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Palästina · 1936-11-01 · Heft 11 (November 1936) · p. Seite 583

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Journal
Palästina
Volume
19 (1936)
Issue
Heft 11 (November 1936)
Article
Der Aufruf der arabischen Fürsten [Nachricht]
Date
1936-11-01
Page
Seite 583 (sequence 2)
Language
German
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Wir verlassen uns auf den guten Willen unseres Verbündeten Großbritannien, das seinem Entschluß, Gerechtigkeit walten zu lassen, Ausdruck verliehen hat. Ihr könnt unserem Wunsche vertrauen, unsere Bemühungen, Euch zu helfen, auch weiter fortzusetzen.« Jeder der drei Herrscher hatte einen gleichlautenden Aufruf erlassen, es wurde also kein gemeinsamer mit den drei Unterschriften veröffentlicht. Der Aufruf des Obersten Arabischen Komitees. Das Oberste Arabische Komitee erließ seinerseits folgenden Aufruf zum Streikabbruch: »Die arabische Nation in Palästina proklamierte einen Streik und beschloß seine Fortsetzung angesichts der ungeheuren Gefahren, die die Nation als Ergebnis der gegenwärtigen Politik und der Vorenthaltung ihrer politischen Rechte bedrohen. Sie hat in einer erstaunlichen Weise der ganzen Welt gegenüber ihre feste Überzeugung kundgetan, daß eine Änderung der gegenwärtigen Politik dringend nottut. Es liegt jedoch in unserer vererbten Tradition, den Wünschen der arabischen Könige und Fürsten Folge zu leisten. Das Oberste Komitee ist fest überzeugt, daß die Herrscher ihren Söhnen nicht befehlen würden, dies zu tun, wenn es nicht in deren Interesse und im Interesse der Wahrung der Rechte der Nation gelegen wäre. Das Oberste Komitee erkennt den großen Vorteil der Intervention und der Unterstützung der Herrscher und appelliert an die Araber, den Streik und die Unruhen zu beenden.« Eine Erklärung der Exekutive zum Streikabbruch. David Ben Gurion, der Vorsitzende der Exekutive der Jewish Agency in Jerusalem, gab über das Ende des Generalstreiks folgende Erklärung ab: »Als der Streik proklamiert wurde, waren wir nicht bestürzt; jetzt, da er beendet ist, geben wir uns nicht der Freude hin. Der Streik endet mit einem vollständigen Mißerfolg. Die Araber haben von den von ihnen proklamierten Zielen nichts erreicht. Sie haben im Gegenteil, wenn es noch weiterer Beweise bedurft hätte, der ganzen Welt aufs neue gezeigt, daß schon jetzt Palästina nicht mehr ein rein arabisches Land ist. Der Streik hat das Leben im Lande nicht lahmlegen können, nicht einmal in den arabischen Dörfern, geschweige denn in Haifa und seinem Hafen. Er hat die arabischen Post- und Eisenbahnarbeiter nicht erfassen können, die sich in ihrer Gesamtheit weigerten, sich am Streik zu beteiligen. Die Araber, die überhaupt am Streik teilnahmen, wurden durch Einschüchterung und Terror dazu gezwungen. Der arabische Streik schädigte den Jischuw nicht, sondern offenbarte im Gegenteil, daß die jüdische wirtschaftliche Struktur nicht von den Arabern abhängig ist. Indirekt trug der Streik sogar dazu bei, das jüdische Wirtschaftsleben im Lande zu befestigen, was durch den Beginn des Baues eines Hafens in Tel Aviv und durch Eindringen der jüdischen Arbeit in jüdischen landwirtschaftlichen Kolonien sowohl wie in Schiffahrt und öffentliche Arbeiten der Regierung illustriert wird. Der Streik hat die Juden nicht in Angst versetzt, die ihre Arbeiten und den Verkehr auf den Straßen sowie die Einwanderung ins Land ohne jede Unterbrechung aufrecht erhielten. Die arabischen Führer, die für den Streik und Terror verantwortlich sind, werden nun zu zeigen haben, daß sie Terror nicht nur hervorrufen, sondern ihm auch ein Ende machen können. Die Aufrufe der arabischen Könige sind unter dem Druck der arabischen Führer in Palästina zustande gekommen, die bemüht waren, ihr Gesicht zu wahren. Was die politischen Forderungen der Araber betrifft, so begannen sie nicht mit dem Streik, noch macht dessen Zusammenbruch ihnen ein Ende. Das ist ein Kampf, der uns noch bevorsteht. Die Zeit, die Bilanz zu ziehen und unsere Beschwerden vorzubringen, ist noch nicht gekommen.«

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