Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 19 (1936)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1936)
- Article
- Neueste Statistik [Nachricht]
- Date
- 1936-12-01
- Page
- Seite 641 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2379786-2379939-2379952--24082-2409913- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Der Wanderungsüberschuß im 1. bis 3. Quartal 1936 beträgt 12.157. Für die Juden ergibt sich ein Wanderungsüberschuß von 16.271, für die anderen Bevölkerungsgruppen ein Wanderungsverlust von 4114 Personen. (Siehe Nr. 10, Seite 533.) AUSSENHANDEL. Erhöhung des Außenhandels» Nachdem die Einfuhr in den ersten acht Monaten eine starke rückläufige Tendenz zeigte, ist für September eine bemerkenswerte Erholung zu verzeichnen. Gegen August stieg die Einfuhr von 868.616 £P auf 1,004.250 £P, liegt aber noch immer 28% unter dem Vorjahr. Die Ausfuhr stieg im September auf 12.319 £P gegen 63.850 £P im August und 55.790 £P im September 1935. Übereinkommen mit Ägypten» Am 28. Oktober veröffentlichte das Amtsblatt einen Notenwechsel mit der ägyptischen Regierung über eine Vereinbarung für ein Jahr, zur Erleichterung und Förderung der gegenseitigen Handelsbeziehungen durch eine allgemeine Politik der Herabsetzung der gegenseitigen Zolltarife, um den Handel zu vergrößern. Für Seife, Gemüse, Melonen und Zitrusfrüchte wurden Höchstsätze bestimmt. Der Handel mit Österreich» Im ersten Halbjahr 1936 wies der Handel mit Österreich nach der palästinensischen Statistik folgende Ziffern auf: Einfuhr aus Ausfuhr nach Österreich 1. Halbjahr 1935 ............ 189.537 £P 8933 £P 1. Halbjahr 1936 ............ 107.317 £P 9957 £P Die Einfuhr von Textilwaren aus Österreich ist im allgemeinen zurückgegangen, besonders die von Konfektionswaren von 331.000 ö. S auf 127.000 ö. S. Bloß die Einfuhr von Strickwaren erhöhte sich von 116.000 ö. S auf 219.000 ö. S. LANDWIRTSCHAFT UND KOLONISATION. Die Landwirtschaft im Süddistrikt» Nach dem Erntebericht der Regierung weist der Anbau von Futterpflanzen im Zusammenhang mit der Entwicklung der Milchwirtschaft im Süddistrikt eine entschiedene Zunahme auf. Auch der Wintergemüseanbau wurde im Süddistrikt auf Grund verstärkter Nachfrage und lohnender Preise ausgedehnt. Im Norddistrikt wurde durch Chamsine unter den jungen Herbstgemüsepflanzen beträchtlicher Schaden angerichtet, so daß in vielen Fällen Neuanpflanzungen nötig waren. Bewässerungsplan am Kischon» Ein Bewässerungsplan, der die Wasser des Kischon regulieren und ausnützen soll und 7000 Dunam erfaßt, wird von der Jewish Agency mit einem Kostenaufwand von 95.000 £P in Angriff genommen. Vergrößerung der Anbaufläche* Während der Dauer des arabischen Streiks ist die Gemüseanbaufläche der jüdischen Siedlungen um das Dreifache vergrößert worden. Die Jewish Agency hat die Bewässerung von 30 Siedlungen in Angriff genommen. Bananenzucht» In »Boust nai« Nr. 28 schreibt Agr. Sussmann über diesen Gegenstand: Nur 10% der Ernte stammt von jüdischen Züchtern. Als der ägyptische Markt verschlossen wurde, haben die jüdischen Pflanzer Bananen ausgerissen und Grapes gepflanzt. Dazu trugen Erkrankungen der Bananen bei. Inzwischen stieg im Lande die Nachfrage nach Bananen, die von arabischen Pflanzern in Jericho gedeckt wurde. Sie werden von der Regierung in jeder Weise unterstützt. In den jüdischen Kolonien im