Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 19 (1936)
- Issue
- Heft 11 (November 1936)
- Date
- 1936-11-01
- Page
- None (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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PALÄSTINA ZEITSCHRIFT FÜR DEN AUFBAU PALÄSTINAS XIX. Jahrg. November 1936 Nr. 11 Verfall der natürlichen Bedingungen Palästinas in der nachjüdischen Zeit Von Dr. M* Avnimelech, Jerusalem. Im Folgenden werden Fragen erörtert, die mehr als einmal die Erforscher Palästinas beschäftigt haben, und es ist daher auf Grund der vielen Untersuchungen und Darstellungen möglich, hierüber ein reiches Material zusammenzustellen. Hier soll nur ein Überblick vom Standpunkt des Geologen gegeben werden, der sich mit der Untersuchung des Landes befaßt. A» »Ein Land» das von Milch und Honig fließt« und Palästina von heute* In der Geschichte der neuen jüdischen Kolonisation Palästinas fanden sich viele Stimmen, welche auf die großen Schwierigkeiten hinwiesen und die Möglichkeit der landwirtschaftlichen Entwicklung Palästinas bezweifelten; diese erhoben sich gleich bei Beginn und die Diskussion wurde noch eine geraume Zeit fortgeführt. Angesichts der Verödung großer Teile des Landes erscheinen die Zeugnisse der Bibel und späterer Urkunden als erheblich übertrieben oder als Beweise für die Genügsamkeit der damaligen Bewohner des Landes, denen die dürftigen Verhältnisse Palästinas reich dünkten — im Vergleich zu den Wüsten Arabiens. Es herrschte früher die Ansicht, die man auch noch heute hören kann, daß die klimatischen Verhältnisse Palästinas in der Vergangenheit besser waren als jetzt. Die Diskussion darüber ist noch nicht abgeschlossen; jedoch haben die wissenschaftlichen Untersuchungen der letzten Jahre, zusammen mit den praktischen Erfahrungen der jüdischen Kolonisation, die Frage klimatischer Schwankungen in Palästina in völlig ausreichender Weise geklärt. Die meteorologischen, geologischen, botanischen, zoologischen, prähistorischen und historischen Untersuchungen geben allen Grund zu der Annahme, daß zum mindesten in historischer Zeit das Klima Palästinas keine grundlegenden Änderungen erfahren hat. Wenn es auch in dieser Zeit normalen, periodischen Schwankungen unterlag, traten dessen Maxima und Minima doch in mehr oder weniger regelmäßiger Weise auf, so daß Zeiten des Überflusses und des Mangels nur ziemlich kurz waren. Man kann sagen, daß periodische Schwankungen innerhalb bestimmter Grenzen das Klima Palästinas in Gegenwart und Vergangenheit gleichermaßen charakterisierten. Diese Verhältnisse spiegeln sich in der Natur des Landes und in seinem Leben. Und wie das Klima des Landes beständig blieb, blieben es auch die wichtigsten