Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 20 (1937)
- Issue
- Heft 3 (März 1937)
- Article
- Die Besteuerung der Fellachen [Nachricht]
- Date
- 1937-03-01
- Page
- Seite 153 (sequence 1)
- Language
- German
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Die Besteuerung der Fellachen. »Palestine and Middle East«, eine in Tel Aviv erscheinende Wirtschaftszeitschrift berechnet auf Grund offizieller Ziffern, daß der palästinensische Fellache pro Kopf nicht mehr als 200 Mil Steuern im Jahre zahlt. In den letzten Jahren betrug der Beitrag der Fellachen an den Regierungseinnahmen nicht mehr als 100.000 £ oder 2% der Gesamteinnahmen der Regierung, gegen 450.000 £ oder 25% im Jahre 1921. Der ägyptische Fellache zahlt dreimal so viel Steuern im Jahr. JEWISH AGENCY. Die Einbürgerungen. Nach den Mitteilungen des Regierungsstatistikers wurden 1936: 9482 Personen eingebürgert, davon 9313 Juden und 169 Nichtjuden. 1935 betrug die Zahl der Einbürgerungen 11.709, davon 11.457 Juden. Ein Überfall von Revisionisten. Am 14. Februar überfielen etwa 50 Revisionisten das Büro der Jewish Agency in Jerusalem, demolierten es völlig und verwendeten einige Beamte, 37 Revisionisten wurden verhaftet. Amerikanische Investitionen. Nach dem Bericht des American Economic Committee haben die amerikanischen Juden seit 1918 40 Millionen Dollar in Palästina investiert, davon 17^ in Bauten, 9 in Pflanzungen, 4^4 in finanziellen und 2 Millionen in industriellen Unternehmungen. Jahrestagung der Sozialarbeiter. In Jerusalem fand vor kurzem die fünfte Jahreskonferenz der Sozialarbeiter statt, bei der Henriette Szold eine Ansprache hielt. Jehuda Grasovsky. Kürzlich wurde der 75. Geburtstag von Jehuda Grasovsky gefeiert, eines Pioniers der hebräischen Erziehung in Erez Israel. Grasovsky, der 1887 nach Palästina gekommen war, wirkte dort lange Zeit als Lehrer. Er hat zahlreiche Lehrbücher geschrieben und die ersten hebräischen Wörterbücher verfaßt; auch als Publizist und Übersetzer hat er eine äußerst fruchtbare Tätigkeit entwickelt. Eine Zeit lang wirkte er bei der Anglo Palestine Bank und hat die Böden für die erste Niederlassung auf Hadar Hakarmel, sowie Kubebe bei Ness Zionah in jüdischen Besitz gebracht. Eine Tochter Grasovskys ist die Frau des Distriktchefs Edwin Samuel, eines Sohnes von Sir Herbert Samuel. Überzeichnung der Pasa-Obligationen. Die Obligationen der kürzlich gegründeten Palestine Agricultural Settlement Association (PASA) (siehe »Palästina« Nr. 2, Seite 100) wurden mit 8,726.000 RM stark überzeichnet. Die gegenwärtige Emission betrug 83.000 £P, das sind 1,080.900 RM zu 12.30 RM per palästinensische Pfund. Dividende der PLDC. Das Direktorium der Palestine Land Development Cy bringt für 1935 eine Dividende von 8% für gewöhnliche und von 6y»% für Vorzugsaktien zur Verteilung. WANDERUNG. Einwanderung 1936: 29.727, davon 1811 Touristen mit nachträglicher Erlaubnis für Niederlassung. Von diesen waren 2970 Kapitalisten mit 2810 Angehörigen, 170 Handwerker mit 500 £ und 287 Angehörigen, 6981 Arbeiter mit 4496 Angehörigen, 9495 angeforderte Verwandte und 2518 andere. Dem Wohnland nach kamen 11.589 Einwanderer aus Polen, 8180 aus Deutschland, 1444 aus Rumänien, 785 aus Litauen, 745 aus Jemen und Aden, 643 aus der Tschechoslowakei, 544 aus Frankreich, 507 aus Lettland, 357 aus Amerika, 223 aus Großbritannien usw. Februar 1000. BEVÖLKERUNG. Der Jischuw Ende 1936. Dem Bulletin Nr. 3 der statistischen Abteilung der J. A. (D. Gurevitsch) entnehmen wir folgende Angaben: