Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 20 (1937)
- Issue
- Heft 3 (März 1937)
- Article
- Die Siedlung Karkur [Nachricht]
- Date
- 1937-03-01
- Page
- Seite 160 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2379786-2379953-2379957--24721-2410741- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
beschäftigen (darunter 30 neue Familien aus Deutschland). Die Kolonie hat 14 Brunnen, in ihrer Nähe befindet sich auch die Mittelschule des Farmer-Verbandes. Die Kolonie besitzt eine Kredit- (Halvaa Vehissachon) und eine Konsumgenossenschaft. STÄDTE. Jerusalem. Gegen die jüdischen Straßenkehrer. Auf Grund eines Berichtes des städtischen Gesundheitsamtes hat der Bürgermeister die Entlassung von 76 jüdischen Straßenkehrern, deren jährliche Entlohnung 1300 £P beträgt und die die zwei Drittel des Stadtgebietes umfassenden jüdischen Viertel reinigen, vorgeschlagen. Die jüdischen Stadträte wandten sich entschieden gegen diesen Antrag und wendeten ein, daß das restliche Drittel des Stadtgebietes allein von 122 Arabern, deren Taglohn bloß 20% niedriger ist, als der der Juden, gekehrt wird. Tel Aviv. Aufnahme einer Anleihe. Die Stadtverwaltung hat die Aufnahme einer Anleihe von 100.000 £P bei Barclay's Bank beschlossen. Kirjath Awodah. Am 5. Februar wurde in Kirjath Awodah eine neue Straße nach Bajith Wegan eröffnet und der Bau eines Schulgebäudes begonnen. Vor einem Jahr wurde die Anlage der Siedlung begonnen, die eine Größe von 9600 Dunam und Platz für 1500 Einzelheime und 1200 Wohnungen in großen Häusern hat. Heute wohnen dort 75 Familien in 45 Einzelheimen. 400 Dunam Regierungsboden, im Zentrum von Kirjath Awodah gelegen, wurden nach dreijährigen Verhandlungen auf 49 Jahre an die Schikun-Gesellschaft. für Bau von Arbeiterwohnhäusern, verpachtet. Haifa. Neueste Statistik. Die Bevölkerung Groß-Haifas, das die Haifa-Bay und Achusah Sir Herbert Samuel und andere Gebiete jenseits der eigentlichen Stadtgrenzen umfaßt, beträgt 100.000, davon 55.000 Juden. Von diesen wohnen 37.500 im Hadar Hakarmel und Umgebung, 5600 in der Altstadt, 3600 Har Kakarmel und Achusah, 1300 Bath Galim, 3500 Kirjath Chaim, 1400 Kirjath Motzkin, 600 Kirjath Bialik. INDUSTRIE. Die Bautätigkeit 1936. Die Bautätigkeit im Jahre 1936 sank gegen das Vorjahr um beinahe 39%, zeigt aber in den letzten Monaten einen Wiederanstieg. Sie betrug im Dezember 1936 in den vier Städten 65.097 m2 bewilligte Baufläche gegen 67.595 m2 im Dezember 1935. Nachstehend die Zahlen: Jerusalem Jaffa Haifa Tel Aviv Summe 1935 ...182.115 m2 193.657 m2 390.071 m2 448.459 m2 1,214.302 m2 1936 . . . 140.346 m2 59.719 m2 283.763 m2 261.224 m2 745.052 m2 Der Rückgang betrug in Tel Aviv 42%, in Haifa 27%, in Jerusalem 23%, in Jaffa 69%. Mangelhafte Bauausführung. Der strenge Winter hat gezeigt, daß ein großer Teil der Häuser nicht solid gebaut ist, so daß Dächer, Mauern, Wände und Böden keinen ausreichenden Schutz boten. Daher macht sich ein starkes Bedürfnis nach guten Wohnungen geltend, die aber nicht in genügender Zahl vorhanden sind. Wirkliche Isolierung der Wände und Dächer, Heiz- und Warmwasseranlagen werden verlangt, so daß Reparatur- und Adaptierungsarbeiten einen größeren Raum einnehmen.