Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 20 (1937)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1937)
- Article
- Das Ergebnis des Terrors [Nachricht]
- Date
- 1937-02-01
- Page
- Seite 99 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2379786-2379953-2379956--24446-2410429- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Haifa 2× ep/1047930
OCR text
zur Ausbildung von 1000 Mann im irakischen Heer verwendet. Die jüdische Presse fordert die Regierung auf, diese nicht wieder nach Palästina zurückkehren zu lassen. Antizionistische Versammlungsreaktion in Indien. Vor kurzem fand in Delhi eine große Versammlung moslemischer Nationalisten unter Beisein von Hindudelegierten statt, in der eine lange Reihe von Protesten gegen die Zionisten mit Boykottdrohungen und Ankündigung von Schritten beim Vizekönig und in London unter großer Begeisterung beschlossen wurde. ÖFFENTLICHE VERWALTUNG. Der Chefsekretär versetzt. Der Chefsekretär der Palästinaregierung John Hathorn Hall wurde zum Britischen Residenten in Sansibar ernannt. Amtsantritt des Obersten Richters. Am 1. Februar trat der neu ernannte Oberste Richter. H. H. Trusted. sein neues Amt an. Die Beschäftigung illegal eingewanderter Araber. Die Regierung hat ihre sämtlichen Abteilungen angewiesen, keine illegal eingewanderten Araber mehr zu beschäftigen. Diese Anweisung bezieht sich nicht auf den Hafen von Haifa, wo zahlreiche illegal eingewanderte Araber beschäftigt werden. Diese Maßnahme ist offenbar das Ergebnis der Beschwerden der Jewish Agency vor der Königlichen Kommission. Entschädigung für Flüchtlinge. Die Regierung hat an die arabischen Flüchtlinge aus Jaffa, deren Häuser während der Unruhen abgebrochen wurden, Entschädigungen in der Höhe von 6000 £P für Verlust von beweglichem Eigentum gezahlt. Die Protokollführung bei den Gerichten. Ab 1. Jänner 1937 werden die Protokolle der Polizei- und Kreisgerichte nur noch in englischer Sprache und vom Richter persönlich, nicht wie bisher von den Gerichtssekretären, geführt. Die Kriminalität. Nach einem Bericht des Regierungsstatistikers ist die Zahl der Verbrechen und Vergehen, wenn man von Übertretungen der Verkehrsvorschriften absieht, von 11.856 in den ersten 11 Monaten 1935 auf 15.689 im selben Zeitraum des Jahres 1936 gestiegen. Morde stiegen von 105 auf 248, Mordversuche von 99 auf 464, Totschlag sank von 127 auf 88 und Körperverletzungen von 256 auf 176. Die beiden letzteren offenbar deshalb, weil die Vorsätzlichkeit zugenommen hatte. Die Fälle von Straßenraub stiegen von 30 auf 94, Einbruchsdiebstähle von 761 auf 1135, agrarische Delikte von 415 auf 625, andere Eigentumsdelikte von 158 auf 1320. Die Unruhen haben ein allgemeines Ansteigen der Kriminalität zur Folge gehabt, was ja zu erwarten war. Nach einer Untersuchung der Jewish Agency wurden 91 Juden getötet und 405 verwundet. Diese Verluste waren das Ergebnis von 1996 Überfällen auf Juden. 895 Verbrechen wurden gegen jüdisches Eigentum verübt und dabei 17.000 Dunam Getreidefelder vernichtet und 200.000 Obst- und Waldbäume ausgerodet. In Jaffa wurden 19 Juden getötet und 150 verwundet, in Jerusalem wurden 11 getötet und 43 verwundet, in Haifa gab es 7 Tote und 22 Verwundete. Auf Heer, Polizei und Regierung wurden 795 Überfälle, gegen Verkehrsmittel 380 Sabotageakte verübt. Die Zahl der Bombenattentate betrug 1369. 3111 Araber wurden verhaftet, davon 106 wegen Mord und 811 wegen Beteiligung an Überfällen. Nur ganz Wenige von diesen wurden vor Gericht gestellt und verurteilt. JEWISH AGENCY. Amtsantritt des Oberrabbraers. Der neugewählte Oberrabbiner der aschkenasischen Gemeinde Dr. Isaac Herzog traf am 15. Jänner in Haifa ein, wo er von allen Behörden