Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 20 (1937)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1937)
- Article
- Verkauf der "Tel Aviv" [Nachricht]
- Date
- 1937-06-01
- Page
- Seite 320 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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- Haifa 1× ep/1047930
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320 VERKEHR* Verkauf der »Tel Aviv«. Der seit Herbst vorigen Jahres aufgelegte Personendampf er »Tel Aviv«, der durch die jetzt in Liquidation befindliche jüdische Schiffahrtsgesellschaft Palestine Shipping Cy erworben worden war, ist um ein Drittel des Kaufpreises an eine japanische Schiffsmaklerfirma verkauft worden. Damit ist der werdenden jüdischen Schiffahrt ein schwerer Schlag versetzt worden. Generalversammlung des Marine Trust. Die Generalversammlung des Palestine Marine Trust fand kürzlich unter Vorsitz von S. Hoofien unter Beteiligung von 700 Aktionären statt. Der Vorsitzende stellte fest, daß die Leistung des Tel-Aviver Hafens bereits die Erwartungen übertroffen habe; der Hafen stehe jedoch erst am Anfang seiner Entwicklung. Andere Redner rühmten die hingebungsvolle Arbeit der beim Bau des Hafens beschäftigten Arbeiter. Es wurde beschlossen, das Kapital der Gesellschaft von 100.000 auf 250.000 £ zu erhöhen und einen Verwaltungsrat zu schaffen, über dessen Zusammensetzung sämtliche Gruppen von Aktieninhabern, mit Ausnahme einiger Revisionisten, mit der Histadruth übereingekommen sind. Zunahme der Fernsprechanschlüsse. Nach amtlichen Ziffern ist von Jänner 1936 bis Februar 1937 die Zahl der Teilnehmer am Fernsprechnetz von 10.554 auf 13.037 gewachsen. Besonders stark vergrößerte sich die Zahl der Teilnehmer in Jerusalem, Haifa und Tel Aviv. AUSSENHANDEL. Neuer Handelsattache. Die holländische Regierung hat einen Handelsattache für Palästina ernannt, um die Handelsbeziehungen zwischen den Niederlanden jind Palästina auszubauen. Das Clearingabkommen mit Polen. Am 1. Mai, am Tage des Inkrafttretens des Clearingabkommens mit Polen hat die polnische Regierung die Prämien für die Ausfuhr nach Palästina, die 1936 je nach der Klasse der Waren 15 bis 30% des Wertes betrug, plötzlich aufgehoben. Daraufhin haben zahlreiche polnische Fabrikanten ihre Lieferungen nach Palästina eingestellt, da diese ohne Ausfuhrprämie nicht mehr lohnend sind. Außerdem hat die polnische Regierung durch Verordnung eine Reihe von Waren aus dem Clearingabkommen ausgeschlossen, die beinahe 90% der bisherigen Ausfuhr nach Palästina ausmachten. Die Bildung eines Ausfuhrüberschusses Polens nach Palästina, aus dem, wie erinnerlich, Gelder für die Auswanderung jüdischer Kapitalisten nach Palästina freigemacht werden sollten, wird somit unmöglich und das Abkommen, das wohl von der polnischen Regierung nur zu Demonstrationszwecken geschlossen wurde, verliert seinen ganzen Wert. LANDWIRTSCHAFT. Gute Ernte in Sicht. Von Sachverständigen wird angenommen, daß in diesem Sommer die Weizenernte doppelt so hoch sein wird als im Vorjahr und größer als jemals seit Kriegsausbruch. Ebenso sind die Aussichten für Gerste und andere Sommerfrüchte sehr günstig. Die Produktion der Juden wird für ihren Bedarf in Getreide, Gemüsen und Obst ausreichend sein. Eine gute Ernährung des Viehs und Geflügels ist gesichert. Palästina wird heuer einen Überfluß an Nahrungsmitteln produzieren und die Einfuhr von solchen vielleicht bis zur Höhe von Millionen Pfund ersparen. Die Zukunft des Zitrusbaues. Hierüber schreibt Smilansky in »Boust'nai« Nr. 4. Von der diesjährigen Ernte ist über die Hälfte, 6l/2 Millionen Kisten, in England abgesetzt worden. In den anderen Ländern wurden 418.700 £P Gewinn erzielt, auf dem englischen Markt ergab sich ein Verlust von 390.000 £P, so daß der Gewinn aufgezehrt wurde. In England erzielt man nur 9 sh per Kiste (abzüglich 1/6 sh des Zolles), indes