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Palästina · 1936-04-01 · Heft 4 (April 1936) · p. Seite 209

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
19 (1936)
Issue
Heft 4 (April 1936)
Article
Konferenz der nationalen Landwirte [Nachricht]
Date
1936-04-01
Page
Seite 209 (sequence 2)
Language
German
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(Kupat Cholim Amamit). Die Tagung betonte vor allem die Notwendigkeit, eine genügende Anzahl jüdischer Arbeiter, die der nötigen Durchschnittsleistung fähig wären, zur geeigneten Zeit sicher zur Verfügung zu haben, wobei anerkannt wurde, daß sich die Leistungen der jüdischen Arbeiter in letzter Zeit erhöht hätten. Weiters wurde die Notwendigkeit der entsprechenden Ausbildung im Lande selbst hervorgehoben. Die Tagung begrüßte die Gründung der Landwirtschaftsbank (Bank lechaklaim leumiim) durch die Jewish Agency, übte jedoch Kritik an der Höhe des Zinsfußes (7%) für die Darlehen, deren Dauer höchstens 15 Jahre beträgt. Auf der Tagung wurde auch in einem Referat die Wichtigkeit der Ausdehnung der gemischten Wirtschaft hervorgehoben. Neue Kolonie« Eine Gruppe französischer und polnischer Juden hat in der Nähe der alten Bilu-Kolonie Katra einen großen Bodenkomplex erworben, auf dem eine neue Kolonie »Kfar Hakenaim« gegründet wird. Der Bodenstreit um Kfar Pines. In einem Prozeß um mehrere Tausend Dunam Nationalfonds-Boden bei Kfar Pines, in der Nähe von Chederah, wurden Araber, die den Boden widerrechtlich besetzt hatten, zur Räumung desselben verurteilt. Der Bodenstreit im Emek Chefer» 250 Dunam im Emek Chefer, die von Arabern trotz ergangenen Räumungsurteils nicht verlassen wurde, sind nach Vermittlungsverhandlungen mit der Regierung gegen 400 Dunam vom Boden des Dorfes Kakun an der Grenze des Emek Chef er ausgetauscht worden. Die Bevölkerung der Kollektivsiedlungen« Nach Mitteilungen der Landwirtschaftszentrale der Histadruth leben Anfang 5696 in 23 landwirtschaftlichen Kwuzoth 5293 Personen, in 20 Kibbuzim auf neubesetztem Gebiet 3940 Personen, in 13 alten Moschwe Owdim 3218 und in 23 neuen 3852 Personen. In 79 Siedlungen wohnen 16.308 Personen. In den Kwuzoth ist gegen das Vorjahr die Zahl der Siedler um 1190 Personen (29%), in den alten Moschwe Owdim um 319 (11%) gestiegen. Die größten Kibbuzim sind: En-Charod 685 Siedler, Jadjur 615, Giwath Brenner 565, Giwath Haschloschah 400. Nahalal ist die größte Siedlung der alten Moschwe Owdim (455 Personen) und Kfar Witkin, die größte der neuen Moschwe Owdim (510 Personen). Die Möglichkeit der landwirtschaftlichen Kolonisation* Der Vorsitzende des Pflanzerverbandes, Moscheh Smilansky, tritt in einem Aufsatz für intensive Kolonisation ein und legt dar, daß im Jahre 1921 auf den Kopf der jüdischen Bevölkerung 8 Dunam Boden entfielen und dieser Anteil seither auf 3 Dunam gesunken ist. Seit 1921 wurden für jeden jüdischen Einwanderer l2/3 Dunam erworben. Von \Yi Millionen Dunam außerhalb der Städte wurden nur 150.000 intensiv bewirtschaftet. Von der Bodenreserve sollten 500.000 Dunam auf Siedlungen zur intensiven Bewirtschaftung aufgeteilt werden, wobei eine eigene Gesellschaft die Wohn- und Wirtschaftsbauten für die Kolonisation, die dadurch von Investitionen für totes Inventar befreit würden, errichten müßte. Ebenso müßten die Bewässerungsarbeiten von einer Gesellschaft für alle Siedler gemacht werden. Die Siedler könnten dann durch Abzahlung der Investitionen in wenigen Jahren Eigentümer werden. Verkaufskooperative »Golan«* Im November 1935 wurde vom Farmerverband die Kooperative »Golan« gegründet, zwecks Verkauf von Milch und anderen Produkten der Farmerwirtschaften (die »Tnuwah« ist bloß für die Arbeitersiedlungen die Verkaufszentrale). Zweigstellen befinden sich in Petach Tikwah, Gedera, Kfar Saba, Ekron, Benjamina, Atlit. »Golan« verkauft derzeit 10.000 Liter Milch pro Tag. Den Mitgliedern wurden heuer 13 Mils im Stall für den Liter Milch bezahlt. Nachfrage nach Setzlingen» Im Jahre 1935 waren bei den Versuchsstationen der Regierung 249.000 Setzlinge für Wein und 355.000 für verschiedene Obstbäume an-

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