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Palästina · 1936-11-01 · Heft 11 (November 1936) · p. Seite 597

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
19 (1936)
Issue
Heft 11 (November 1936)
Article
[Rezension] / a. b.
Date
1936-11-01
Page
Seite 597 (sequence 2)
Language
German
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Frage der assyrischen Minderheit wird nicht berührt, jene der Kurden als »ungelöst« £)97 bezeichnet. Die Angriffe der Wahabiten, insbesondere jener von 1925, werden nicht erwähnt. Trotz solcher Lücken ist das Werk Fosters in seiner Gründlichkeit und Klarheit ein sehr wertvoller Behelf zum Studium der Verhältnisse des Irak, um so 9 mehr die bekannten englischen Werke über dieses Land nicht mehr up to date sind. Foster schließt mit einem sehr optimistischen Ausblick auf die Zukunft Iraks, dem man angesichts der Zerrissenheit seiner Bevölkerung, der Rückständigkeit des Ackerbaues, des Erziehungswesens, der Finanzen, der Unbotmäßigkeit der Beduinen, die einen großen Teil der Bevölkerung ausmachen, der Schwäche des jungen Herrschers und der von Ibn Saud trotz der 1932 und 1936 geschlossenen Verträge — drohenden Gefahr nicht voll beipflichten kann. Nach Niederschrift dieser Zeilen hat das Militär unter kurdischer Führung die Regierung abgesetzt und die eigene Herrschaft etabliert. Die Zukunft Iraks ist daher sehr dunkel. a. b. The New Iraqj Its Problem of Beduin Education. By Dr. Moh. Fadhel Jamal i, Columbia University, New York 1934, 160 Seiten. — Der Autor ist Generaldirektor des irakischen Erziehungswesens. In einer sehr eingehenden Studie beschreibt er aufs ausführlichste die soziologischen Verhältnisse der Beduinen, wie sie uns aus den Werken der Arabisten, namentlich jenen von Philby und Lawrence —- die Jamali oft zitiert —•, bekannt sind. Allerdings ist eine so klar gegliederte und alles Wesentliche in knappen Zügen enthaltende Darstellung der Materie unseres Wissens noch nicht erschienen. Im Irak, wo es viel Wasser gibt, sind die Beduinen viel stärker zur Halbseßhaftigkeit übergegangenen als in Arabien. Jamali entwirft ein Schema für die Erziehung der Kinder der Beduinen durch »peripatetische« Schulen, die auf Automobilen die Wüsten durchstreifen sollen. Es ist nicht bekannt, ob dieses 1934 entworfene System bereits probeweise in Funktion gesetzt worden ist. Immerhin gilt das Unterrichtsdepartement in Bagdad als das beste Ministerium des Irak und man kann daher annehmen, daß der Autor seine Pläne mit der Zeit in die Praxis umsetzen wird, falls nicht die politischen Umwälzungen in diesem Staate die Voraussetzungen dazu zerstören, werden. a. b. L'Appartenenza della Sovranitä Sui Territori Sotto Mandato* Von Dr. A d r i a n o Monarca, Verlag Tipografia, Pisa 1936, 57 Seiten. —■ Der Verfasser vertritt die These, daß die Souveränität über die Mandatsgebiete den »alliierten. und assoziierten Hauptmächten« zustehe. Mit dieser Auffassung steht der Autor heute so ziemlich allein da. Es kann hier nicht auf die reichhaltige. Literatur über diese Frage eingegangen werden. Der Autor kennt jedenfalls von den zionistischen Autoren über das Palästinamandat nur Dr. Bileski: Er geht daher auf die ausführlichen Erörterungen von Ernst Marcus in seinem Buche »Palästina — ein werdender Staat«, S. 43 ff., über diese Frage nicht ein, die geeignet sind, die Argumentation Monarcas zu entkräften, ebenso nicht auf jene von Dr. Manka Spiegel in: »Das völkerrechtliche Mandat«, S. 24 ff., deren Bemerkung, daß der Völkerbund Letztautorität ist, in der Literatur viel Gewicht beigelegt wird. Jedenfalls ist die Unklarheit der Rechtsgrundlagen so groß, daß aus ihnen nicht eindeutig zu bestimmen ist, wem die Souveränität über die Mandatsgebiete zusteht. Vorherrschend ist gegenwärtig die Ansicht, daß Völkerbund und Hauptmächte gemeinsam deren Träger sind. Die Auffassung Monarcas ist übrigens von aktuellem politischen Interesse, da Italien kein Mandat zugewiesen erhielt. Besteht die Ansicht Monarcas zu Recht, dann ist Italien als eine der Hauptmächte auch Mitträger der Souveränität über die Mandatsgebiete. Bei. Wiederauf rollung der Kolonialfrage würde dieses Argument eine Rolle

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