Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 19 (1936)
- Issue
- Heft 11 (November 1936)
- Article
- Der syrisch-französische Vertragsentwurf [Nachricht]
- Date
- 1936-11-01
- Page
- Seite 585 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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- Beirut 1× ep/1047833
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unter dieser Bedingung stimmte Frankreich einer Eingliederung der Alauiten im Norden und der Drusen im Süden in den neuen syrischen Staat zu. Hingegen wurde die Sonderstellung der libanesischen Republik mit der Hauptstadt Beirut aufrecht erhalten und Frankreich wird mit dem Staate Libanon Verhandlungen auf der gleichen Basis führen wie mit Syrien und das letztere wird mit dem Libanon unter Kontrolle Frankreichs von Staat zu Staat unterhandeln. Die Verwaltungstrennung zwischen Syrien und der libanesischen Republik wird durchgeführt und die bisher einheitliche Zollverwaltung aufgelöst. Es bleibt abzuwarten, ob die Delegation der syrischen Nationalisten die Annahme dieses Vertrages durch ihre extremen Parteifreunde bei den Wahlen wird durchsetzen können. ÖFFENTLICHE VERWALTUNG- Die Einnahmen der Regierung im ersten Halbjahr 1936/37. Die Einnahmen der Regierung betrugen in der ersten Hälfte des Finanzjahres 1936/37 (Aprils—September 1936) 1,945.564 £P, die Ausgaben 1,970.612 £P, so daß ein kleines Defizit von 25.048 £P entstanden ist, um den sich der Budgetüberschuß vermindert. Gegenüber dem Vorjahr sind die Zolleinnahmen von 1,461.562 £P auf 819.498 £P, die Gesamteinnahmen von 2,968.612 £P auf 1,945.564 £P, also um fast ein Drittel, zurückgegangen. Rücktritt des Obersten Richters» Der Oberste Richter Sir Michael Mc Donnell ist zurückgetreten. An seine Stelle wurde der bisherige Generalstaatsanwalt und gegenwärtige Vertreter Palästinas vor der Mandatskommission, H. H. Trusted, ernannt. Zum Generalstaatsanwalt wurde der Staatsanwalt W. J. Fitzgerald ernannt, bisher Generalanwalt von Nord-Rhodesien. Sir M. Mc Donnell hat besonders durch seine scharfe Kritik der Notverordnungen der Regierung während des Generalstreiks die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich gelenkt. Seine Amtsperiode war durch Berufung zahlreicher Engländer zum Richteramt und durch äußerste Zurückhaltung in der Veröffentlichung von oberstgerichtlichen Entscheidungen bemerkenswert. Die jüdische Hilfspolizei. Die Regierung hat die Zahl der Hilfspolizisten auf 2800 Mann erhöht, die im Monat 6 £P Löhnung erhalten. Erst in der letzten Zeit hat die Regierung ihren Beitrag zur Löhnung von 30% auf 50% erhöht und zahlt monatlich etwa 8400 £P. Die Regierung hat ferner die Lizenzen für 1200 Jagdflinten erteilt, welche der Jischuw selbst erwerben muß. Die Polizisten wurden für sechs Monate angeworben. Neuzulassungen zum ärztlichen Beruf. Im August und September 1936 wurden 8 Ärzte, 11 Zahnärzte, 9 Apotheker und 8 Hebammen zur Berufsausübung neu zugelassen. Transjordanien* Bevölkerung. Die neueste Schätzung der Bevölkerung, die Resident Mr. Kirkbride in der Junisitzung der Mandatskommission bekanntgab, lautet: 190.000 Ansässige, 100.000 Halbnomaden, 30.000 Nomaden, zusammen 320.000. Jewish Agency* Beschluß des Kleinen Aktionskomitees. Am 12. Oktober fand eine Sitzung des Kleinen Aktionskomitees statt, in der Ben Gurion das Ende des Streiks auf die Furcht der Araberführer vor der großen Militärmacht im Lande, auf die Streikmüdigkeit der