Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 20 (1937)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1937)
- Article
- Die Frucht- und Gemüseproduktion in Palästina
- Date
- 1937-05-01
- Page
- Seite 240 (sequence 1)
- Language
- German
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240 Die Frucht- und Gemüseproduktion in Palästina Von David Horowitz, Tel Aviv. Vorb. d. Red.: Wir entnehmen diese Arbeit in etwas gekürzter Form der Broschüre des Verfassers »Aspects of Economic Policy in Palestine«. Die Gemüseproduktion* Die Gemüsezucht erlangt in der palästinensischen Landwirtschaft eine immer größere Bedeutung. Während früher der extensive Getreidebau einen großen Raum eingenommen hat, wird jetzt der hochgradig intensivierte Gartenbau für den Markt immer stärker forciert. Im Jahre 1935 wurden in Palästina 56.000 Tonnen Gemüse produziert. Nachstehende Tabelle zeigt die Veränderungen in dem Verhältnis von Getreidebau und Marktgärtnerei in den letzten Jahren: Jahr Gemüseproduktion Tonnen Getreidebau Gemüse Getreide Indexzahlen 1929 . . . . . 15.963 169.700 100 100 1930 . . . . . 12.865 187.000 80.6 110.2 1931 . . . . 15.068 139.000 94.4 81.8 1932 . . . . 24.371 91.000 152.5 53.6 1933 . , . . . 21.305 87.000 133.5 51.2 1934 . .... 36.465 195.000 228.4 114.9 1935 . .... 56.000 219.000 350.8 128.8 Diese Schwankungen in den Getreideerträgen sind nicht einer Änderung der angebauten Fläche, sondern natürlichen Faktoren klimatischer und anderer Natur zuzuschreiben. Die wachsende Einfuhr« Parallel mit der Produktion wuchs auch die Einfuhr von Gemüse. Die Vergrößerung der Kaufkraft, die durch eine ungewöhnliche Vermehrung der Bevölkerung bei gleichzeitiger Erhöhung ihres Lebensstandards vor sich ging, verursachte eine stark vermehrte Nachfrage nach Gemüsen. Davon zogen die Ausfuhrländer in größtem Maßstab Nutzen, die in Palästina einen rentablen Markt für ihren Produktionsüberschuß finden. Nachstehende Tabelle zeigt den Anteil, den Eigenproduktion und Import an der Deckung des Bedarfes haben: Jahr Import Landesproduktion Import Produktion Tonnen in Prozenten 1932 ....... 12.082 24.371 33 67 1933 ....... 15.395 21.305 42 58 1934 ....... 19.991 36.465 35 65 1935 ....... 27.295 56.000 33 67 Aus dieser Tabelle geht hervor, daß zirka ein Drittel des Bedarfes Palästinas an Gemüsen durch Import gedeckt wird. Das ist ein außerordentlich hoher Prozentsatz für leicht verderbliche Nahrungsmittel, die in den meisten Ländern fast vollständig von der heimischen Erzeugung gedeckt werden. Syriens Anteil am Gemüseimport. Syrien lieferte 1935 über die Hälfte des Gemüseimportes nach Palästina 1. 1 Diese Importe beziehen sich auf die Gesamteinfuhr von Zwiebeln, Knoblauch, Kartoffeln und frischen Gemüsen. Zwiebeln und Knoblauch kommen hauptsächlich aus Ägypten und konkurrieren nicht mit Palästina-Produkten. Diese Tatsache läßt Syriens Anteil an dem ganzen Gemüsehandel kleiner erscheinen, als wenn frische Gemüse allein in Betracht gezogen werden würden.