Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 20 (1937)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1937)
- Article
- Die Frucht- und Gemüseproduktion in Palästina
- Date
- 1937-05-01
- Page
- Seite 242 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2379786-2379953-2379959-2411144--25037-2411331- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
st*nas Produktion an solchen, besonders an Karotten, Rüben, Blumenkohl, Kohl, betrug in den letzten Jahren: Tonnen 1932 ............ 16.393 1933 ............ 13.834 1934 ............ 25.264 1935 ............ 39.913 Der Rückgang der Erzeugung im Jahre 1933 ist der damaligen Dürre zuzuschreiben, im allgemeinen aber wuchs die Produktion rasch an. Dies ist nicht nur der steigenden Nachfrage, sondern auch der Förderung der Gemüsezucht durch die Regierung zu verdanken. Große Mengen von Gemüsesaatgut werden alljährlich von den Landwirtschaftlichen Stationen der Regierung verteilt, die auch viele bisher noch im Lande unbekannte Sorten eingeführt und demonstriert haben. Aber gleichzeitig mit dieser Ausbreitung der Marktgärtnerei zeigt der Import von Frischgemüsen eine rapide Zunahme und hat sich von 1932 bis 1935 mehr als verdreifacht. Nahezu 90% dieser Importe stammen aus Syrien. Palästina-Import von Frischgemüsen: Jahr Gesamtimport Import aus Syrien Prozentanteil Syriens Tonnen 1932 ..... 923 833 90.2 1933 1934 1935 1902 1646 86.6 2780 2325 83.6 4728 4133 87.4 Es ist besonders interessant, dem Import die Ziffern der heimischen Produktion gegenüberzustellen. Anteil der Importe und der Landesproduktion an der Bedarfsdeckung von Frischgemüsen: Jahr Import Landesproduktion Import Produktion Tonnen in Prozenten 1932 . . . . 923 16.393 5.3 94.7 1933 . . . . 1902 13.837 12.0 88.0 1934 . . . . 2780 25.264 10.0 90.0 1935 . . . . 4728 39.912 10.6 89.4 Diese Tabelle zeigt die abnorme Lage, die sich gegenwärtig auf dem Gemüsemarkt entwickelt. Gerade Frischgemüse, deren leichte Verderblichkeit es natürlich erscheinen ließe, sie im Lande zu erzeugen und deren Anbau von der Regierung ermutigt wird, werden Jahr für Jahr in immer größeren Mengen importiert, die einen steigenden Anteil an der Bedarfsdeckung haben. Die Wirkung dieser Importe auf die in letzter Zeit sich entwickelnden heimischen Produktion, kann nur katastrophal sein. Syriens sehr ernste Konkurrenz auf dem palästinensischen Markt ist noch zu jungen Datums, um ihren Einfluß auf die Preisentwicklung genau abzuschätzen. Wenn die Importe Syriens, die, wie erwähnt, auf außerordentlich niedrigen Arbeitskosten basiert sind, im gleichen Verhältnis zunehmen werden, wie in den letzten Jahren, so müssen die Preise in Palästina unausweichlich unter die heimischen Produktionskosten sinken und ein vielversprechender Zweig der Landwirtschaft würde zerstört werden. Das Beispiel der Karotten« Karotten liefern ein lehrreiches Beispiel der herrschenden Tendenz zur Überschwemmung des Marktes durch syrische Produkte. Die Nantais-