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Palästina · 1936-08-01 · Heft 8 (August 1936) · p. Seite 421

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
19 (1936)
Issue
Heft 8 (August 1936)
Article
Die Verhandlungen über die Unabhängigkeit [Nachricht]
Date
1936-08-01
Page
Seite 421 (sequence 1)
Language
German
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Syrien* Die Verhandlungen über die Unabhängigkeit« Indes die französische Regierung sich bei diesen Verhandlungen in jeder Weise entgegenkommend zeigt, ist unter den autonomen Teilen des Landes bisher keine Einigung der zwischen ihnen strittigen Fragen erzielt worden. Insbesondere sind die Differenzen zwischen Syrien und Libanon sehr große. Die syrischen Nationalisten, für die schon die Proklamierung des Libanon zur selbständigen Republik durch die Franzosen (1920) ein schwerer Schlag war, verlangen, daß die Randgebiete, die damals zu dem Territorium des Libanon zugeschlagen wurden, obzwar ihre Bevölkerung hauptsächlich aus Moslems besteht, an Syrien zurückgegeben werden. (Es handelt sich um die Kreise Baalbeck, al Kikaa Hasbaija und Raschaija, sowie die Städte Beirut und Tripolis. — Die Red.) Ferner verlangt Syrien einen Hafen. Der maronitische Patriarch des Libanon (Erzbischof Mubarak) lehnte diese Forderungen ab. Im Libanongebiet wurden einige Führer der nationalsyrischen Partei verhaftet. Auch im autonomen Djebel Drus (Hauran) gibt es Strömungen gegen die Aufhebung der Autonomie.« Der Führer des Aufstandes von 1925, Sultan el Atrasch, der in Transjordanien lebt, unterstützt die Unabhängigkeitsbestrebungen dieses Gebietes. Jewish Agency* Die Frage der Isolierung der jüdischen Wirtschaft» Über dieses Thema erschienen soeben unabhängig voneinander Artikel unserer Mitarbeiterinnen Rita Hinden (in »Palestine Review«) und Dr. Elfriede Maschke (»Jüdische Rundschau«), die übereinstimmend folgendes ausführen: Nach Palästina wurden 1935 Nahrungsmittel um 3.5 Millionen Pfund importiert und durch Kapitaleinfuhr und einige unsichtbare Posten bezahlt. Diese Kapitaleinfuhr ist unzuverlässig und geht derzeit aus bekannten Gründen zurück. Infolgedessen muß die landwirtschaftliche Eigenproduktion im Lande, sowohl im jüdischen, als im arabischen Sektor, gesteigert werden. Dadurch würde auch die Kaufkraft der Fellachen für jüdische Industrieprodukte gesteigert. Eine Kantonierung des Landes kann deshalb schon aus wirtschaftlichen Gründen nicht empfohlen werden. Über den derzeitigen Verbrauch an Industrieproduktion gibt R. Hinden folgende Schätzung: Verbrauch der jüdischen Anteil in 1934 Stadtbevölkerung Prozenten (Schätzung) Gesamte Industrieeinfuhr .... 9,168.000 £P 4,789.000 £P 52 Palästinensische Industrieerzeugnisse; im Lande verbraucht 7,669.000 £P1 4,804.000 £P 63 Palästinensische landwirtschaftliche Erzeugnisse; im Lande verbraucht .......... 4,000.000 £P 1,473.600 £P 36.8 Mitte 1934 (für diese Zeit gelten obige Ziffern) betrug die jüdische Stadtbevölkerung 18.1% der Gesamtbevölkerung. Diese hat also am Konsum von Industrieartikeln (insgesamt 16.8 Millionen) einen Anteil von zirka 57% (9.5 Millionen £P). Halbjahrsbericht der PLDC». Nach dem Halbjahrsbericht der Palestine Land Development Company, der zentralen zionistischen Bodenkaufskörperschaft, hat diese in den sechs Monaten, bis 1. Juli 1936 ihr Aktienkapital um 145.035 £ erhöht und dadurch ihr Gesamtkapital auf 284.435 £ gebracht. Eine 6%ige Dividende gelangte 1 Von diesen sind 6,500.000 £P jüdischer Herkunft, einschließlich einer Ausfuhr von 337.000 £P.

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