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Palästina · 1936-12-01 · Heft 12 (Dezember 1936) · p. Seite 637

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Journal
Palästina
Volume
19 (1936)
Issue
Heft 12 (Dezember 1936)
Article
Die Königliche Kommission [Nachricht]
Date
1936-12-01
Page
Seite 637 (sequence 1)
Language
German
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Nachrichten und Daten Abgeschlossen am 5. Dezember 1936 POLITIK. Die Königliche Kommission» Die Eröffnungssitzung der Königlichen Kommission fand am 12. November im Beisein aller hohen Beamten und religiösen Oberhäupter in feierlicher Form statt. Bloß der Mufti fehlte in seiner doppelten Eigenschaft als Regierungsbeamter und religiöses Oberhaupt der Moslems. Der Boykott» Am 7. November beschloß das Oberste Komitee der Araber definitiv, die Königliche Kommission zu boykottieren. Ein Schreiben des Obersten Komitees an die Königliche Kommission. Das Arabische Oberste Komitee hat in einem an die Königliche Kommission gerichteten Schreiben die Gründe für den Boykott der Kommission auseinandergesetzt. Der Abbruch des Streiks, so wird erklärt, sei im Vertrauen auf England und im Glauben, daß die jüdische Einwanderung suspendiert würde, erfolgt, und die Erklärung des Kolonienministers, daß die Einwanderung bestehen bleibe, habe daher äußerstes Befremden hervorgerufen. Die britische Politik sei geeignet, das Land zu verjuden; der Anteil der Juden an der Gesamtbevölkerung Palästinas, der vor dem Kriege 7% betragen habe, sei bereits auf 30% gestiegen. Die Araberführer seien zwar von der Objektivität der Königlichen Kommission überzeugt, jedoch infolge des Beschlusses der englischen Regierung nicht bereit, die Kommission zu unterstützen. Fortsetzung des Terrors* Trotz des Waffenstillstandes kommt es da und dort zu Brandstiftungen, Baumfrevel, Sabotageakten, offenen Straßenraub und Feuerüberfällen, die bisher drei jüdische Schwerverwundete und beträchtlichen Sachschaden gefordert haben. Sogar das Gefängnis von Nur el Scherns wurde von einer bewaffneten Bande angegriffen. Mord an einem Polizeioffizier. Der arabische Polizeioffizier Mahmud Nahib und sein Chauffeur wurden von Aufständischen erschossen. Arabische Sturmtruppen. Die Muftipartei geht an die Organisierung der arabischen Jugend in militärischen Verbänden, die unter Dschemal Paschas Führung stehen und den Namen »Eiserne Garde« tragen. Auflassung des Konzentrationslagers. Am 10. November sind die letzten 33 Gefangenen des Lagers Serafend auf freien Fuß gesetzt worden. Entlassung jüdischer Hilfspolizisten. Im Bezirk von Jaffa sind von 400 eingestellten Hilfspolizisten 300 bereits entlassen worden. Bestätigung von Todesurteilen. Das Appellationsgericht hat die Berufung von drei Arabern, die wegen eines Überfalles auf englische Soldaten zum Tode verurteilt wurden, verworfen und die Empfehlung zur Begnadigung abgelehnt. Die Verluste. Bis 15. Oktober betrugen nach Angaben des Staatssekretärs für Kolonien im Unterhaus die Verluste während des Aufstandes: Zivilbevölkerung: 955 Moslems, davon 187 Tote; 388 Juden, davon 80 Tote; 65 Christen, davon 10 Tote. Militär: Heer, Flotte und Flugwaffe: 125 Offiziere und Mannschaften, davon 21 Tote; Polizei und Grenzschutz: 46 Engländer, davon 7 Tote; 49 Araber, davon 1 Toter. Die Demolierungen in Jaffa. Auf eine Anfrage im Unterhaus teilte der Staatssekretär für Kolonien mit, daß im ganzen 93 Häuser in Jaffa durch Pioniere demoliert worden seien.

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