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Palästina · 1936-09-01 · Heft 9 (September 1936) · p. Seite 489

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
19 (1936)
Issue
Heft 9 (September 1936)
Article
[Rezension] / e. m.
Date
1936-09-01
Page
Seite 489 (sequence 2)
Language
German
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lieh einsieht, daß der Zionismus eine spezifische Bewegung ist und innerhalb seiner Sphäre mit Klischees nichts anfangen kann, die von den anderen Völkern abgelegt worden sind. Es entbehrt auch der Würde, wenn zionistische Gruppen glauben, sich vor einem nichtzionistischen Forum über ihr Tun rechtfertigen zu müssen. Die Welt hat genug an Partei-Ketzergerichten und die jüdische Frage ist so ernst und verzweifelt, daß diejenigen, die ihrer Lösung ihr Leben weihen, sich darauf konzentrieren könnten, ohne sich für ihr Tu« vor den Dogmatikern der Welterlösung zu rechtfertigen, e. m. Lawrence Bachajim Uwaagadah (Lawrence im Leben und in der Legende). Mit einer Karte. Von Michael Assaf, Verlag »Dawar«, Tel Aviv 5696, S. 224. — Der im Mai 1935 bei einem Unfall ums Leben gekommene Oberst Lawrence ist eine der interessantesten Figuren der Geschichte, so daß sich schon zu seinen Lebzeiten Legenden um ihn gesponnen haben. Seine wichtigste Tat war die Entfachung und Führung der arabischen Revolte gegen die Türkei im Weltkrieg. Politisch ist er besonders in der Konferenz von Kairo (März 1921) als Berater Churchills aufgetreten, in der beschlossen wurde, Feisal zum König von Irak und Abdullah zum Emir des von Cisjordanien abzutrennenden Transjordanien zu machen. Lawrence hat damals (wie aus seinen Mitteilungen an Graves und an Namier hervorgeht) eine freundliche Haltung gegenüber einem »gemäßigten« Zionismus eingenommen und geschrieben: »Ein zionistischer Erfolg würde die materielle Entwicklung von Arabien, Syrien und Irak enorm verstärken«. Unser Mitarbeiter, Michael Assaf, hat das Lebensbild Lawrence für das hebräischlesende Publikum gezeichnet. Die meisterhaften Schilderungen, die Lawrence von seinem Kriegszug mit den Beduinen entworfen hatte (»Seven Pillars of Wisdom« und »Revolt in the Desert«), sowie die vielen in England erschienenen Bücher über ihn waren seine Quellen. (Für eine zweite Auflage wäre die Beigabe eines Verzeichnisses der Lawrence-Literatur zu empfehlen.) Assafs Buch ist spannend geschrieben und legt besonderes Gewicht auf die innere Haltung von Lawrence zu den Arabern und den Juden. Seine Meinungen über diese werden in einem sehr interessanten Schlußkapitel zusammengefaßt. Lawrence sah trotz seiner Liebe zu den Arabern sehr genau die Unterschiede zwischen ihren intellektuellen und charakterologischen Anlagen und jenen der Europäer, nur setzt er die der Juden als semitischem Stamm (die er anscheinend sehr wenig kannte), trotz ihrer Europäisierung, fast vollkommen denen der Araber gleich. a. b. Berichtigung» In unserer August-Nummer, Seite 416 bis 418 erschien ein Aufsatz über das Filmwesen in Palästina von Dr. Alfred Marcus. Der Name des Autors soll richtig heißen: Alfred Markus. Schluß des redaktionellen Teiles. Wir bitten dringendst, alle Zuschriften, die die Administration betreffen, an diese und nicht an die Redaktion zu senden. Herausgeber und verantwortl. Redakteur: Adolf Böhm, Wien XVI., Wilhelminenstraße 28. — Eigentum: Hersl'Klub, Wien I., Elisabethstraße 1. — Verlag u. Administration: Fiba'Verlag, Wien VI., Gumpendorfer' Straße 10. — Druck: C. Schneid, Wien VIII., Lerchenfeldefstraße 146, Telephone B'43'0'35 u. B'43'0'36.

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