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Palästina · 1937-05-01 · Heft 5 (Mai 1937) · p. None

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
20 (1937)
Issue
Heft 5 (Mai 1937)
Date
1937-05-01
Page
None (sequence 3)
Language
German
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PALÄSTINA ZEITSCHRIFT FÜR DEN AUFBAU PALÄSTINAS XX. Jahrg. Mai 1937 Nr. 5 Verkehrsgeographische Wandlungen Palästinas Von Dr, D* H. Kallner (Hebräische Universität), Jerusalem. Aus verschiedenen Gründen ist Palästina ein besonders interessanter Gegenstand für eine verkehrsgeographische Betrachtung. Keine Landschaft zwingt den Menschen, sie in einer ganz bestimmten Weise zu benutzen und auszugestalten. Sondern gewisse natürliche Eigenschaften einer Landschaft schließen bestimmte Nutzungsmöglichkeiten aus. und legen andere nahe. Die endgültige Ausgestaltung einer Kulturlandschaft hängt immer von den sie bewohnenden Menschen ab, das heißt von ihrem technischen und organisatorischen Können und von dem Maße, in dem sie die Möglichkeiten zur Gestaltung seines Landes zu nutzen verstehen. Alle diese Faktoren sind naturgemäß variabel. Das technische Können des Menschen nimmt zu. Eine starke politische Organisation gestattet es, den vorhandenen Aufgaben viel erfolgreicher zu begegnen, als es einzelne kleine Gruppen vermögen. Und auch die Naturbedingungen bleiben nicht die gleichen. Mehr noch als natürliche Veränderungen können hier die durch den Menschen verursachten die Landschaft grundlegend verändern — man denke etwa an die Entwaldung Palästinas. Das komplizierte Wechselspiel aller dieser Faktoren im Laufe der Zeiten ergibt eine ganz verschiedenartige Inwertsetzung der Landschaft. Gerade die Verkehrsgeographie Palästinas zeigt dieses sehr deutlich. Die Lage des Landes an1 der VereinigungssteHe Asiens und Afrikas, an der Ostküste des Mittelmeeres zwischen den alten mediterranen und orientalischen Kulturländern sowie seine Nachbarschaft zu den See- und Landwegen von Europa nach Indien und Südasien, schließlich auch an der uralten Straße von Syrien nach Ägypten und den heiligen Städten Arabiens — prädestinieren Palästina geradezu, ein bedeutender Knotenpunkt des Verkehrs zu sein. Die Verehrung, die das heilige Land bei den drei großen monotheistischen Religionen genießt, unterstützen dies ebenso wie seine Lage als Kulturfeste am Rande der Wüste. Im Altertum war denn auch Palästina eines der Verkehrszentren im östlichen Mittelmeer mit wohJausgebautem Straßennetz im Norden wie im Süden. Mit dem politischen Verfall des Landes sank auch seine Verkehrsbedeutung immer mehr, bis es schließlich

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