Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 20 (1937)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1937)
- Article
- Zahl der Schüler der Knesseth Jisrael [Nachricht]
- Date
- 1937-02-01
- Page
- Seite 107 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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39.701 Schüler im vorigen Schuljahr, was eine Zunahme um 5524 bedeutet. Im neuen Schuljahr wurden 100 neue Klassen eröffnet — davon 50 in Tel Aviv — und 209 Lehrer neu eingestellt. Die Bücher-Ein- und Ausfuhr* Der »Dawar« veröffentlicht eine Übersicht über die Ein- und Ausfuhr von Büchern auf Grund statistischer Angaben der Regierung. Von 1923 bis 1936 wurden Bücher im Werte von 100.000 £P ausgeführt, und zwar fast ausschließlich hebräische. Davon gingen Bücher für über 46.000 £P nach Europa, für 30.000 £P nach Amerika, der Rest nach anderen Erdteilen. Die Ausfuhr nach Asien und Afrika stieg sehr stark an: von 136 £P'in 1923 auf 410 £P in 1927, 1932 betrug sie bereits 2900 £P und 1935 5000 £P. Ägypten und Türkei stehen an erster Stelle, in Europa Polen, England und Deutschland. Die Einfuhr von Büchern nach Palästina war in den 13 Jahren durchschnittlich im Werte dreieindrittel Mal so groß wie die Ausfuhr, verschob sich aber in letzter Zeit zugunsten der letzteren. So war die Einfuhr im Jahre 1935 bloß wenig mehr als doppelt so groß wie die Ausfuhr. Deutschland führt die meisten Bücher ein, in weiten Abständen gefolgt von England und Polen, 85% der eingeführten Bücher entfallen auf Juden, 10% auf Araber und 5% auf Engländer. 1923 betrug die Büchereinfuhr 10.000 £P, die Ausfuhr 357 £R 1935 wurden für 13.400 £P Bücher ausgeführt und für 22.000 £P eingeführt. Seit 1931 werden jährlich für mehr als 10.000 £P Bücher ausgeführt. Neue Kunstzeitschrift« Gabriel Talphir gibt in Tel Aviv eine neue zeitgemäß ausgestattete Zeitschrift für Kunst und Literatur »Gazith«, heraus, an der zahlreiche Künstler, Architekten und Schriftsteller mitarbeiten. Die Zeitschrift, die unter großen Opfern zustandegekommen ist, verdient die Aufmerksamkeit und tatkräftige Förderung interessierter Kreise. Universität« 40 Jahre jüdische Autographen- und Porträtsammlung. Vierzig Jahre sind vergangen, seit Dr. Abraham Schwadron begann, eine private Sammlung von Autographen und Porträts berühmter Juden aller Berufe und Länder anzulegen. Der Erwerb des Materials war mit großen Mühen und hohen Kosten verbunden; Schwadron lebte in dem kleinen Dorf Bieniow bei Zloczöw in Galizien, niemand half ihm, er selbst trat mit seinem Plan nicht in die Öffentlichkeit. Erst 28 Jahre später, anläßlich des Zionistenkongreßes in Karlsbad (im Jahre 1923) stellte er erstmalig einen Teil seiner Sammlung aus. Vier Jahre später (1927) schenkte er die ganze Sammlung der National- und Universitätsbibliothek in Jerusalem. Sie ist die größte derartige Sammlung der Welt und umfaßt mehr als 3500 Autographen und 2500 Porträts. Die Sammlung enthält eigenhändig geschriebene Manuskripte der bedeutendsten Rabbanim des Mittelalters und viel ungemein Interessantes aus der Neuzeit, so den Brief Heines, in dem er ausführt, daß er seinen Übertritt zum Christentum bereut, das Manuskript der Relativitätstheorie Einsteins u. a. m. Dem Begründer der Sammlung schwebt als erstrebenswertes und wichtiges Ziel die Schaffung eines Jüdisch-Biographischen Institutes im Rahmen der Jüdischen National- und Universitätsbibliothek vor, das eine Allgemeine jüdische Biographie zu publizieren hätte. In den Aufgabenkreis dieses Institutes würden nach Ansicht von Dr. Schwadron auch die Herausgabe eines Faksimiliariums (auf Grundlage der Schwadronschen Sammlung) sowie eines allgemeinen Inventariums aller in der Welt vorhandenen Autographen bedeutender jüdischer Persönlichkeiten sowie einer Allgemeinen jüdischen Ikonographie fallen.