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Palästina · 1936-03-01 · Heft 3 (März 1936) · p. Seite 165

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Journal
Palästina
Volume
19 (1936)
Issue
Heft 3 (März 1936)
Article
[Nachricht]
Date
1936-03-01
Page
Seite 165 (sequence 2)
Language
German
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Bonst'nai, Nr. 38-44, Bd. VII, Tel Aviv. Hassadeh, Nr. 4, 5, Tel Aviv. Hattewa Wehaarez (Natur und Land), Nr. 10, Tel Aviv Cooperazija, Nr. 4, Jänner 1936, Tel Aviv. BESPRECHUNGEN. Im Zeichen der Wiedergeburt* Von Abraham Schlesinger, Verlag Kedem, Berlin 1935, 217 Seiten. — Seit jeher fanden leider theoretische Untersuchungen in der zionistischen Bewegung wenig Beachtung. Sonst wäre der Name des Verfassers dieses Buches sehr bekannt durch seine »Einführung in den Zionismus« (1921), in der er versuchte, die Theorie der einzelnen Richtungen in der Bewegung systematisch darzustellen, j ebenso durch seine geistvollen und kenntnisreichen Aufsätze. Im vorliegenden Buche liegen diese gesammelt vor. In ihnen kreisen die Gedanken des Autors hauptsächlich um die Probleme, die Achad Haam behandelt hat. Dr. Schlesinger stimmt mit ihm jedoch < nicht völlig überein; dem »kritischen historischen Nationalismus« Achad Haams tut nach seiner Überzeugung eine metaphysische und religiöse Ergänzung not; auch die Religionsauffassung Achad Haams genüge nicht, da er eine »Religiosität ohne Glauben« gelten ließ. Leider kann hier auf die tiefschürfenden Gedanken und Analysen Dr. Schlesingers nicht näher eingegangen werden. Das Studium seines Werkes ist für die Erkenntnis des Wesens des Judentums und des Sinnes der jüdischen Erneuerungsbewegung von großem Werte. m. f. Rassentheorie undiJudentum» Von Dr. Max Brod. Verlag R. Löwit, Wien 1935, 88 Seiten. Mit einem Anhang: Nationalhumanismus, von Dr. Felix W e 11 s c h. — In diesem Buche wird die wissenschaftliche Haltlosigkeit der neudeutschen Rassentheorie dargelegt, jedoch betont, daß die Leugnung jeden Wertes der Rassenforschung unrichtig wäre. Leider wird die Argumentation in einem Stil geführt, die nicht einen berühmten Schriftsteller als Autor vermuten ließe. Auch die Unschärfe der eigenen Behauptungen: »wir glauben«, »wir lehnen ab«, usw. und der Begriffsbildungen mindert den Wert der Ausführungen Brods. Felix W e 11 s c h gibt im Anhang eine vorzügliche Analyse des Verhältnisses von natürlichen und geistigen Anlagen. Der Wert eines Volkes liegt in den Werten, die es schafft, aber es kann seine höchsten Aufgaben nur auf Grund der gegebenen nationalen Voraussetzungen, auch der blutmäßigen, erfüllen. Im Geiste des Nationalhumanismus ist nicht das gut, was einem Volke nützt, sondern das Volk ist gut, wenn es dem Guten nützt. Nie darf über dem Nationalen die Menschlichkeit vergessen werden. m. a. Die Auferstehung Arabiens, von Rupert Donkan (Wilhelm-Goldmann-Verlag, Leipzig, mit 17 Photographien, 1935, 260 ^Seiten. — Der Verfasser, der in der Einleitung volle Objektivität für sich in Anspruch nimmt, schildert den Aufstieg des Wahabitenkönigs vom verbannten Flüchtling zum Herrn des größten Teiles Arabiens. Trotz einer imponierenden Bibliographie, angefangen von verschollenen lateinischen Reisebeschreibungen bis zur modernsten englischen Literatur kann sich der Autor in Stil und Anschauungen nicht von den Traditionen Karl Mays freimachen und schwelgt in farbig-gruseligen Details. Das Buch muß daher mit Vorsicht gelesen werden, besonders deshalb, weil der Autor in überprüfbaren Details oft irrt. So ist Lord Curzon niemals Ministerpräsident gewesen (Seite 140). Weder hat Frankreich endgültig Syrien, noch England endgültig den Irak erhalten (Seite 139). Emir Abdullah von Transjordanien ist bis heute noch nicht König, trotzdem ihn der Autor häufig so nennt. Es gab auch im ganzen Jahr 1933 in Palästina keine Kämpfe zwischen Arabern und Juden mit fast 100 Toten, sondern nur auf Seite 227 des Buches. Der Autor vergißt auch zu erwähnen, 165

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