Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 20 (1937)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1937)
- Article
- [Rezension] / a. b.
- Date
- 1937-02-01
- Page
- Seite 110 (sequence 2)
- Language
- German
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generis. Das Mandat ist zweifellos Subjekt des Internationalen Rechtes und führt schließlich zur vollen Souveränität des unter dieser Rechtsform regierten Landes. In seiner kurzen Übersicht über die Mandatsherrschaft in Palästina anerkennt Boutant die Leistungen der Juden und sagt, daß die Schwierigkeiten, den Frieden zwischen Arabern und Juden herzustellen, zwar groß sind, das Land jedoch prosperiert. Daß er in Transjordanien alles gut und schön findet, zeigt, daß ihm außer den offiziellen Berichten nichts über das Land bekannt ist. — Das Buch enthält auch einen Überblick über die Verwaltung der B- und C-Mandate, worüber sehr wenig zusammenfassende Literatur vorhanden ist. a. b. Um den Boden Palästinas. Von Dr. A. Granovsky. Schriftenreihe zur Bodenfrage Nr. 1. Herausgegeben vom Keren Kajemeth Leisrael, Jerusalem 1936, 89 Seiten. (Auch in englischer Sprache erschienen.) — Dieses Büchlein faßt knapp und klar die wesentlichen Momente der Bodenfrage in Palästina zusammen. In einem Rückblick zeigt der Autor, daß die Mandatarmacht ihre aus dem Mandat fließenden Aufgaben gegenüber den Juden nicht erfüllt hat. Er weist nach, daß die Einwände der Araber gegen den Bodenerwerb durch Juden sich als haltlos erwiesen haben, ebenso wie Simpsons Entdeckung der 29.4% betragenden »landlosen« Araber. Die Juden hätten von Kleinbauern nur einen verschwindenden Bruchteil ihres derzeitigen Besitzes erworben. Seit 15 Jahren sind überhaupt nur 650.000 Dunam (außerhalb des Negeb) von ihnen gekauft worden, das sind 4.73% der Gesamtfläche. Er polemisiert mit der Art, wie in den Schätzungen der Regierung der Begriff »unkultivierbares Land« gehandhabt wird. Ein großer Teil der heute von den Juden besiedelten Fläche war früher als unkultivierbar bezeichnet worden. Auf diesen hat sich durch die Aufschließung die Bevölkerung vervielfacht, wie an einigen Beispielen gezeigt wird, in Herzliah ist sie sogar auf das Dreiunddreißigfache gestiegen. Ein wichtiger Abschnitt des Büchleins handelt von den Möglichkeiten weiterer Besiedlung. "Wie sehr die Administration die kultivierbare Fläche des Landes unterschätzt, geht z. B. daraus hervor, daß diese für den Subdistrikt Ber Scheba mit 1.5 Millionen Dunam angegeben wurde, indes 1934/35 schon 2.1 Millionen Dunam tatsächlich bebaut waren. Die Zahl der arabischen Landarbeiter, also der »landlosen Araber« (rund 30.000 Familien), ist absolut und relativ sehr gering. Die Intensivierung durch Bewässerung kann nach Schätzungen des KKL noch mit 1.8 Millionen Dunam über die bisher bewässerte Fläche von 350.000 Dunam gesteigert werden, was eine Neuansiedlung von mindestens 60.000 Familien bedeutet. Schließlich weist der Autor auf die großen Ansiedlungsmöglichkeiten in Transjordanien hin und skizziert einen Entwicklungsplan. — Dieses kleine Büchlein enthält in übersichtlicher Zusammenziehüng die Quintessenz der Bodenfrage, ist daher zur Orientierung über diese vorzüglich geeignet. a. b. Der wirtschaftliche Aufbau Palästinas 1919—1936t Bilanz einer nationalen Kolonisation. Von D. Horowitz. Herausgegeben von der Hitachduth Olej Germania, Tel Aviv 1936, 39 Seiten. — Unser Mitarbeiter, D. Horowitz, Mitglied des Wirtschaftsinstitutes der »Jewish Agency« zeigt in dieser Übersicht an Hand eines sehr großen Ziffernmaterials, wie sich unter dem Einfluß der zionistischen Arbeit die ökonomische Entwicklung des Landes gestaltet hat. Selbst genaue Kenner der Tatsachen werden verblüfft sein durch die von ihm gebrachten Daten und Vergleichsziffern, von denen wir einige unter »Nachrichten und Daten« abdruckten. Besonders eindrucksvoll ist der Vergleich der Entwicklung der arabischen Nachbarstaaten mit der von Palästina, der zeigt, daß diese sogar jene von Ägypten relativ genommen, bedeutend überflügelte. Bulletin of the Geological Department, Hebrew llniversity, Jerusalem* 1. »Conc/ftions of Underground 'Water in the Western Emek (Piain of Esdra'elon).« Von L. P i-