Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 20 (1937)
- Issue
- Heft 4 (April 1937)
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1937-04-01
- Page
- Seite 221 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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und der Achusa sind Nebenkärtchen angefügt. Auf dem Karmel sind Höhenschichten eingezeichnet und alle Parzellierungen dargestellt. Die vorzügliche Karte wird gute Dienste leisten. Hadhramaut. Von W. H. Ingrams, Colonial Paper Nr. 123/36, His Majestys Stationery Office, London 1936. Mit einer Karte, 170 Seiten. — Der erste politische Beamte des Schutzgebietes von Aden, das vor kurzem aus dem Amtsbereich des Indienamtes ausgeschieden und dem Kolonialamt als selbständige Kolonie unterstellt wurde, gibt hier einen ausführlichen Bericht über jene entlegene Küste Arabiens. Einleitend erzählt der Verfasser über die Reise, die er mit seiner Frau und einigen arabischen Begleitern machte, woraus die erstaunliche Fülle ihrer Aufgaben hervorgeht. Der Bericht behandelt Geschichte, Geographie, Klima, Handel, Wirtschaft, Ein- und Auswanderung, Steuer- und Gesellschaftssystem der 250.000 Hadhramis und ihrer über alle Küsten und Inseln des Indischen Ozeans ausgebreiteten Volksgenossen. Auch hier weicht das arabische Mittelalter langsam zurück, dessen Lebensformen sich in vielen Bereichen noch zäh behaupten. Die englische Luftflotte hat hier einige Flugplätze angelegt und die beiden Fürstentümer des Hadhramaut, die Kathiri und die Quaiti, beginnen sich zu modernisieren. Besonders interessant ist die Entwicklung der Auswandererkolonien der Hadhramis und die bis ins Einzelne, ja bis ins Individuelle gehende Kenntnis des britischen Beamten von allem Wichtigen, was in seinem Schutzgebiet vorgeht. Zweifellos sind die Zustände im größten Teil Arabiens von den hier beschriebenen nur in Einzelheiten verschieden. 1. r. m. NahalaL Von Samuel Day an. Aus dem Hebräischen übersetzt von L o 11 a Levensohn. Mit 9 Bildtafeln und einer Kartenskizze. Jewish National Fund Library, Nr. 3, Verlag Omanuth Co. Ltd., Tel Aviv 1936, 60 Seiten. — Der Keren Kajemeth setzt die Ausgabe der Übersetzungen der in hebräischer Sprache erschienenen Hefte der Bibliothek »La Noar« fort. Das vorliegende Heft »Nahalal«, ergänzt bis zur jüngsten Zit, ist von Mechner-Wallisch besonders schön ausgestattet worden, das Umschlagblatt mit dem Blick auf die Kolonie, ist sehr reizvoll in Zeichnung und Farbe. Königtum Gottes. Von Martin Buber. Zweite, vermehrte Auflage, Schocken- Verlag, 2. Auflage, Berlin 1936, 293 Seiten. — Das Buch ist der erste Band einer geplanten dreibändigen Darstellung der Entstehung des israelitischen Messianismus. Dieser erste Band behandelt das Volkskönigstum in Israel und zeigt, ausgehend vom Gideonspruch (Richter VIII, 22), wie die theokratische Tendenz in Israel in den frühesten Zeiten entstanden ist und wie sie die jüdische Geschichte bis zum Beginn der Königszeit beherrscht. Im Zusammenhang mit allgemein semitischen Vorstellungen werden in geistvoller Weise die Begriffe El, Malk und Baal erläutert und der Weg aufgezeigt, der von diesen Begriffen zu dem des einen Gottes führt; sodann wird der Glaube Israels und die Entwicklung der Theokratie an Hand von besonders wichtigen Schriftstellen aufgezeigt. Das Buch vereinigt die B u b e r eigene intuitive Erfassung religiöser Sachverhalte mit tiefschürfender Wissenschaftlichkeit und bietet, abgesehen von der überzeugenden Darlegung seiner Grundthese, auch im Einzelnen viel neue Beobachtungen und Erkenntnisse. In der vorliegenden zweiten Auflage des Werkes setzt sich Buber auch mit seinen Kritikern auseinander. Man darf auf die folgenden Bände gespannt sein. Dr. K. Die Frage an den Einzelnen. Von Martin Buber. Schocken-Verlag, Berlin 1936, 124 Seiten. — Das Buch stellt eine Sammlung von Vorträgen und Artikeln dar, die an nichtjüdische Kreise-gerichtet waren, in denen mit großer Klarheit und Eindringlichkeit die Grundthesen der philosophischen Überzeugung Bubers über Verwirklichung und Verantwortung dargelegt werden.