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Palästina · 1936-06-01 · Heft 6 (Juni 1936) · p. Seite 325

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
19 (1936)
Issue
Heft 6 (Juni 1936)
Article
[Rezension] / a. b.
Date
1936-06-01
Page
Seite 325 (sequence 2)
Language
German
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abschließen kann. Es ist deshalb im Schöße der Permanenten Mandatskommission erörtert worden, ob die Einführung von Importkontingenten in Mandatsstaaten zulässig sei. Die Frage ist noch nicht endgültig entschieden. Bileski führt die Gründe an, die für eine positive Entscheidung sprechen. Der Grundsatz der wirtschaftlichen Gleichberechtigung erstreckt sich jedoch nicht nur auf den Handelsverkehr, sondern unter anderem auch auf Einwanderung und Niederlassung. Bileski weist nach, daß das Verbot der Einwanderung von Juden nach Transjordanien rechtswidrig sei. Er untersucht ferner die Auswirkung jenes Grundsatzes auf Anleihen, Regierungsarbeiten, Konzessionen usw. Die umfangreiche und gründliche Arbeit Bileskis kann als eine Einführung in die praktischen Probleme dienen, die durch die neue staatsrechtliche Konstruktion der Mandate zu bewältigen sind und in die diesem Zwecke gewidmete Arbeit der Mandatskommission. Bileski schließt mit der Festsetzung, daß der von ihm behandelte Grundsatz der Gleichberechtigung die eine Aufgabe hatte, die Interessen der Mächte innerhalb der Mandatsgebiete zu schützen, daß aber die andere Aufgabe, die Interessen der Mandatsgebiete selbst zu schützen, noch ihrer Lösung harrt. a. b. Governing Palestine, The Case Against A Parliament. By J. M. M a c h over, Verlag P. S.King & Son Std., London 1936, 283 Seiten. — Das Buch ist der Frage des Legislative Council gewidmet. Der Autor (der Zionist ist) gibt einleitend mit eingehender Kenntnis der Materie die Vorgeschichte der Parlamentsfrage in Palästina. Er stellt dar, daß die Araber stets das Mandat abgelehnt und die völlige Unabhängigkeit angestrebt haben. Die Erfahrung habe gelehrt, daß eine bloß repräsentative Vertretung, die einer unabsetzbaren Exekutive gegenübersteht, fortwährende Reibungen mit sich bringt. Eine solche Vertretung zu schaffen, sei nicht im Einklang mit den Mandatsverpflichtungen Englands. Von besonderem Interesse ist die Darstellung der Verfassungen in englischen Kolonien mit gemischter Bevölkerung. Z. B. haben in den afrikanischen überall eine Handvoll Europäer in den Vertretungskörpern fast allein die Macht; da und dort sind auch für Inder und Araber Mandate reserviert, nirgends aber für die schwarze Bevölkerung, die bis zu 99% der Einwohnerschaft ausmacht. Ferner schildert der Autor die schlechten Erfahrungen, die mit Vertretungskörpern in Irak, Transjordanien und Syrien gemacht wurden. Der Autor gibt sodann eine Geschichte des Legislative Council, weist nach, daß dessen Einsetzung nicht nur schwierig, sondern auch gefährlich sei und belegt dies mit zahlreichen Meinungsäußerungen von Mitgliedern der Mandatskommission, Politikern usw. und aus dem Wesen des Mandates. In einem Anhang gibt er eine sehr sorgfältig gearbeitete historische Übersicht, eine Bibliographie, ferner Dokumente, ein Sachregister usw. Im ganzen zeichnet sich das Buch durch Kenntnisreichtum, strenge Wissenschaftlichkeit, Sachlichkeit, Ruhe des Tons und vorzügliche Benützbarkeit aus. Es reiht sich in die mit Recht hochangesehene ernste politische Literatur Englands würdig ein. b. Problemes de la Renaissance Juive, Par Dr. Yoshua Buchmil. Mit 4 Bildtafeln, Jerusalem 1936, 342 Seiten. — Der Autor, seit seiner frühesten Jugend Zionist und der alten Avantgarde der russischen Zionisten angehörend, war schon von Herzl zu bestimmten Missionen ausersehen worden, so z. B. die russische Chowewe Zion für den Besuch des ersten Kongresses zu bewegen. Er hat seither jahrzehntelang im Dienste der Bewegung eine fruchtbare Tätigkeit in zahlreichen Ländern entfaltet. Im vorliegenden Buch entwickelt er die Grundzüge der Judenfrage und des Zionismus, schildert die Aufbauarbeit und ihre Faktoren, die politischen Fragen u. a. m. Er schließt mit einigen bemerkenswerten Apercus, wie z. B.: »Es ist unendlich leichter, eine große nationale jüdische Heimstätte in Palästina zu schaffen, als eine wirkliche Emanzipation der

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