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Palästina · 1936-10-01 · Heft 10 (Oktober 1936) · p. Seite 527

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Journal
Palästina
Volume
19 (1936)
Issue
Heft 10 (Oktober 1936)
Article
Palästina-Gründungen im September 1936
Date
1936-10-01
Page
Seite 527 (sequence 3)
Language
German
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Gründungstätigkeit Die Gründungstätigkeit in den ersten drei Quartalen 1936, verglichen mit dem korrespondierenden Vorjahrsabschnitt, weist folgende Gestaltung auf: Im Jänner—September 1936 wurden im Ganzen 623 (Jänner— September 1935: 902) Firmen neu registriert, davon 115 (146) Genossenschaften, 120 (234) Aktiengesellschaften, 387 (518) offene Handelsgesellschaften und 1 (4) Kommanditgesellschaft. Das Aktienkapital der im Jänner—September 1936 neu registrierten Aktiengesellschaften betrug insgesamt 770.824. £P (Jänner—September 1935: 3,062.616 £P); außerdem bewirkten 37 (49) Kapitalerhöhungen bei bereits bestehenden Aktiengesellschaften eine Kapitalneubildung von insgesamt 666.760 (2,399.685) £P. Nachrichten und Daten S£]|r POLITIK. Ende des Generalstreiks! Am 11. Oktober erließ das Oberste arabische Komitee den unten erwähnten Aufruf, in dem die Beendigung des Generalstreiks verkündet wird. Dieser Entschluß wird damit begründet, daß das Komitee dem Rat ihrer Fürsten folge und den Streik im Vertrauen auf die Gerechtigkeit und die Versprechungen Englands beende. Diese Nachricht erreicht die Redaktion zur Zeit der Drucklegung. Um die Einführung des Kriegsrechtes» In den letzten vier Wochen, die in den sechsten Monat des Generalstreiks hinüberleiten, ist der Versuch, mit den Arabern zu einer Einigung zu kommen, fortgesetzt worden. Wenn es zur Zeit der Erklärung der britischen Regierung über die Entsendung der Verstärkungen nach Palästina, den Anschein hatte, als ob alles Zögern und Verhandeln nun ein Ende hätte, so war dies eben nur ein weiteres wirksames Mittel zur erfolgreichen Durchführung eines Kompromisses. Mit jedem Tag mußte für das arabische Komitee die Entfaltung der britischen Macht wirklicher und eindrucksvoller und die Versuchung, durch die Intervention der arabischen Fürsten mit gemindertem Prestige doch einigermaßen heil aus einer Sackgasse auszukommen, verlockender werden. So hat sich schließlich nicht viel geändert. Der Kleinkrieg geht weiter, Überfälle auf jüdisches Leben und Eigentum dauern an, die Zahl der getöteten Juden ist auf neunzig gestiegen. Die Aufständischen sind besser organisiert und ausgerüstet als je, sie rekrutieren und requirieren, als ob es keine Mandatsverwaltung gäbe, sie erhalten Verstärkungen aus den Nachbarländern, als ob es keine Grenzwache gäbe, sie haben in dem nordsyrischen Landsknecht Fasi Bey al Kaukadschi einen geeigneten Anführer, der einen Preis auf den Kopf des britischen Kommandanten gesetzt hat und durch die Ermordung loyaler Polizeibeamten, wie Ali Khalil in Jerusalem, oder säumiger Kontributionszahler, wie Hadsch Khalil Taha in Haifa bewiesen hat, daß er durchaus befähigt ist, gegen die Mandatsregierung das Land zu verwalten. Diese Schwäche der von Spionen und unzuverlässigen Arabern durchsetzten Verwaltung kostet das Blut der Juden wie der britischen Soldaten und das Geld und die Sicherheit der terrorisierten Bevölkerung. Die Kämpfe mit den besser organisierten Aufständischen werden verlustreicher; an einem Tag (am 10. September) fielen 66 Aufständische und 11 Soldaten. Zur selben Zeit verhandelt der Hochkommissär und der Oberkommandant mit dem arabischen Komitee und damit indirekt mit den Aufständischen. Es hat sich also nichts gegenüber dem Vormonat geändert. Nur eines: An Stelle der Vermittlung Nuri Paschas ist die vereinigte Aktion der vier arabischen

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