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Palästina · 1936-09-01 · Heft 9 (September 1936) · p. Seite 483

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
19 (1936)
Issue
Heft 9 (September 1936)
Article
Wasserfunde in Beith Gan [Nachricht]
Date
1936-09-01
Page
Seite 483 (sequence 2)
Language
German
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pro Stunde gemacht. Dieser Fund bedeutet für die 130 Seelen starke Kolonie die wirkliche Ausnützung ihrer 7000 Dunam Boden und ist auch ein Beweis für das Vorhandensein eines reichen Grundwasserstrom im Unteren Galil. Die Umformung des Typus des Moschaw* Infolge der allzu starken Inanspruchnahme der Siedler, des auf Selbstarbeit und gegenseitige Hilfe beruhenden Moschaw, die jahrelang 12 bis 14 Stunden täglich arbeiten müssen, wurde in Tel Adaschim der gelungene Versuch gemacht, durch kollektiven Getreideanbau diesen zu mechanisieren und rationalisieren und dadurch eine große Zahl von Arbeitstagen zu ersparen. Auch die Anpflanzung von Fruchtbäumen erfolgte gemeinsam. Ebenso sollen Geflügelwirtschaft, Kuhstall und Futterbau künftig gemeinsam gestaltet und so den Siedlern wirklich Ruhe und Erholung sowie Freizeitgestaltung ermöglicht werden. Damit würde der Moschaw wieder Anziehungskraft auf die Jugend ausüben. Die Verluste der Landwirtschaft, Nach einem amtlichen Bericht sind vom 19. April bis 16. Juli 141.491 Bäume beschädigt oder ausgerodet und die Ernte von 11.320 Dunam vernichtet worden. Die diesjährige Weinernte* Heuer wurden in den jüdischen Weingärten in Judäa und Samaria 11.160 Kantar Weintrauben geerntet; davon wurden 1500 Kantar auf den Märkten und 9660 an Weinkellereien verkauft. Im Vorjahr betrug die Ernte 8600 Kantar, die an Weinkellereien verkauft wwden. Die verkaufte Ernte hat einen Gesamtwert von 30.000 £P. Überall wurden die Arbeiten ausschließlich von jüdischen Arbeitern verrichtet. In Sichron Jakob erhielten sie einen Taglohn von 120 Mil, in Rischon-le-Zion 120 bis 140 Mil und in Gederah 105 Mil. In Gederah und Rischon wTurde durch Araber beträchtlicher Schaden in den Weingärten angerichtet. Der Kartoffelhau« Der Leiter des Landwirtschaftsdepartments der Regierung führt in seinem Augustbericht über die Bedeutung des Kartoffelbaus aus: Im Jahre 1930 betrug die Kartoffelerzeugung 1000 Tonnen und die Einfuhr 7000 Tonnen. Im Jahre 1935 6000 und 16.000 Tonnen. Der Durchschnittsertrag pro Dunam war 600 bis 800 kg und auf bewässertem Boden 1 bis 134 Tonnen. Bemerkenswert ist, daß sich Kartoffeln zum Anbau zwischen Frucht und Zitruspflanzen eignen. Der Verbrauch beträgt 14 kg pro Kopf und Jahr, während er in England zehnmal so hoch ist. Bei entsprechender Erziehung könnte der Verbrauch von 20.000 auf 200.000 Tonnen gesteigert werden und der Verbrauch von Reis, der gegenwärtig im Werte von 200.000 £P eingeführt wird, zurückgedrängt werden. Die Araber verbrauchen fast keine Kartoffeln. STÄDTE* Tel Aviv* Der Hafen» Die Regierung hat der Jewish Agency mitgeteilt, daß die Auf- und Ausladestelle von Tel Aviv zu denjenigen Häfen gezählt werde, über die Zitrusfrüchte ausgeführt werden dürfen. Bisher hatten nur Jaffa und Haifa diese Erlaubnis. Gegenwärtig werden im Hafen täglich 300 Tonnen gelöscht. Verstärkung der Polizei» Die Stadtpolizei wurde zum Schutze der Randsiedlungen um 50 jüdische Polizisten verstärkt. Sparmaßnahmen» Der Stadtrat von Tel Aviv hat für das Finanzjahr 1936/37 eine Kürzung des Budgets um 37.000 £ beschlossen. Durch Beamtenabbau und Kürzung der übrigen Ausgaben soll dies erreicht werden, ohne daß die öffentlichen Leistungen dadurch eine Minderung erfahren. Die Flüchtlingsfrage, Der Ausschuß für Flüchtlingsfürsorge hatte beschlossen, die Flüchtlingsheime und Küchen aufzulösen und den Flüchtlingen Geldunterstützungen für

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