Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 19 (1936)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1936)
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1936-07-01
- Page
- Seite 380 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- spine
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2379786-2379939-2379947--23180-2408585- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Palästina ABC-Buch, Von Dr. Rudolf Levy, Verlag »Atid«, Berlin 1936, 152 Seiten. — Dieses kleine Büchlein gibt die Erklärung von Ausdrücken, die auf Palästina und den Aufbau Bezug haben, zur raschen Orientierung für Touristen un& Zeitungsleser. Es wird auch informierteren Zionisten Dienste leisten, denn die Zahl der Ausdrücke, über die er sich Klarheit schaffen muß, ist heute schon so groß, daß nur derjenige, der über eine genaue Kenntnis der Materie verfügt, alle gegenwärtig haben kann. Einige kleine Fehler werden wohl in der zweiten Auflage berichtigt werden. Geschichte fun Zionism. 2. Band. Von Herzls Tod bis zum Ausbruch des Weltkrieges. Von Isachar Madfes, Lemberg 5696, 212 Seiten (jiddisch). ~— Der Autor gibt in der Hauptsache eine Geschichte der zionistischen Organisation; die Vorgänge und Reden auf den Kongressen und Sitzungen werden auszugsweise wiedergegeben, so daß das Buch mehr den Charakter einer Chronik hat, als den einer Geschichte. Als Theoretiker werden — nach dem Beispiel des Werkes von Böhm-Buber, Gordon und Borochow etwas ausführlicher behandelt. Der Palästina-Kolonisation von 1907 bis 1914 sind nur einige Seiten gewidmet. Als Chronik ist das Buch sicher von Nutzen, nur sollte es sich nicht den sehr verpflichtenden Titel einer »Geschichte« des Zionismus beilegen. Geschichtsschreibung verlangt Darstellung von einem wesenhaften und kritischen Standpunkt aus, Aufbau des Geschehens nach den inneren Entwicklungsgesetzen, sorgfältige Abwägung des Gewichtes der einzelnen Faktoren u. a. m. Für die zweite Auflage wäre die Beigabe eines Registers zu empfehlen. f. m. Die Zionistisch-Sozialistische Bewegung, 1. Das arbeitende Erez Israel. Von Dr. Sal. Goldelman. Zionistische Volkshochschule und Fernunterricht, Prag 1936, 14 Seiten. — Der Verfasser behandelt das Problem in der bei ihm gewohnten scharfsinnigen Weise von Gesichtspunkten soziologischer Theorie aus. Er zeigt, daß die Massenwanderung mit ihrer Konzentrationstendenz eine Erscheinung des Selbsterhaltungstriebes des jüdischen Volkes war und notwendigerweise sich schließlich nach Palästina richten mußte. Auch in diesem Lande gibt es aber galuthwirtschaftliche Formen, z. B. dort, wo überwiegend nichtjüdische Arbeit angewendet wird. Die nationale Forderung nach jüdischer Arbeit ist auch ein soziales Bedürfnis. Der Klassenkampf werde den Arbeitern von den Unternehmern aufgezwungen. (In dieser Form scheint uns der Satz nicht haltbar. Die Poale Zion zogen z. B. anfangs des Jahrhunderts mit einer scharfen Klassenkampfparole ins Land, in dem es damals jüdische Unternehmer im eigentlichen Sinne so gut wie gar nicht gab.) Goldelman gibt schließlich eine Theorie des zionistischen Sozialismus in Anlehnung an Borochow. Hierin wird die vom Staate aus betriebene Kollektivisierung der Wirtschaft als eine notwendige Stufe der Entwicklung hingestellt; über die Richtigkeit dieser von vielen geteilten Anschauung wird erst eine spätere Zeit entscheiden können. f. m. Die Juden in der Tschechoslowakei» Von Dr. Frant. Friedmann. Zionistische Volkshochschule und Fernunterricht, Prag 1936, 16 Seiten. — Aus dieser lehrreichen Studie ist Struktur und Bewegung der tschechslowakischen Judenheit zu entnehmen; die überall in der Galuth bekannten Erscheinungen: Landflucht, Konzentration in bestimmten Berufen, hohe, wenn auch abnehmende Zahl der Selbständigen, Geburtenrückgang usw., sind auch hier zu konstatieren. Die Juden machen derzeit 2.4% der Gesamtbevölkerung des Staates aus, rund 357.000 Seelen (1930). Der Suez-Kanal, Von Gerhard Herrmann, Wilhelm-Goldmann-Verlag, Leipzig 1936, 84 Seiten. — Ein sehr anregend geschriebenes Büchlein, das knapp und klar das Wissenswerte über Geschichte, Anlage, Bedeutung und Verkehr des Suez-Kanals bringt, der gerade in der jüngsten Zeit wieder ein erhöhtes weltpolitisches Interesse