Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 19 (1936)
- Issue
- Heft 8 (August 1936)
- Article
- Die Königliche Kommission [Nachricht]
- Date
- 1936-08-01
- Page
- Seite 420 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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für den Höheren Verwaltungsdienst in Indien. Als Sekretär fungiert J. M. Martin vom Kolonialamt. Die Befugnisse der Kommission sind: Feststellung der Grundursachen der im April ausgebrochenen Unruhen; Untersuchung über die Weise, in der das Palästina-Mandat durchgeführt wird, sowohl vom Standpunkt der Verpflichtungen des Mandatars gegenüber den Arabern, als auch vom Standpunkt seiner Verpflichtungen gegenüber den Juden; Feststellung, ob vom Standpunkt einer richtigen Interpretierung der Vorschriften des Mandats Araber oder Juden Grund zu berechtigten Beschwerden haben über die Weise, in der das Mandat früher durchgeführt wurde oder gegenwärtig durchgeführt wird; und, falls die Kommission die Berechtigung solcher Beschwerden anerkennt, Empfehlungen für deren Beseitigung und die Verhinderung deren Wiederkehr. Regierungserklärung zur Frage der Entschädigung« Die Regierung hat in einer Erklärung verlautbart, daß sie nicht beabsichtigt, die durch Streik und Anschläge hervorgerufenen Schäden den davon Betroffenen zu ersetzen. Die bisherigen Verluste» Bis 13. Juli wurden zusammen 184 Tote und 900 Verwundete gezählt. Nach den letzten Verlustlisten sind es aber mindestens 230 Tote, davon 52 Juden. 153 Dörfer wurden nach Waffen durchsucht und Kollektivstrafen in der Höhe von 60.000 £ verhängt. 33 Angehörige der britischen Streitkräfte wurden verwundet und getötet Bis 14. Juli waren 150 tote Araber zu verzeichnen. Verstärkung der britischen Streitkräfte« Das erste Bataillon der King's Own Scottish Borderers (Grenzer), das 2. Bataillon der South Wales Borderers und das 2. Bataillon des Lincolnshire-Regimentes sind in Palästina eingetroffen. Damit sind gegenwärtig 11 Bataillone (15.000 Mann) Infanterie im Land. Verhaftung von Kommunisten« 200 Kommunisten, die Mehrzahl der aktiven Parteimitglieder sind in Haft. Ihr Führer Zwi Koltun wurde deportiert. Neuer Generalsekretär des arabischen Komitees* Fuad S. Saba, der Herausgeber der Wochenschrift »Palestine and Transjordan« wird an Stelle des internierten Abdul Hadi zum Sekretär ernannt. Die Unmöglichkeit der Kantonierung. In »Boust'nai« Nr. 14 spricht Mosche Smilansky über die Kantonisierung und weist nach, daß diese ein leeres Schlagwort sei. Auf Grund der bestehenden Verhältnisse konnten keine jüdischen Kantone geschaffen werden. Nur im Subdistrikt Jaffa besitzen die Juden eine kleine Majorität, aber hier, wie in anderen Distrikten, würden die Araber nie ihre Zustimmung zur Bildung von jüdischen Kantonen geben. Smilansky gibt folgende Ziffern zur Unterstützung seiner Behauptung: Bevölkerung Fläche davon in Distrikt Juden Araber in Dunam jüdischem Besitz Jerusalem ..... 80.000 230.000 4,250.000 ohne die Stadt 160.000 Nord....... 100.000 370.000 7,000.000 750.000 Süd ....... 220.000 320.000 14,500.000 450.000 Subdistrikte der Süddistrikts: Jaffa....... 180.000 100.000 335.000 120.000 Ramleh ...... 20.000 70.000 814.000 130.000 Gaza....... ~ 100.000 1,200.000 100.000 Ber Scheba..... - 50.000 11,870.000 100.000 (Siehe ferner die folgende Notiz über die Frage der Isolierung der jüdischen Wirtschaft.)