Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 19 (1936)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1936)
- Article
- Palästina-Gründungen im April 1936
- Date
- 1936-05-01
- Page
- Seite 265 (sequence 2)
- Language
- German
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Der Wirtschaftsgnippe nach waren unter den neuen offenen Handelsgesellschaften 16 (im Vormonat: 18) Industriebetriebe festzustellen, davon 2 Fußbodenplatten- und Zementwarenfabriken, 2 Polstermöbelfabriken, 1 Kalkwerk, 1 Metallisierungswerk, 1 Bohrmaschinen- und Pumpenfabrik, 1 Gasapparatefabrik, 1 Fabrik für elektrotechnische Bedarfsartikel, 1 Sportartikelfabrik, 1 Kartonnagenfabrik, 1 Buchdruckerei, 1 Getreidemühle, 1 Mineralwasser- und Süßwarenfabrik, 1 Fabrik von Malwa (orientalisches Konfekt) und 1 Zigarren- und Zigarettenfabrik. Außerdem sind 9 Firmen der Boden-, Siedlungs-, Agrar- und Bauwirtschaft (ohne die bereits erwähnte Baustoffindustrie) und 31 Unternehmungen des Groß- und Einzelhandels, Finanzierungs-, Versicherungs-, Verkehrs- und Gastwirtschaftsgewerbes zu nennen. Auch der Berichtsmonat brachte keine neuen Kommanditgesellschaften. Kommanditgesellschaften Fächgruppen Im Gesamtquerschnitt nach Fachgruppen zeigen die Neugründungen des April, im Vergleiche mit denen des März, folgende Gliederung: März April 1936 1936 Industrie (einschließlich Baustoffindustrie)......25 17 Boden-, Siedlungs-, Agrar- und Bauwirtschaft (ohne Baustoffindustrie)..............23 19 Handels-, Bank-, Verkehrs-, Beherbergungs-Gewerbe und Sonstiges................. 35 36 Firmeneintragungen insgesamt.......... . 83 72 Insbesondere ist die industrielle Gründungstätigkeit gegenüber dem Vormonat um 32% zurückgegangen. Nachrichten und Daten f gfen am POLITIK. Die blutigen Unruhen der letzten Aprilwochen, Die zunehmenden Überfälle auf jüdische Reisende, vor allem die Ermordung des Siedlers Abraham Galuthmann auf der Fahrt durch Tulkarm (siehe Nr. 4, S. 205) hatten den Jischuw in heftige Erregung und Besorgnis versetzt. Die Ermordung und Beraubung zweier Juden in Tulkarm am 15. April rief in Tel Aviv anläßlich des Begräbnisses der Opfer Demonstrationen hervor, die zu schweren Zusammenstößen mit der Polizei führten. Am nächsten Tag kam es zu weiteren Demonstrationen gegen in Tel Aviv arbeitende Araber. Während dessen waren zwischen Raanana und Kfar Saba zwei Personen in einem einsamen Haus erschossen worden, von denen einer — wie sich nachträglich herausstellte — der ägyptische Jude Almani war. Dieser Mord wurde zu judenfeindlicher Agitation ausgenützt. Am Sonntag kam es zu schweren Zusammenstößen in Jaffa. Dort hatten die extrem-nationalistischen Organisationen, vor allem die Pfadfinder, Gerüchte von der Ermordung zweier Araber und einer Araberin in Tel Aviv verbreitet. Daraufhin rotteten sich Araber zusammen und überfielen die in Jaffa arbeitenden Juden und töteten mehrere. Die Araber steckten auch die Häuser der in Jaffa wohnenden Juden, sowie mehrere zwischen Jaffa und Tel Aviv gelegene Wohnviertel meist armer orientalischer Juden (besonders das Manschijeh- und Schapiro-Viertel) in Brand und versuchten in Tel Aviv einzudringen. Der Einsatz von städtischer und Regierungspolizei, sowie von Einheiten des Cameron Hochlandinfanterieregimentes konnte die Exzesse zwar ein-