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Palästina · 1936-10-01 · Heft 10 (Oktober 1936) · p. Seite 513

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Journal
Palästina
Volume
19 (1936)
Issue
Heft 10 (Oktober 1936)
Article
Das Ineinandergreifen der Kreditinstitute in Palästina
Date
1936-10-01
Page
Seite 513 (sequence 4)
Language
German
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Unter den kleineren Banken herrscht die Tendenz vor, mit lokalen Versicherungsgesellschaften zusammenzuarbeiten. So ist die Japhets-Bank an der Migdah Versicherungsgesellschaft, interessiert, während die As/zrai-Gesellschaft mit der Palestine General Insurance und Palestine Lloyds Underwriters eng zusammenzuarbeiten scheint und die Belgo Palestine~Bank an der Lion, Versicherungsgesellschaft, interessiert ist. Ohne Zweifel besteht auch eine Interessengemeinschaft zwischen der Arbeiter-Bank und der HassneK Versicherungsgesellschaft. Die Araber haben sich ein Beispiel an den Juden genommen und beginnen ihrerseits Banken zu gründen. Auf Initiative der Arab^Bank wurde die Ar ab IndusttiaUBank und Arab AgriculturaUBank gegründet. Die erstere hat ihre Arbeiten aber noch nicht begonnen. Eine große Anzahl von Instituten unterstützt das jüdische landwirtschaftliche Siedlungswerk und eine engere Zusammenarbeit derselben wäre ein Schritt zu einer dirigierten Wirtschaft. Aus besonderen politischen Gründen gibt es nicht eine, sondern drei Institute zur Gewährung langfristiger Kredite an die Landwirtschaft. Es fehlt jedoch ein Institut zur Gewährung langfristiger Kredite an die Industrie. Es ist dringend zu hoffen, daß diese Lücke in der gegenwärtigen Periode der Konsolidierung geschlossen wird. Rundschau POLITIK. Von a. b. Die Beschlüsse des englischen Kabinettsrates vom 2. September und der Brief des Kolonialministers an Weizmann, vom 3. September, haben die wohl begründet gewesene Befürchtung, daß die jüdische Einwanderung vorübergehend gesperrt werde, vorläufig zerstreut. Über die Gründe jenes Beschlusses lassen sich nur Mutmaßungen aufstellen. Vom Standpunkt des Imperiums aus können sie nicht überraschen. Niemand, der die Ereignisse verfolgte, hat begreifen können, daß Großbritannien durch ein schwächliches und zaghaftes Verhalten gegenüber ein paar tausend Terroristen in Palästina, die erklärten, Krieg gegen die englische Weltmacht zu führen, sein Prestige im Nahen Osten — und natürlich auch in der ganzen Welt — täglich mehr sinken ließ. Die vielen Niederlagen, die sich die englische Politik seit einem Jahre in der Welt geholt hatte, die Unentschlossenheit seiner politischen Führung und die offensichtliche Neigung der Regierung, dem Reiche »Ruhe um jeden Preis« zu erkaufen, hatten dem Imperium ohnehin schon vorher einen großen Verlust an Prestige, namentlich im Orient, eingetragen. Vielleicht waren es die Militärs, die in London schließlich den Sieg über die Politiker davongetragen haben, indem sie energisch darauf hinwiesen, daß Großbritannien nicht als geschlagen aus dem Zusammenstoß mit arabischen Freischärlern hervorgehen dürfe und daß in dem Verteidigungsdreieck Cypern—Suez—Haifa der letztgenannte Hafen, Endpunkt der Öllinie und Ausgangsstation für den Weg nach Bagdad, fest in britischer Hand sein müsse, umsomehr, als diese Mittelmeerstellung durch die jüngsten Ereignisse in der Weltpolitik für die Verteidigung der Verbindungswege Großbritannien eine besondere Bedeutung erlangt habe. Einen gewissen Einfluß auf die Entscheidung mögen auch die aus politischen Kreisen Amerikas und mancher Dominions erhobenen Vorstellungen gehabt haben. So entschloß sich der Kabinettsrat, den ihm von den Terroristen hingeworfenen Fehdehandschuh endlich und in solenner Form aufzunehmen. Der öffentlich angekündigte Abbruch der Manöver, um sofort eine

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