Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 19 (1936)
- Issue
- Heft 3 (März 1936)
- Article
- Die Entwicklung des deutschen Außenhandels
- Date
- 1936-03-01
- Page
- Seite 145 (sequence 3)
- Language
- German
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Dagegen wurden die Absatzmöglichkeiten für Kuchen zur Viehfütterung, Wein usw. ~4 Jk K durch die deutschen Devisenmaßnahmen stark gedrosselt. Insgesamt hat die Ausfuhr von Palästina nach Deutschland sich von 21.000 £P, bzw. 400.000 RM im Jahre 1925 schrittweise auf über 600.000 £P, bzw. fast 12 Millionen Reichsmark im Jahre 1934 erhöht, in diesem Zeitraum also verdreißigfacht. Entsprechend der Weiterentwicklung der palästinensischen Wirtschaft ist von 1925 bis 1932 der Überschuß der Einfuhr aus Deutschland über die Ausfuhr nach Deutschland — mit kurzen Schwankungen — zurückgegangen. Dann stieg der Einfuhrüberschuß zufolge der starken Einwanderung aus Deutschland wieder an, 1925 wurde kaum ein Fünfzigstel soviel nach Deutschland ausgeführt wie aus Deutschland eingeführt, 1934 war nach der palästinensischen Außenhandelsstatistik der Absatz palästinensischer Waren in Deutschland schon ein Drittel so hoch wie der Bezug deutscher Waren nach Palästina, nach der deutschen Berechnungsmethode ohne Berücksichtigung der eigentlichen Einwanderergüter schon zwei Drittel. Die deutsche Berechnung wird naturgemäß den Tatsachen eher gerecht, während der von der palästinensischen Statistik errechnete Importüberschuß nicht etwa als Warenzuschußbedarf betrachtet werden kann. Für das erste Halbjahr 1935 wird der Wert der Einfuhr aus Deutschland mit 1,082.000 £P angegeben. Danach ist für das ganze Jahr 1935 trotz der Auswirkungen der palästinensischen Wirtschaftskrise noch einmal mit einer Steigerung gegenüber 1934 zu rechnen. Die am 11. Jänner 1936 in der »Official Gazette« veröffentlichten Zollerhöhungen für den Import von Aluminiumwaren, Schraubenbolzen, Metalleimer, Gußeisenwaren einschließlich Mannlochdeckeln, Gitter, Hydrantkästen, Spülkästen, Draht, Nägel, Nieten, Schrauben, Guß eisenroh re, Petroleumöfen und -kodier, Drahtnetze, elektrische Armaturen und Trockenbatterien, Autoakkumulatoren und -batterien, Möbel, Papierservietten, Parfümerien, Bausiegel, Schamottesteine, bedruckte und gefärbte Baumwollstückgutwaren, Krepp, merzerisierte Baumwoll-, Woll- oder Gemischtwaren, Kunstseidenstrümpfe, Damenkleidung, Pyjamas, Hemden, Trikot und Wirkwaren nach Palästina lassen für die Zukunft eine empfindliche Verringerung der Einfuhr aus Deutschland möglich erscheinen. Einschneidender noch können sich die Transfer-Erschwerungen auf den Außenhandel mit Deutschland auswirken. Der Überschuß der Einfuhr deutscher Waren nach Palästina über die Ausfuhr palästinensischer Güter nach Deutschland dürfte sich daher in der Folgezeit weitgehend vermindern. Das Wirtschafts-Barometer: Februar 1936» Von Dr* J, Adler, Tel Aviv. Monatsbericht über den Palästina-Markt. Von 6,885.134 £P am 1. Dezember 1935 und 6,561.134 £P am 1. Jänner 1936 hat sich der palästinensische Geldum- Ge/<f- und Kapitalmarkt lauf weiterhin auf 6,298.134 £P am 1. Februar (4,778.964 £P am 1. Februar des Vorjahres) vermindert, was zweifellos wiederum in gewissem Grade auch als volkswirtschaftlicher Schrumpfungsvorgang aufzufassen ist, zumal die allgemeine Stagnation nach wie vor sichtbar anhält. Die günstigen Impulse, die von der Zolltarif-Novelle des 22. Jänner ausgingen, wurden leider im Rahmen der »geschäftlichen Stimmungsbilanz« rasch wieder durch neue politische Sorgen kompensiert. Die Ereignisse in Ägypten und Syrien versetzten den arabischen Bevölkerungsteil in Aufregung, während beim Jischuw das neue Bodenrechtsprojekt der Regierung, die schon durch die bisherigen Pläne des High Commissioner erzeugte Bestürzung noch verschärfte. Wenn auch eine