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Palästina · 1937-05-01 · Heft 5 (Mai 1937) · p. Seite 277

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
20 (1937)
Issue
Heft 5 (Mai 1937)
Article
[Rezension] / l. r. m.
Date
1937-05-01
Page
Seite 277 (sequence 2)
Language
German
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seinen chronologischen Untersuchungen, ohne jemals überspitzt zu werden. Das durchaus richtige Gewicht, das auf die Schilderung der Außenpolitik der beiden Reiche gehegt wird, gibt dem Werke eine Lebendigkeit, die andere Geschichtsdarstellungen dieser Zeit allzuhäufig entbehren. Der Abschnitt über die klassische Prophetie ist besonders gut gelungen, nur wäre vielleicht der sich bei den Propheten entwickelnde Begriff der Sittlichkeit aus der Solidarhaftung des Stammes Gott gegenüber zu erklären gewesen. Bei der Schilderung des Propheten Jecheskel hat man das Gefühl, daß damit die Eigenart dieses Mannes nicht erschöpft ist. Wohltuend ist es endlich, das Wirken der israelitischen Heldenkönige Omri und Achab und das erschütternde Schicksal König Uzzias von jüdischer Seite gewürdigt zu sehen. Vielleicht wäre es möglich gewesen, zum Teil aus Analogien etwas über das so überaus wichtige Heerwesen in beiden Reichen, wie über Verkehr und geographisches Wissen dieser Zeit zu sagen. Der klare und einfache Stil, der die besten Traditionen europäischer Geschichtsschreibung fortsetzt, hebt sich wohltuend von dem gespreizten Wortschwall zeitgenössischer Historiker ab. Nur selten fallen Wörter wie »Gewaltdespotismus« aus dem Rahmen. Es ist zu hoffen, daß der Verfasser sein Werk bis zum Ende des Römischen Reiches fortführen und so ein klassisches Geschichtswerk vollenden wird. 1. r. m. Misrachi. Von Dr. Oskar W olfsberg, Kleine Zionistische Bücherei, Prag 1937, 26 Seiten. — In dieser Broschüre gibt der wohlbekannte feingeistige Autor eine ideologische Skizze des Gedankenganges des Misrachi, keinen historischen Abriß. Die Arbeiterschaft, so sagt er, ist ganz auf die Zukunft eingestellt, da sie eine bestimmte Idee erstmalig verwirklichen will. Für den Misrachi ist die Vergangenheit, in der das Größte im Judentum erstanden ist, von unbedingtem Werte, er will die Einheit von Lehre und Leben verwirklichen. Die Überlieferung hat besonders die Arbeit geheiligt, diese Tradition lebt nach langer Unterbrechung in Palästina, wieder auf. Awoda ist der gemeinsame Ausdruck für Gottesdienst und Werk des Berufes. Leben und Haltung des Menschen ist bei den Juden eines. Wolfsberg betont stark die Idee des Schöpferischen in der jüdischen Auffassung. Zionismus ist ein schöpferischer Akt, in dem Ringen um Erlösung kommt ihm eine besondere Funktion zu, wobei der Misrachi der Bewegung und dem Aufbau Inhalt und Eigenart des alten Judentums bewahren und darin neu wirksam machen will. Die jüdische Auswanderung aus Deutschland» Von Dr. M. T r a u b, Verlag Jüdische Rundschau, Berlin 1936, 44 Seiten. — Es ist ein höchst verdienstvolles Werk gewesen, in einer kurzen Monographie einen Überblick über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der jüdischen Auswanderung aus Deutschland zu geben. Einer ziffernmäßigen Zusammenstellung der jüdischen Auswanderer aus Deutschland und einem äußerst lehrreichen Überblick über den Altersaufbau und der sozialen Struktur der deutschen Juden, geht ein Abschnitt über innere Problematik voraus, in dem die Lage der Juden in Amerika unter den bekannten zionistischen Gesichtspunkten erörtert wird. In weiteren Kapiteln werden die zukünftigen Pläne, die jüdische Wanderungspolitik u. a. m. besprochen und alle damit verbundenen Schwierigkeiten und Widersprüche aufgezeigt, sowie. Umschichtung und Schicksal der außerpalästinensischen Siedlungen an Hand von Beispielen erörtert. Im -ganzen ein instruktives aber nicht ermutigendes Buch. 1. r. m. Neues Hebräisch-Deutsches Wörterbuch. Von M. A. Wiesen, Verlag Benjamin Harz, Wien 1936, 369 Seiten. — Der bekannte Hebraist, Prof. Wiesen, hat in diesem neuen Taschenwörterbuch das moderne Hebräisch, das heute in Palästina

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