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Palästina · 1937-02-01 · Heft 2 (Februar 1937) · p. Seite 98

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Journal
Palästina
Volume
20 (1937)
Issue
Heft 2 (Februar 1937)
Article
Die ausserordentliche Sitzung der Mandatskommission [Nachricht]
Date
1937-02-01
Page
Seite 98 (sequence 2)
Language
German
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eine außerordentliche Sitzung über Palästina abzuhalten, die für April oder Mai in Aussicht genommen war. Da nun die Mandatarmacht erst Ende Mai in der Lage sein wird, ihr Material der Mandatskommission zu unterbreiten, wird die Sitzung der Völkerbundkonimission erst am 31. Mai, knapp vor der ordentlichen Tagung am 17. Juni 1937, stattfinden. Abreise der Königlichen Kommission« Am 24. Jänner hat sich die Königliche Kommission in Port Said nach England eingeschifft. Sie vernahm in 53 Sitzungen 71 Zeugen: 14 Araber, 37 Juden (9 von ihnen in geschlossenen Sitzungen) und 20 Engländer, von denen 14 in geschlossener Sitzung aussagten. Arabische Abordnung nach London. Das Oberste Arabische Komitee beschloß, eine Abordnung nach London zu schicken, welche die für die Araber günstigen Ergebnisse der Untersuchung der Königlichen Kommission praktisch ausnützen wird. Ein Memorandum Emir Abdullahs. Der Emir Abduliah übergab den bei ihm zu Besuch weilenden Mitgliedern der Königlichen Kommission ein Memorandum, das die historischen Rechte der Juden auf Palästina bestreitet und erklärt wird, daß die Balfour- Deklaration die Rechte der Araber schädige. Für Palästina wird ebenso wie für Transjordanien Selbstverwaltung gefordert. Terror gegen gemäßigte Araber. In Haifa wurde auf den als gemäßigt bekannten Bürgermeister Hassan Schükri, der von den Terroristen zum Tode verurteilt worden ist, ein Attentat verübt, das aber mißlang. Der Sohn des kürzlich von Terroristen ermordeten Hadsch Khalil Taha, Dr. Taha, wurde in Haifa erschossen. Terror gegen christliche Araber. In Jaffa und anderen Städten dauert der Terror, die Boykottbewegung und Propaganda gegen die christlichen Araber an. Die in Jerusalem erscheinende Zeitung der christlichen Araber, Meraat el Schark, veröffentlichte einen scharfen Artikel gegen die Regierung wegen ihrer Unfähigkeit, die Sicherheit im Lande aufrechtzuerhalten und den Terror gegen die christlichen Araber zu unterdrücken. Wieder zwei jüdische Todesopfer. Der am 6. Jänner von drei Arabern Überfallene David Hamami ist am 22. Jänner seinen schweren Verletzungen erlegen. Ein Araber wurde wegen Mordverdachtes verhaftet. Der Chauffeur Mendel Mintz wurde auf der Straße Jaffa—Haifa von zwei Arabern erschossen. Zwei Verdächtige wurden verhaftet. Verstärkung der Polizei. Die Polizei ist um 161 britische Polizisten verstärkt worden. Weitere 70 Mann sind in Ägypten zum Ersatz arabischer Grenzpolizisten angeworben worden. Die Stärke der Besatzung. Es wurde endgültig beschlossen, acht Bataillone Infanterie für längere Zeit im Lande zu stationieren. Militärflugplatz bei Schchem (Nablus). General Dill hat bei einem Besuch von Schchem die Wahl des Grundstückes bestätigt, auf dem ein Militärflugplatz errichtet wird. Zugleich wird eine starke Garnison in die Stadt gelegt. (Nablus war bekanntlich das Hauptzentrum der Terroristen.) Fasi el Koakdschi verbannt. Der Führer der Aufständischen Fasi Bey el Koakdschi wurde von der Regierung des Irak nach Kirkuk im Norden des Landes verbannt. Diese Maßnahme erfolgte auf Verlangen der. britischen Regierung. Die Araber und die Königskrönung. Emin Abdul Pladi, Mitglied des Obersten Moslemischen Rates, hat die Einladung, als Vertreter der Araber Palästinas an der Krönung König Georgs VI. teilzunehmen, abgelehnt. (Für die Juden wird Ben Zwi daran teilnehmen.) Das Ergebnis des Terrors. Der Korrespondent der »British United Press« schätzt die durch Mord, Erpressung und Straßenraub der Kriegskassa der Aufständischen in den letzten Wochen zugeführten Gelder auf 25.000 £P. Dieses Geld wurde zum Teil

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