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Palästina · 1936-03-01 · Heft 3 (März 1936) · p. Seite 139

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
19 (1936)
Issue
Heft 3 (März 1936)
Article
Das Bankenviertel von Tel Aviv
Date
1936-03-01
Page
Seite 139 (sequence 5)
Language
German
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und zirka 350 m2 flächengroß der Handwerker-Bank (Skizze, Nr. 9) gehört. An der nördlichen Grenze dieses Viertels liegt weiter mit Front von etwa 14 m an der Montefiorestraße, der im Jahre 1935 fertiggestellte sehr schöne Neuhau der Arbeiter-Bank (Bank Hapoalim), (Skizze, Nr. 10) auf einem Migrasch von 646 m2, wovon etwa 345 m2 baulich ausgenutzt sind, und schon etwas außerhalb des Viertels der ebenfalls im Jahre 1935 fertiggestellte Bau der Agriculture-Bank im Mittelteil der Allenbystraße mit Gesamtfläche von etwa 570 m2, wovon zirka 320 m2 bebaut sind. Dieses oben beschriebene Bankenviertel wird nach seiner baldigen Vollendung ein starkes städtebauliches, aus sich selber und ohne künstliche Beihilfe geschaffenes Kennzeichen von Tel Aviv als der Handelsstadt Palästinas darstellen. Ob der Aufwand, der mit den Bauten verknüpft wurde, immer durch die tatsächliche Geschäftsausdehnung und die realen Verhältnisse motiviert war und ist, oder ob nicht der Glaube an die Ewigkeit der Prosperity über das Ziel geschossen hat, bleibe im Rahmen dieser Städtebau-Erörterungen außer Betracht. Aber sicherlich wird das Jahr 1935 in der Stadtbauchronik von Tel Aviv einen Merkstein gerade durch die Etablierung des Bankenviertels darstellen, zumal sich auch schon deutlich die für die Genesis der Großstadt so wichtigen Ansätze der Bildung anderer »Viertel« zeigen, wie ein anderes Mal gezeigt werden soll. Das Bewässerungsproblem Palästinas Vergleiche und Lehren aus der Landwirtschaft in Kalifornien« Von Herbert Jonas, San Luis, Obispo (Cal., USA.). Vorb. d. Red. Nachstehende Ausführungen unterstützen die Ansichten von Dr. A. Werber über die Nützlichkeit der Stauung von Wasser, die er in Nr. 10, 1934 und Nr. 7 und 11, 1935, vertreten hat. Der Aufbau der Landwirtschaft in Palästina ist in hohem Maße abhängig von der Lösung des Problems der Bewässerung. Fehler, die in der ersten Phase des Aufbaues in Dingen der Bewässerung begangen werden, sind nur schwer oder gar nicht wieder gut zu machen. Es ist deshalb für die ganze Zukunft Palästinas und nicht zuletzt für das Siedlungsproblem von ausschlaggebender Bedeutung, daß die Bewässerungsfrage so schnell als möglich sehr .sorgfältig, und vor allen Dingen planmäßig behandelt wird. Die heute noch übliche Gewinnung des Wassers aus gebohrten Brunnen kann und darf nur behelfsmäßiger Art sein. Auch hier in Kalifornien hatte man zuerst sehr viele Brunnenanlagen gebaut, besonders während der Zeit der großen Ansiedlung im Westen. Es war sehr billig. Auch brauchte damals niemand auf den anderen Rücksicht zu nehmen oder sich zum »kooperativen« Arbeiten zu bequemen. Bezeichnenderweise spricht man aber heute nicht mehr sehr gerne von neuen Brunnenanlagen — und zwar aus sehr triftigen Gründen. Man sieht mit Schrecken, daß der Grundwasserspiegel sinkt. Die Pumpen laufen trocken. Große Obstgärten, die berühmten kalifornischen Orchards vertrocknen. Warum? Wie allgemein bekannt, erhalten die Grundwasserpumpen ihr Wasser von unterirdischen Wasserströmen und Reservoiren, die von vorzeitlichen Strömen gefüllt sind. Heute werden sie durch Sickerwasser vom Regen und den Flüssen nachgefüllt. Diese unterirdischen Becken stehen sehr oft in Verbindung mit Wasseradern, deren Ursprungspunkt höher als das Sammelbecken liegt. Dadurch entsteht eine hydraulische Kraft, die das Wasser im Brunnenschacht hochdrückt. Die Pumpen aber entnehmen weit mehr Wasser, als mittelst natürlicher hydraulischer Kraft im Brunnenschacht nachgefüllt wer-

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