Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 19 (1936)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1936)
- Article
- Die Schulden der Siedlungen an den Keren Hajessod [Nachricht]
- Date
- 1936-07-01
- Page
- Seite 373 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Schulden der Siedlungen an den Keren Hajessod. Die alten Siedlungen beginnen ^J'j^ auf Grund einer Vereinbarung mit der Jewish Agency, bzw. dem Keren Hajessod mit der Rückzahlung ihrer Schulden im Betrage von 795.513 £P im September 1936. Die neuen Siedlungen (Emek Chefer) beginnen mit der Rückzahlung ihrer 139.387 £P betragenden Schulden im März 1937. Der Weinbau» Agr. N. Hochberg schreibt über dieses Thema im »Palnews-Wirtschafts-Jahrbuch«. Er schätzt (in Hektolitern) für 1934/35 den Weinexport auf 7000 (Wert zirka 25.000 bis 30.000 £P), den Inlandsverkauf auf 13.000, zusammen 20.000. Demgegenüber spielt der Import eine sehr geringe Rolle. Falls der Inlandkonsum um 10% per Jahr zu steigern wäre, so könnte je 250 bis 300 Dunam neu bepflanzt werden. Die Kosten bis zur Fruchttragung (in vier Jahren) schätzt Hochberg auf 10 £ pro Dunam. Die weiteren jährlichen Ausgaben auf 2680 £P, die Einnahmen auf 3500 £P, Überschuß 2820 £P ohne Amortisation, Bodenpreise usw. Was Tafeltrauben betrifft, deren Zucht Agr. Ettinger im Jahre 1922/23 eingeführt hat, so wird die angebaute Fläche auf 2000 bis 2200 Dunam, der Ertrag auf 730 Tonnen geschätzt. Die Araber haben zirka 100.000 Dunam mit Tafeltrauben angepflanzt. Die Produktion genügt bloß zur Deckung des Bedarfes im Juli (Hauptsaison). Der Preis ist durchschnittlich 10 Müs per Kilogramm. Es könnten später reifende Sorten angepflanzt werden, sowie unbewässerte im Bergland. Die Kosten der Anpflanzung sind bei Tafeltrauben (drei Jahre) 16 £ pro Dunam. Die jährlichen Ausgaben sodann 4.5 £, die Einnahmen 10 £ pro Dunam, der Überschuß (ohne Amortisation und Bodenpreis) 5.5 £. Die Pica-Kolonien in Obergaliläa. Auf der Messe waren unter anderem Diagramme der Pica ausgestellt. Über die obergaliläischen Kolonien sind folgende Daten angegeben: Metullah Rosch Pinah Machnajim Mischmar Hajarden Jessod Hamaalah Fläche 8.150 16.000 2.200 7.200 10.500 davon Getreidebau Obstbau in metrischen Dunam 5.000 150 11.000 - 2.000 4.000 300 8.500 300 44.050 30.500 750 Der Ackerbau ist primitiv und gibt geringe Einnahmen. Die wenigen Obstbäume waren unbewässert. Noch immer harren diese Kolonien einer Verbesserung und Verjüngung. Verwertung von Abfall-Orangen» In »Boust'nai« spricht Beier über dieses Thema. In Kalifornien besteht eine Zentrale fürs Studium dieser Frage, die hauptsächlich chemische Untersuchungen anstellt. Verschiedene früher importierte Rohstoffe wurden dadurch ersetzt. Es werden aus allen Teilen der Orange Produkte in konzentrierter Form auf billige Weise gewonnen. Die Zentrale wurde mit einem Kostenaufwand von V/2 Millionen Dollar errichtet, die Kosten der Forschung betragen J/£ Million Dollar, Beträge, die um ein Vielfaches hereingebracht wurden. Eine Pektonmasse wird äußerst billig hergestellt und in der Stahlerzeugung verwendet. (Bekanntlich befaßt sich das Sieff-Institut Weizmanns mit ähnlichen Forschungen. — Die Red.) Mikweh Israel. Diese landwirtschaftliche Schule zählt derzeit 244 Schüler, davon nur 58 aus Palästina; die anderen stammen aus 20 verschiedenen Ländern.