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Palästina · 1936-11-01 · Heft 11 (November 1936) · p. Seite 598

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
19 (1936)
Issue
Heft 11 (November 1936)
Article
[Rezension] / a. b.
Date
1936-11-01
Page
Seite 598 (sequence 2)
Language
German
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spielen können. Praktisch wird dieser juristische Streit, der so alt ist wie das Mandatssystem, wohl wenig Bedeutung erlangen, denn es handelt sich hier, wie in allen politischen Fragen, darum, ob man die Macht hat, einen erhobenen Anspruch auch durchzusetzen. a. b. Abraham, Recent Discoveries and Hebrew Origins. By ^ir Leonard Woolley, Faber & Faber, London 1935, S. 299. — Der berühmte Archäologe unternimmt es, an Hand der Ergebnisse seiner Ausgrabungen in der uralten Sumererstadt tlr im heutigen Irak, die Erzählung der Bibel über Abraham auf ihre historische Genauigkeit zu prüfen. Zuerst erörtert der Autor übersichtlich diejenigen Fragen der Bibelforschung, die auf sein Thema Bezug haben und gibt eine Beschreibung der Lebensumstände in der einstigen Hauptstadt von Chaldäa und einen kurzen Abriß der Geschichte und religiösen Vorstellungen der Sumerer zur Zeit des Erzvaters. Diese Beschreibung gibt ein derart lebendiges Bild der damaligen Zeit und ihrer sozialen Zustände, daß sie dem Leser als greifbare Wirklichkeit erscheinen, die er miterlebt, als ob viertausend Jahre weggewischt wären. Dann wird die Geschichte Abrahams und seiner religiösen Entwicklung auf Grund der Bibel und der Ausgrabungen erzählt und auf ebenso geistreiche wie einfache Weise unter Zuhilfenahme der arabischen Folklore der Gegenwart uns so verständlich gemacht, daß die historische Genauigkeit und Richtigkeit der biblischen Erzählung unserer Vernunft bewiesen wird, ohne das religiöse Erlebnis weg zu erklären. Die Art und Weise, in der z. B. die Langlebigkeit des biblischen Abraham unangreifbar erklärt wird, ist eine reine Freude für den Leser. Das Buch ist in einem wunderbar einfachen und ebenso kunstvollem Englisch geschrieben. Seine Lektüre kann wärmstens empfohlen werden. 1. r. m. Die jüdische Arbeiterbewegung in Palästina. Von Dr. Walter Preuß. Neue umgearbeitete Auflage mit einem Vorwort von David Ben Gurion, Fiba-Verlag, Wien 1936, 328 Seiten. —- Wir haben die erste Auflage dieses Werkes, die in zwei Teilen erschienen war, im Jahrgang 1932 (S. 389) und 1933 (S. 216) besprochen. In der vorliegenden zweiten Auflage wird die Schilderung der Entwicklung bis zur Gegenwart geführt, insbesondere durch Einfügung eines Kapitels über die jüdische Arbeiterbewegung in den Jahren 1930 bis 1935 und die Ergänzung der Daten in den anderen Teilen, indes der frühere Text unverändert geblieben ist. Es ist daher auch die hier seinerzeit gemachte Bemerkung noch zu Recht bestehend, daß die Rolle der Zionistischen Organisation in der Darstellung allzu sehr an die Peripherie gerückt ist, gemäß der Neigung der palästinensischen Arbeiterbewegung, nach außen den Zusammenhang mit der sozialistischen Weltbewegung stärker zu betonen, als jenen mit der Zionistischen Organisation. Ohne deren ständige Hilfe und ohne den zionistischen Impetus hätten die Erfolge der jüdischen Arbeiter in Palästina kein so großes Ausmaß erreichen können, wie es der Fall ist. In bezug auf die innerzionistischen Kämpfe nimmt der Verfasser naturgemäß die Haltung seiner Partei ein. Abgesehen von diesen mehr prinzipiellen Bemerkungen ist zu sagen, daß das Buch von Preuß einen vollständigen Abriß der Entwicklung und der Leistungen der jüdischen Arbeiterschaft in Palästina gibt sowie die zahlreichen schwierigen Probleme, die auf ihrem Wege auftauchten, und die Art ihrer Lösung darstellt. Die Schilderung reicht bis zur jüngsten Gegenwart und enthält sogar noch die Schöpfung des »Bizur«. Dieses Buch ist ein äußerst wichtiger Informationsbehelf, denn die Leistungen der jüdischen Arbeiterschaft, ohne die das jüdische Palästina ein bloßer Traum geblieben wäre, sind selbst den meisten Zionisten nur in sehr oberflächlicher Weise bekannt und sie begnügen sich in der Apologie und im Parteikampf damit, sich nach Schlagworten

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