Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 20 (1937)
- Issue
- Heft 3 (März 1937)
- Article
- Die orientalischen Juden [Nachricht]
- Date
- 1937-03-01
- Page
- Seite 156 (sequence 2)
- Language
- German
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Im Jahre 1919 gab es 23.000 orientalische Juden im Lande, die 41% des Jischuw bildeten. Trotz ihrer Vermehrung um mehr als das Vierfache ist ihr prozentualer Anteil am Jischuw auf 23% gesunken. VERKEHR. Paßkontrolle an der transjordanischen Grenze. Nach einer amtlichen Mitteilung wird nunmehr an der palästinensisch-transjordanischen Grenze eine Paßkontrolle eingeführt. Diese Maßnahme erfolgt offenbar wegen der Beschwerden der Jewish Agency bei der Königlichen Kommission. Der Touristenverkehr* Die Zahl der Ein- und Ausreisen der Touristen betrug nach Mitteilungen des Regierungsstatistikers in den letzten sechs Jahren wie folgt: Einreisen Ausreisen Einreiseüberschuß 1931 .... 54.764 52.790 1.984 1932 .... 63.253 53.S73 9.380 1933 .... 79.833 66.804 13.029 1934 .... 91.823 82.230 9.593 1935 .... 106.823 96.315 10.508 1936 .... 56.665 55.217 1.448 Die Zahl der Radiohörer. Ende 1936 betrug die Zahl der Radiohörer, das heißt der erteilten Radiolizenzen 20.388 gegen 12.172 im Vorjahr. Im Laufe des Jahres 1936 wurden 8216 Anträge auf Erteilung von Radiolizenzen bewilligt, von denen 5147 hebräisch, 2264 englisch und 805 arabisch abgefaßt waren. Zahl der Radiolizenzen: 1931 ..... 486 1934 ..... 5.900 1932 ..... 900 1935 ..... 12.172 1933 ..... 2500 1936 ..... 20.388 (Siehe auch »Palästina« Nr. 1, Seite 44.) AUSSENHANDEL. Die Rechtsstellung Palästinas in Handelsverträgen. Der Staatssekretär für Kolonien stellte am 17. Februar im Unterhaus fest, daß die für Palästina geltenden Handelsverträge mit den betreffenden Ländern in der Regel nicht von Palästina, sondern vom Vereinigten Königreich abgeschlossen werden. Palästina gelte jedoch in gewissen Fällen als Ausland. Der Handel mit Österreich. Nach der österreichischen Statistik ging die Ausfuhr nach Palästina in den ersten elf Monaten 1936 von 7.91 Millionen Schilling in 1935 auf 3.89 Millionen Schilling zurück (nach der palästinensischen Statistik von 340.503 £P auf 169.157 £P, in beiden Fällen um mehr als die Hälfte. Die Einfuhr Österreichs aus Palästina sank nach der österreichischen Statistik von 650.000 Schilling in 1935 auf 630.000 Schilling in 1936 (nach der palästinensischen Statistik stieg sie von 9103 £P auf 14.802 £P in 1936). Die österreichische Ausfuhr von Qualitätswaren litt infolge der Unruhen. Durch Schaffung einer neuen Zollposition wurde der Zoll auf Grapefrüchte von 6 auf 3 Goldkronen per 100 kg herabgesetzt und dadurch der Markt für palästinensische Grapefrucht entsprechend vergrößert. Der Handel mit Holland. Die Ausfuhr Hollands nach Palästina sank von 12.673 Tonnen im Werte von 1,737.000 Gulden in 1935 auf 7767 Tonnen im Werte von 1,494.000 Gulden in 1936. An erster Stelle standen Erzeugnisse der Milch- und