Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 19 (1936)
- Issue
- Heft 3 (März 1936)
- Article
- Allgemeinbildung und hebräische Sprache [Nachricht]
- Date
- 1936-03-01
- Page
- Seite 163 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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der besonders in den Naturwissenschaften zum Ausdruck kommt, wo sowohl Zeitschriften als auch zum Teil sogar Lehrbücher für Mittelschulen fehlen. Wegen des geringen Absatzes sind Übersetzungen mit großen Opfern verbunden, die kein Verlag ohne Subventionen auf sich nehmen kann. Es wird die Schaffung eines Übersetzungsinstitutes mit festem Arbeitsplan verlangt." Die Bezahlung der Lehrergehälter* Die Lehrerzeitschrift »Hed Hachinuch« teilt mit, daß von allen möglichen Punkten des Landes Nachrichten über den Rückstand in der Auszahlung der Lehrergehälter für ein bis zwei Wochen, bzw. Monaten vorliegen. Sie würden sich aber diesmal die Wiedereinführung der Wechselwirtschaft unter keinen Umständen gefallen lassen. FONDS UND INSTITUTIONEN. Keren Hajessod* Gründung einer Siedlungsgesellschaft» Nach Genehmigung der Statuten durch die Regierung wurde die Palestine Agricultural Settlement Association L t d. im Register eingetragen. Dieselbe wurde kraft eines Kongreßbeschlusses zur, Übernahme der Kolonisationsarbeit des Keren Hajessod, der Inhaber von Gründeraktien mit 51% Stimmrecht ist, gegründet und ist zur Herausgabe von Schuldscheinen berechtigt. Steigende Einnahmen» In den ersten drei Monaten des Jahres 5696 betrugen die Einnahmen des Keren Hajessod 63.000 £ und überstiegen damit den Voranschlag für diesen Zeitabschnitt um 6000 £. Palestine Economic Corporation» Die Palestine Economic Corporation in New York bringt 15.000 Aktien zu 1.5 Millionen Dollar Nominale auf den Markt, und zwar zunächst nur an einen beschränkten Kreis von Aktionären. Der größte Teil des aufzubringenden Geldes soll zum Ausbau der Wasser- und Kanalisationsanlagen der Palestine Water Conpany in der Haifa-Bay, 150.000 $, für Bodenkauf und Bearbeitung verwendet werden. VERSCHIEDENE NACHRICHTEN. Die Konjunktur« Kürzlich hielt in der Hitachduth Olej Austria, Hans Ambor, einen Vortrag über die Krise, in welchem er außer den von uns wiederholt angestellten Betrachtungen unter anderem auch darauf hinwies, daß zahlreiche Kleinindustrielle ihre Maschineneinrichtungen gegen Wechsel vom Maschinenhändler kaufen, was ein ungesunder Zustand ist, der sich nur wegen des Vorhandenseins einer Unzahl kleiner Banken, die solche Wechsel diskontieren, einbürgern konnte. Diese Kleinbanken müssen für ihre Einlagen Verwertung suchen und deshalb sind sie in der Prüfung der Einreichungen nicht rigoros. Wegen der Stützungsaktionen der Großbanken waren im Laufe der Krise nur wenig und unbedeutende Konkurse zu verzeichnen. Herr Ambor wies auch darauf hin, daß mit Österreich kein Transfer-Abkommen zu erzielen war, um zusätzliche Exporte des Landes gegen Kapitalauswanderung zu erzielen. (Wir bemerken hiezu, daß die in Österreich dank der günstigen Devisenlage diesbezüglichen Vorschriften weniger Hemmungen für den Transfer vorliegen, als bei den meisten anderen Staaten.)