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Palästina · 1936-06-01 · Heft 6 (Juni 1936) · p. Seite 322

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
19 (1936)
Issue
Heft 6 (Juni 1936)
Article
Die genossenschaftlichen Kreditinstitute [Nachricht]
Date
1936-06-01
Page
Seite 322 (sequence 2)
Language
German
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sierung oder Erweiterung ihrer Betriebe, zur Aufnahme neuer aussichtsreicher Produktionszweige, insbesondere zur Anschaffung von Maschinen oder Vieh, oder zur Errichtung neuer Anlagen und Gebäude. Das Kapital der »Nir« — dieses hebräische Wort bedeutet »Furche« — beträgt rund 100.000 £ und zirka 10.000 £ Reservefonds. An Obligationen zirkulieren 90.000 £ und werden durch Verlosung, die jedes Jahr stattfindet, getilgt. An Siedlungsdarlehen wurden bisher 175.000 £ gewährt. Der Betrag des autorisierten Kapitals wurde von der letzten Generalversammlung auf 215.000 £ erhöht. ARBEIT. Der Entwurf zu einem neuen Arbeitsrecht. Die Regierung veröffentlicht den Entwurf einer »Verordnung über die Entschädigung von Arbeitern, 1936«, durch welche das Gesetz vom Jahre; 1927 erweitert und ergänzt werden soll. In ihr wird vor allem die Entschädigung von Arbeitern für im Betriebe erlittene Unfälle behandelt, die Angestellten werden in den Unfallschutz einbezogen, der Kreis der Arbeitgeber, die in den Rahmen der Verordnung fallen, wird erweitert, und nach englischem Recht eine Entschädigungspflicht des Arbeitgebers auch bei Verschulden des Arbeitnehmers festlegt, wenn der Unfall Tod oder dauernde Invalidität zur Folge hat. Weiters werden die Pflichten des Arbeitgebers zur Eingehung einer Versicherung, sowie die Entschädigungssätze bei verschiedenen Krankheiten festgelegt, und Vorschriften für den Fall des Konkurses des Arbeitgebers erlassen. Neue Arbeitsplätze als Folge des arabischen Generalstreiks* Bei der Bahnstation in Tel Aviv wurden an Stelle der Hauraner von dem arabischen Unternehmer 60 Juden als Arbeiter angestellt. Das Steinwerk Nescher, das bisher ausschließlich Araber beschäftigt hatte, stellte 54 jüdische Arbeiter ein. Daraufhin kehrten 240 Araber zur Arbeit zurück. Im Elektrizitätswerk südlich vom Toten Meer stieg die Zahl der jüdischen Arbeiter von 20 auf JL00. In den Kolonien erhielten etwa 700 jüdische Arbeiter neue Arbeitsplätze, 150 davon in Kfar Saba, das jetzt mit Magdiel und Herzlia nur jüdische Arbeiter beschäftigt. PRESSE. Die arabische Presse. Vor 1929 gab es keine arabischen Tageszeitungen, sondern nur die beiden unregelmäßig wöchentlich erscheinenden Blätter »C a r m e 1« in Haifa, herausgegeben von / dem christlichen Araber Nadschib Nassar und »F a 1 e s t i n« in Jaffa, herausgegeben von dem Christen Issa el Issa, 1929 begann »Falestin« täglich zu erscheinen und erst 1932 wurde die erste moslemische Tageszeitung »E1 D s c h nmeia El Islam i a« in Jaffa, von dem gelehrten Scheik Suleiman Atadschi El Faruki gegründet Ihr folgte die Tageszeitung »A - D i f a a« (Der Verteidiger), gegründet von dem Moslem Ibrahim Aschanti; diese ist heute die radikalste und daher weitverbreitetste Tageszeitung Palästinas. Seit vier Monaten gibt der Mufti die Tageszeitung »El Liwa« (Das Banner) heraus, die von dem Syrer Othman Kassan redigiert wird und dem bekannten Dschemal Effendi El Husseini gehört. »A - D i f a a « hat eine Auflage von 5000, »Falestin« und »El Liwa« eine solche von 2000 bis 3000 und »El Dschameia« eine etwas niedrigere. Alle diese Zeitungen bringen regelmäßige Nachrichten und Übersetzungen aus europäischen Blättern. Daneben gibt es sieben kleinere, meist von Christen herausgegebene Zeitungen, mit einer Auflage von ein paar hundert Exemplaren, davon drei in Jaffa, zwei in Haifa, eine in Jerusalem und eine in Betlehem.

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