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Palästina · 1936-09-01 · Heft 9 (September 1936) · p. Seite 456

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Journal
Palästina
Volume
19 (1936)
Issue
Heft 9 (September 1936)
Article
Die Kibbuzim im Anfang 1936
Date
1936-09-01
Page
Seite 456 (sequence 1)
Language
German
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Die Kibbuzim im Anfang 1936 Von Dr. G* Cyderowitsch, Tel Aviv. Der Kibbuzausschuß der Arbeiterbank hat auch für das Jahr 1935 statistisches Material über die Kibbuzim gesammelt und bearbeitet. Das Tabellenwerk ist reichlich ausgestattet und übersichtlich gruppiert und die Ergebnisse lassen wichtige Schlußfolgerungen für eine Reihe von Jahren zu. Der Arbeiterbank ist dafür zu danken, daß sie sich der mühsamen Zusammenstellung des Materials unterzog. Die Kibbuzim sind in ihren wirtschaftlichen Grundlagen nur sehr wenig untersucht worden und es fehlen die meisten grundlegenden Daten, die über diesen Typus der Kolonisation Aufschluß geben, obwohl die Kibbuzim eine starke Kraft der jüdischen Arbeitersiedlung darstellen. In einem anderen Zusammenhang (»Palästina« Nr. 8/9, 1935) haben wir darauf hingewiesen, daß der Kibbuz eine Arbeitersiedlung repräsentiert, die mit der Kwuzah zwar kollektive Lebensführung und Arbeitsleistung gemein hat, zum Unterschied von ihr jedoch sein Einkommen zu ganz erheblichem Teil aus Außenarbeiten bezieht, bis zu dem Zeitpunkt, da das Ansiedlungsvorhaben mehr oder weniger verwirklicht ist. Daraus ersieht man, welch grundlegende Bedeutung die Kibbuzim als Typ der Ansiedlung haben und es ist leicht, sich von den verwickelten Problemen eine Vorstellung zu machen, die mit dem Kibbuz verbunden sind, wie: Boden, Wohnverhältnisse, Arbeitsbedingungen, Kreditlage. Die letzten Jahre standen im Zeichen einer beträchtlichen Vermehrung der Anzahl der Kibbuzim und ihrer Mitglieder. Wie aus den Angaben, die dem Kibbuzausschuß bei der Arbeiterbank zur Verfügung stehen, hervorgeht, erhöhte sich die Mitgliederzahl der Kibbuzim von 2095 im Juni 1931, auf 2746 im Juni 1932 und auf 4286 im Februar 1934. Mit 6988 im Februar 1936 erreichte die Zahl der Mitglieder ihren vorläufigen Höhepunkt. Bei Hinzurechnung der Angehörigen (Eltern und Kinder) ergeben sich in denselben Jahren folgende Zahlen: 1931: 2185 Personen, 1932: 2908, 1934: 4596, Februar 1936: 7877 Personen. Die Anzahl der Kinder stieg von 90 im Jahre 1931 auf 646 im Februar 1936. Bei Erörterung des Lebensstandards werden wir dieses besondere Problem der Kibbuzim besprechen. Die Vermehrung der Mitglieder der Kibbuzim ist deshalb von besonderem Interesse, weil sie überwiegend in die Zeit der Konjunktur fällt, die sich durch eine starke Abwanderung vom Land in die Stadt auszeichnete, von der auch die Kibbuzim nicht verschont blieben. Im. Jahre 1935 verließen in den 49 Kibbuzim 444 Mitglieder und 831 Anwärter ihren Platz. Im Vergleich zu den Vorjahren ist jedoch im Gegensatz zur allgemeinen Abwanderungstendenz eine Abschwächung der Abwanderung aus den Kibbuzim festzustellen. Während im Jahre 1933 die Zahl der abgewanderten Chawerim rund 17% der Kibbuzmitglieder betrug, stellte sie sich im vergangenen Jahr auf 9.6%. Die Kibbuzanwärter haben einen durchaus geringeren Widerstand gegenüber der Anziehungskraft der Stadt gezeigt. Während 1933 die Abwanderungsquote bei diesen lediglich 5% der Gesamtziffer betrug, schnellte sie im abgelaufenen Jahre auf 18% empor. Für die einzelnen Landesverbände zeigt die Äbwanderungsbewegung wesentliche Unterschiede, wie sie nachstehende Gegenüberstellung illustriert: Beim Kibbuz Hameuchad sank die Abwanderungsquote für Mitglieder von 16% auf 6.2%; für Anwärter stieg sie indes von 10% auf 26%. Beim Haschomer Hazair verringerte sich die Abwanderung der Mitglieder nur ganz geringfügig, nämlich von 11 auf 10.3!%, die Abwanderungsquote der Anwärter machte aber im vergangenen Jahr nur 2% aus (1933 fand fast keine Abwanderung der Neuaufgenommenen statt). Der Kibbuzverband Chewer Hakwuzoth zeigt für Mitglieder und Anwärter zusammen eine Abwanderungsquote von 23.8%, was im Vergleich zu 1933

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