichtung eines jährlichen Schulgeldes von 2 £ kann jeder Araberjunge an einer Schule in Italien studieren. Besonders wurde diese Einladung an die wegen politischer und terroristischer Tätigkeit aus der arabischen landwirtschaftlichen Schule von Tul Kerem ausgeschlossenen Schüler gerichtet. Ein Syrer, der als Journalist bei der Zeitung »Dschamea al Islamia« tätig war und wegen seiner Schreibweise ausgewiesen wurde, erhielt einen Posten beim italienischen Regierungssender in Bari, dessen in arabischer Sprache gehaltenen antibritischen Rundfunksendungen Gegenstand britischer Interventionen und Anfragen im Unterhaus waren. Syrien* Die Ölkonzession* Der Irak Petrol Cy (IPC) ist in der Bewerbung um die Ölkonzessionen in Syrien ein neuer Konkurrent in einer französisch-polnischen Gesell-

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