Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 19 (1936)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1936)
- Article
- Bananenzucht [Nachricht]
- Date
- 1936-12-01
- Page
- Seite 642 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Jordantal und in der Küstenzone gedeiht die Banane gut. Die Pflanzungen im Emek hatten wegen des zu tiefen und schweren Bodens keinen Erfolg. Auch die Sandböden an der Küste sind nicht geeignet. Man muß heute von vorne anfangen, neue Böden für diese Zucht finden. In Ber Tuvia hat man mit Erfolg begonnen Bananen zu pflanzen. Im Jordantal konnte man Bananen als Zwischenkulturen züchten (z. B. bei jungen Par> dessim in den ersten drei bis vier Jahren). Die Züchter sollten eine Organisation ins Leben rufen. Die Banane braucht schweren, aber nicht zu schweren Boden, der viel gedüngt werden muß. Es darf nicht mehr als 35 bis 40% Lehm im Boden vorhanden sein. Auf Sandböden leiden Gemüse und Bananen von den Nematoden. Die Aussichten der Obstbaumkultur in der Gebirgszone* Agr. Josef Weiz gibt in »Boust'nai« vom 28. September 1936 über die Erfahrungen einen Überblick, welche die Versuchsstation in Kirjath Anawim in den zehn Jahren ihres Bestandes gesammelt hat. Der Durchschnitt der Erträge kann als Maßstab genommen, ja sogar als Minimum betrachtet werden, denn es waren besonders ungünstige Jahre; die gezahlten Preise dürfen dagegen nicht als dauernde angesehen werden; sie waren und sind sehr hoch und werden zweifellos sinken, wenn die Obstproduktion steigen wird. Dies ist auch vom Standpunkt des Züchters wünschenswert, da er nur so das ausländische Obst auf den Märkten verdrängen kann. Der zu gewärtigende Preisfall ist auf 60 bis 70% zu schätzen. Weiz schlägt vor, daß im Rahmen einer gemischten Wirtschaft 7 Dunam mit Obst bepflanzt werden. Auf Grund seiner Berechnung würde der Siedler in dieser Pflanzung für 152 Arbeitstage, die er im Jahr aufwenden muß, einen Reinertrag von 50' £P erzielen, also einen Taglohn von 33 Piastern. Die Vorbereitung des Bodens erfordert bei unmittelbar kultivierbarem Boden 77 Arbeitstage, bei Boden, der erst geebnet und entsteint werden muß usw., 283 Arbeitstage für 7 Dunam. Dazu kommen 208 Arbeitstage während der ersten vier Jähre, da die Bäume noch keinen Ertrag geben. Heute verbraucht die palästinensische Bevölkerung etwa 25 kg Obst pro Kopf und Jahr. Wenn man annimmt, daß dieser Verbrauch durch das Fallen der Preise auf .40 kg steigen wird, so könnte eine solche Pflanzung Von 7 Dunam* mit ihrem Ertrag von 6000 kg 150 Menschen versorgen. Schon heute könnte die Produktion von 40.000 Dunam im Lande abgesetzt werden. Demgegenüber haben wir heute erst 23.000 bis 25.000 Dunam Obstkulturen, wovon 10.000 noch keine Frucht bringen. Die Landwirtschaftliche Mittelschule» Diese Anstalt in Pardess Chana, die vor drei Jahren von der Farmerorganisation gegründet wurde, ist in ein eigenes Haus übersiedelt. Die Fläche der intensiven Wirtschaft ist 130, jene des Ackerbaues 200 und gebirgig sind 150 Dunam. Derzeit hat die Anstalt 50 Schüler, von welchen 33 im Internat leben. Die Milcheinfuhr* Die Einfuhr an Milch entwickelte sich in den letzten Jahren wie folgt: Kondensmilch kg Wert in £P Milchpulver und Nährmilch kg Wert in £P Vollmilch kg Wert in £P 1933 1934 1935 1936 205.542 8.588 477.625 16.054 1,324.285 25.744 375.064 11.277 47.599 4.582 197.753 10.811 432.351 15.380 236.696 8.296 120.317 7.276 62.230 3.902 17.685 1.101 9.754 588 Bienenzucht/ Gegenwärtig gibt es 20.000 moderne Bienenstöcke mit einer Produktion von 500.000 kg Honig im Jahr. Die Zitrusblüte allein könnte 60.000 Stöcke