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Palästina · 1936-08-01 · Heft 8 (August 1936) · p. Seite 434

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
19 (1936)
Issue
Heft 8 (August 1936)
Article
[Rezension]
Date
1936-08-01
Page
Seite 434 (sequence 2)
Language
German
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Zeit eine hohe Anerkennung in der Fachwelt errungen. Der hier kurz angedeutete Inhalt soll auch dem Laien zeigen, daß hier zum ersten Male der Versuch geglückt ist, die bisherigen Forschungsergebnisse der Zoologie in Palästina zu einem Ganzen klar zusammenzufassen und nach vielen Richtungen neue Wege zu weisen. Die zoologische Forschung vor Bodenheimer hat, wenn auch noch lange nicht vollkommen und für die verschiedenen Tiergruppen ganz ungleichwertig, durch die Aufarbeitung der einzelnen Sammelergebnisse die systematischen Grundlagen dafür geliefert. Erst seit der Gründung der biologischen Abteilung an der Hebräischen Universität und (für die Insekten) auch der landwirtschaftlichen Versuchsstation in Rechoboth wurden die Lebensbedingungen der Tiere eingehender erforscht und die Ergebnisse dieser rein jüdischen Forschungsarbeit sind zum großen Teil weit über die Grenzen des Orients hinaus von allgemeiner wissenschaftlicher und wirtschaftlicher Bedeutung geworden. An diesen Untersuchungen haben besonders die bisherigen Arbeiten Bodenheimers den hervorragendsten Anteil. Sowohl die Forschungsergebnisse der Systematik, als auch die der Ökologie (Lehre von den Lebensbedingungen) und überdies die der Tiergeographie kommen im vorliegenden Werke in einer überaus glücklichen Synthese zum Ausdruck, so daß es wohl für die Faunenwerke der meisten Länder als Beispiel dienen kann. (Nebenbei bemerkt, wurde seine Bedeutung auch durch die Wahl des Autors zum Mitglied der »Societe de Biogeographie, Paris« international anerkannt. Das Werk selbst gliedert sich in zwei Hauptabschnitte, einen allgemeinen Teil und einen speziellen. Im allgemeinen Teil wird nach einem Überblick über die Geschichte der zoologischen Erforschung des - Landes die einzigartige tiergeographische Stellung Palästinas sehr eingehend besprochen und in einem gewissen Zusammenhang damit auch die Paläontologie (von der Trilobitenfauna des Cambrium bis in die geschichtliche Zeit). Für den Laien besonders instruktiv ist das Kapitel über die allgemeine Ökologie des Tierlebens in Palästina, da in ihm das Makro- und Mikroklima, die Bodenverhältnisse in den verschiedenen Teilen des Landes und schließlich die für alles Leben auf der Erde ausschlaggebende Vegetation besprochen werden und der entscheidende Einfluß dieser Faktoren auf das Tierleben von den verschiedensten Gesichtspunkten aus beleuchtet wird. Zahlreiche Tabellen, graphische Darstellungen und Abbildungen erleichtern auch dem Fernerstehenden das Eindringen in die Materie. In diesem Kapitel unternimmt Bodenheimer auch den Versuch, die tiersoziologischen Verhältnisse aus ihren oft engen Beziehungen zu den pflanzensoziologischen zu erklären und zeigt damit den Weg zu einer außerordentlich wichtigen Forschungsrichtung auf, die nicht nur theoretisch-wissenschaftlichen Wert besitzt, sondern auch für den Aufbau des Landes manche wichtige Aufgabe zu erfüllen hätte. Im zweiten Hauptabschnitt, dem speziellen Teil, behandelt der Autor alle hier auftretenden Tiergruppen in systematischer Reihenfolge, geht aber bei jeder einzelnen Gruppe weit über die bloße Systematik hinaus. Mit Recht betitelt der Autor sein Werk nicht »die Tiere«, sondern »das Tierleben in Palästina« und das Bestreben, diesem vielversprechenden Titel gerecht zu werden, ist ihm vollauf geglückt. So wird — um einige Beispiele herauszugreifen —- bei den Säugetieren außer der Deskription sowohl das Leben der Wildtiere, als auch der Haustiere eingehend besprochen und bei den letzteren überdies ein Abriß ihrer Geschichte zu geben versucht. Ebenso wird auch die wirtschaftliche Bedeutung der wichtigsten Rassen an Hand von authentischen Daten besprochen. Sehr interessant ist das Kapitel über die Vogelzüge und die Übereinstimmung der geographischen Verbreitung vieler Vogelarten mit den Gebieten der vier großen

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