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Palästina · 1937-06-01 · Heft 6 (Juni 1937) · p. Seite 294

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
20 (1937)
Issue
Heft 6 (Juni 1937)
Article
Die Grundlagen der landwirtschaftlichen Entwicklung des Gebietes östlich von Lydda
Date
1937-06-01
Page
Seite 294 (sequence 3)
Language
German
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Aber auch das besprochene Gebiet selbst ist nicht ganz einheitlich, sondern es lassen sich dort nach dem geologischen Aufbau verschiedene Teile unterscheiden, mit denen folgende morphologische Einheiten übereinstimmen: 1. Am Fuße des Gebirges Juda zieht von Süden nach Norden ein schmales Tal entlang. Es ist die Fortsetzung des Tales von Hartuv weiter im Süden. 2. Westlich dieses Tales erhebt sich eine niedrige Berggruppe, die Fortsetzung der Hügel von Zor'a (= Sar'a) im Süden. Diese Berge erreichen bis 400 m Höhe und werden nach dem Dorf, das auf ihrem westlichen Abhang liegt, die Berge von E m m a u s genannt. 3. Im Norden werden sie durch das in der jüdischen Geschichte oft erwähnte T a 1 A y a 1 o n zerschnitten. 4. Im Norden und Nordwesten des Tales Ayaion erhebt sich eine breite Berggruppe. Diese ist nicht höher als 250 m, doch erinnert die Landschaft sehr an die des judäischen Gebirges. Auf der Westseite dieser Berge liegen große Dörfer wie Innaba, Jimzu {= Gamzu), Haditha, Beit Nabala, welche größtenteils wohl sehr alt sind. Diese Gruppe können wir provisorisch die Berge von Gamzu nennen. Nördlich von Ben Schemen zweigen sich die Berge von Deir Tarif von ihnen ab, die sich bis Migdal Zedek (= Majdal Yaba) fortsetzen. 5. Zwischen den Bergen von Gamzu und der Küstenebene im engeren Sinne, befindet sich die Ebene von Lydda (— Ludd). Der westliche Teil dieser Ebene ist flach, im Osten jedoch erheben sich an einigen Stellen kleine Hügel — zerstörte und aufgelöste Bergreste. Auf einem solchen Hügel liegt das Jugenddorf Ben Schemen. Die Ebene von Lydda ist durch breite Bäche zerschnitten. Deren bedeutendster ist das Wadi Natuf oder das nördliche Wadi Sarar (nicht zu verwechseln mit dem Wadi Sarar bei Hartuv!), das ein sehr breites Tal mit charakteristischen Formen hat. C. Geologischer Bau (Abb. 2 und 3). Bekanntlich benennen die Geologen die Gesteinsschichten nach ihrem relativen Alter, das heißt nach der Periode ihrer Entstehung. Die Bestimmung der Schichtfolge, das heißt dessen was jünger und was älter ist, ist eine der wichtigsten Aufgaben des Geologen. Denn ohne das läßt sich weder das Verhältnis der Schichten zueinander bestimmen, noch in den meisten Fällen ihre Lagerungsform (horizontal oder geneigt) erkennen. Die einzelnen geologischen Perioden werden hauptsächlich mit Hilfe von Resten früherer Tiere oder Pflanzen bestimmt, die in den Schichten versteinert sind. In unserem Gebiet findet sich eine Schichtfolge vom Cenoman (oberer Teil der Kreideformation) bis zu den jüngsten geologischen Schichten überhaupt (vergleiche das geologische Kärtchen und Profil Abb. 2, 3). Ältere cenomane Schichten finden sich in den Bergen von Gamzu in der Umgebung des Dorfes Barfiliah. Sie bestehen größtenteils aus gelbgrauem, feinkristallinem Kalk, der reich an Eisen- und Aluminiumverbindungen ist. Manchmal finden sich in ihm wenig mächtige Ton- oder Mergelbänke. Diese Schichten verwittern zu einem mineralreichen, ziemlich schweren Boden. Im Südosten, Süden und Westen der Cenoman-Flächen erstreckt sich ein breites Gebiet, das aus T u r o n -Schichten gebaut ist. Diese bestehen aus harten Kalken, die häufig dolomitisch und kieselig sind. Er gibt einen ähnlichen Boden wie das Cenoman. Dem Turon folgt ein ziemlich schmaler S e n o n -Streifen. Diese Formation unterscheidet sich deutlich von den vorgenannten, denn sie besteht aus einem weißen, weichen Kreidekalk, der in den vorigen Schichten keinerlei Analogon hat. Der Senon- Kalk ist häufig von einer Kalkkruste, dem »Nari«, überzogen, die auf sehr weite Strecken hin die Oberfläche bildet. Diese Kruste ist härter als die Senon-Gesteine und

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