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Palästina · 1937-05-01 · Heft 5 (Mai 1937) · p. Seite 259

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Journal
Palästina
Volume
20 (1937)
Issue
Heft 5 (Mai 1937)
Article
Die Verwaltung der Überschüsse des Fiskus [Nachricht]
Date
1937-05-01
Page
Seite 259 (sequence 2)
Language
German
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Der Notenumlauf ist in den letzten sieben Jahren um 30% gestiegen: 1929 . 1,788.000 £P 1933 . . . 2,822.000 £P 1930 . . . 2,198.000 £P 1934 . . . 4,069.664 £P 1931 . . . 2,370.000 £P 1935 . 5,326.228 £P 1932 . 2,409.000 £P 1936 . 6,236.134 £P JEWISH AGENCY* Tagung des Aktionskomitees. Vom 21. bis 27. April fand in Jerusalem eine Tagung des Aktionskomitees der Zionistischen Organisation statt, auf der Dr. Ruppin über Siedlungsfragen referierte. Er führte aus, daß seit dem letzten Kongreß dem Siedlungswerk außer den festgesetzten 197.000 £ ein weiterer Betrag von 90.000 £ aus dem Verkauf von Pfandbriefen der Palestine Agricultural Settlement Association (PASA) zugeflossen sei, die kürzlich von der Jewish Agency gegründet wurde. Die Pfandbriefe wurden größtenteils in Deutschland abgesetzt, wo das Angebot fünffach überzeichnet wurde. Ferner berichtete Dr. Ruppin, daß seit dem letzten Kongreß 1560 Familien in Moschawim und Kwuzoth angesiedelt wurden; außerdem ermöglichte die Errichtung von zwei Wasserwerken die Ansiedlung von 500 Familien im Emek. Die Erweiterung des Siedlungswerkes habe eine hundertprozentige Ausdehnung erfahren; aus 35 Keren Hajessod-Dörfern mit 5200 Einwohnern im Jahre 1930 sind bis 1936 53 Dörfer mit 14.000 Einwohnern geworden; trotz der schwierigen Wirtschaftslage arbeiteten diese Siedlungen im letzten Jahr mit einem Reinertrag von 30.000 £, so daß sie bereits in der Lage sind, mit der Abzahlung ihrer Schulden zu beginnen. Die Siedler haben trotz aller Gefahren ihre Begeisterung und ihren Mut nicht verloren. Ihre einzige Sorge ist die Frage, wie die Zahl der Siedler erhöht und das Siedlungswerk noch weiter ausgebaut werden könne. Die Entwicklung in den Keren Hajessod- Dörfern sei ganz außerordentlich. Die Kindersterblichkeit in diesen Siedlungen ist mit 214 pro Tausend die geringste in der ganzen Welt, während die Kindersterblichkeit in Ägypten 20 pro Tausend beträgt. In den neuen Siedlungen müsse man jetzt wieder auf die unter der türkischen Herrschaft üblich gewesene Siedlungsmethode zurückgreifen, bei der mit der Errichtung von Pfählen rund um ein Dorf begonnen wurde. Von den 36.000 deutschen Juden, die seit 1933 einwanderten, sind 8000 auf dem Lande tätig, abgesehen von den 1500 Angehörigen der Jugendalijah. Die deutsche Abteilung der Jewish Agency hat einen Betrag von 400.000 £ in landwirtschaftliche Unternehmungen für deutsche Juden investiert. Aus den bisherigen Wasserforschungen hat sich ergeben, daß es möglich ist, 3 Millionen Dunam zu bewässern, wodurch die Möglichkeit einer Ansiedlung von 100.000 Familien in der Landwirtschaft gegeben wäre, so daß die Bevölkerung des Jischuw um 2 Millionen steigen würde. Agr. Joseph Weitz sprach über die neuen Siedlungen im Beisan-Gebiet. Er hob den Wert, insbesondere die reichen Wasserquellen dieses Siedlungsgebietes hervor, das im Altertum unter dem Namen »Durchgang zum Paradies« bekannt war. Heute dagegen ist es vereinsamt und fast unbewohnt. 60.000 Dunam sind in jüdischem Besitz; außerdem hat die Regierung weitere 36.000 Dunam aus Staatsländereien für jüdische Siedlung zugesagt, so daß es in kurzer Zeit dort 15 Siedlungen einschließlich der bereits gegründeten geben wird. Dadurch wird eine Kette jüdischer Zentren rings um das Tal von Beisan geschaffen werden. Weitz verglich die Bedeutung einer solchen Leistung mit dem Hafenbau in Tel Aviv. Eltßster Kaplan, der Finanzreferent der Exekutive, erklärte, er fürchte zwar keine Wirtschaftskrise für Palästina, doch sei die ungewisse politische Situation geeignet, 259

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