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Palästina · 1937-03-01 · Heft 3 (März 1937) · p. Seite 157

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
20 (1937)
Issue
Heft 3 (März 1937)
Article
Der Handel mit Holland [Nachricht]
Date
1937-03-01
Page
Seite 157 (sequence 2)
Language
German
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Vieh Wirtschaft (kondensierte Milch, Käse, Milchpulver und Kühe), es folgen Kartoffel, Kakaobutter, Drähte und Motorteile. Die Einfuhr Hollands aus Palästina stieg von 14.102 Tonnen im Werte von 1,262.000 Gulden in 1935 auf 14.378 Tonnen im Werte von 1,341.000 Gulden in 1936. Es waren dies fast ausschließlich Orangen und Grapefrucht. Der Handel mit der Schweiz* Im Jahre 1936 betrug die Ausfuhr der Schweiz nach Palästina 1,800.000 Franken gegen 1,575.000 Franken in 1935. Die Ausfuhr Palästinas nach der Schweiz stieg von 398.000 Franken in 1935 auf 675.000 Franken in 1936. Diese Zunahme des Handelsverkehrs der beiden Länder ist auf das vor einiger Zeit geschlossene Übereinkommen der Jewish Agency mit den Schweizer Behörden zurückzuführen. Handelsvertrag mit dem Irak. Mit dem Irak wurde ein Handelsvertrag auf vorläufig drei Jahre abgeschlossen, der im Hafen von Haifa eine Freizone für den irakischen Transithandel vorsieht, wo irakische Zollbeamte amtshandeln können. Palästina wird die Einfuhrzölle für einzelne Lebensmittel aus dem Irak senken. Der Landverkehr Haifa- Bagdad wird gefördert werden. LANDWIRTSCHAFT UND KOLONISATION. Das Steigen der Produktionskosten für Milch und Eier. In »Boust'nai« Nr. 41 wird berechnet, daß sich in letzter Zeit die Kosten der Fütterung der Milchkühe verdoppelt haben. Es kosteten: Preis per Kantar in Pfund 1936 1937 Gerste..... 1.60 3.00—3.10 Kleie ..... 1.10 2.— Ölkuchen .... 0.60—0.65 0.92 Die Milchpreise sind nicht gestiegen. Seit % Jahren arbeitet die Milchwirtschaft mit Defizit. Ähnlich ist es in der Geflügelwirtschaft, wo die Futtermittel um 60% gestiegen, die Eierpreise aber unverändert geblieben sind. Die Züchter verlangen die Einführung eines Eierzolles. Die Steuer auf die Pardessim. Seit Festsetzung der neuen Bodensteuer haben die Orangenbesitzer auf die Ungerechtigkeit der den Pardessim auferlegten Steuer protestiert. Sie ist auf einen Ertrag von 120 Kisten per Dunam, bei einem Erlös von 5 sh am Baum aufgebaut und einheitlich festgesetzt. Auf Schwankungen der Ernte und der Preise, auf die geringere Produktion der jungen Gärten, die Verschiedenheit der Böden usw. ist keine Rücksicht genommen worden. In der von der Regierung eingesetzten Landwirtschaftlichen Kommission wurden Reformvorschläge ausgearbeitet, die aber von der Verwaltung immer wieder aufs neue studiert werden, so daß in dieser schlechten Saison die Pardessbesitzer die Steuer unverändert werden zahlen müssen. Ähnliches geschah mit dem Antrag auf Abschaffung des Zolles für Verpackungsmaterial, der schon von allen Regierungsstellen zustimmend begutachtet worden war. Auch der endgültige Beschluß über diese Maßnahme wurde vertagt. Werbefeldzug für Zitrusfrüchte, Der allgemeine Landwirtschaftsrat hat gemeinsam mit dem Zitrusfrucht t-Komitee beschlossen, die Regierung zu ersuchen, 10.000 £P zur Durchführung eines Werbefeldzuges zur Gewinnung neuer Absatzgebiete für drei Jahre vorzustrecken. Eine Ausdehnung des Absatzes sei wegen der in den nächsten Jahren zu erwartenden größeren Ernten dringend nötig.

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