Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 19 (1936)
- Issue
- Heft 11 (November 1936)
- Article
- Das Landwirtschaftsjahr 5696 [Nachricht]
- Date
- 1936-11-01
- Page
- Seite 590 (sequence 2)
- Language
- German
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400*000 £. Die Produktion steigt. Das Land erzeugt 62 Millionen Eier, davon sind nur 10 Millionen aus jüdischen Siedlungen. Importiert wurden 1935 75 Millionen Eier. 1935 wurden für 1,764.000 £ Schlachtgeflügel und für 100.000 £ frisches Obst eingeführt. »Tnuvah« verkaufte 1935 um 410.000 £ Gemüse, Eier usw. Dazu kommen zirka 140.000 von jüdischen Wirtschaften, die nicht durch die »Tnuvah« verkauft wurden. Nur in Milch deckten die jüdischen Wirtschaften den größten Teil des Bedarfes der Juden, nicht aber in Milchprodukten. Butter wurde 1936 um 191.300 £ eingeführt. Ein Dunam gemischte Wirtschaft soll nach sachverständigem Urteil 15 £ netto per Dunam betragen. Die Traubenzucht ist wieder im Aufstieg. Die Weintraubenernte ergab 10.500 Tonnen, davon wurden 9200 Tonnen verarbeitet. Die Nachfrage nach Wein ist größer als das Angebot. Es werden den Züchtern 2 £ per Kantar Trauben gezahlt, ein sehr guter Preis. Die Nachfrage nach Tafeltrauben war sehr groß, weil wegen der Unruhen die Trauben aus arabischen Gegenden boykottiert wurden. Verkaufspreis 4.5 £ per Kantar. Die Mandeln sind fast völlig verschwunden. Die Oliven werden mehr gefragt. Der Ackerbau behauptet sich. Die letzten zwei Jahre waren für ihn gut, doch wird er von der intensiven Kultur zurückgedrängt, was begreiflich ist. 1935wurde der Ackerbauertrag in ganz Palästina mit 300.000 Tonnen geschätzt, Wert auf der Tenne 2 Millionen Pfund. Dieser Ertrag wurde von 8 Millionen Dunam erzielt (Winter- und Sommersaat). Im selben Jahr betfugen die Pardessim auf bloß 160.000 Dunam trotz der Dürre 5.8 Millionen Kisten am Baum, im Werte von 1.3 Millionen £P. Die gemischte Wirtschaft trug mindestens 0.7 Millionen £P (loko Feld). Diese zwei Erträge, zusammen 2 Millionen £P, kamen von bloß 200.000 Dunam. Die Wasserfunde werden immer überraschender. 1935 wurde Wasser gefunden: in der Umgebung von Kerkur, Athlit, im Emek Sebulun (Haifa-Bay), im Emek Jesreel, in Unter- und Obergaliläa. Die Untersuchungen zeigen, daß in jüdischem Besitz befindlichen Böden leicht in bewässerte umgewandelt werden können. Es gibt Pläne für Bewässerung von tausenden Dunam. Im Hulegebiet konnten die englischen Sachverständigen befriedigende Schlüsse aus ihren Untersuchungen ziehen. Dort werden 4000 bis 5000 Familien angesiedelt werden können.. Die Versuchsstationen der Regierung haben viel geleistet, besonders für Kartoffelbau sowie für die Verbesserung von Getreidesorten und der Viehzucht. Es sind jetzt sieben Stationen (Faradij, Jericho, Ein Arub, Beth Schean, . Medschel Sichern, Sarafend) und eine Zentrale (in Akko) im Lande vorhanden. Die Versuchsstation der J. A. hat ebenfalls ihre Tätigkeit erweitert. Sie untersucht, außer der sonstigen Tätigkeit, Pläne für Einführung von 10 Dunam gemischter Wirtschaft usw. In Mikweh Israel werden Düngungsversuche gemacht u. a. m. Das Weizmann-Institut ist 1935 eröffnet, worden und widmet sich dem Problem der Nebenindustrien der Zitrusfrüchte. Zitronenernte 1936/37» Im vorigen Jahr wurden 30.000 Kisten Zitronen versendet, für dieses Jahr rechnet man mit 50.000. Der Markt ist fest, da Sizilien trotz Aufhebung der Sanktionen wenig liefert, ebenso Südafrika. Nachfrage und Preise sind gut. Siedlung* Weitere Rückzahlung von Krediten* 24 Kwuzoth und Moschawim, einschließlich Ejn Charod und Nahalal haben dem Keren Hajessod 4553 £P als Rückzahlung von Darlehen überwiesen. Drei neue jüdische Dörfer» Die jüdischen Siedlungen Nahariah (bei Akko), Kibbuz- Haschomer-Hazair (bei Tiberias) und Kinnereth (bei Tiberias) wurden am 20. Oktober 1936 von der Regierung als selbständige Dörfer anerkannt.