Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 19 (1936)
- Issue
- Heft 3 (März 1936)
- Article
- Zur Eröffnung des neuen Museums in Tel Aviv
- Date
- 1936-03-01
- Page
- Seite 132 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Außenarchitektur ist in großen, einfachen Flächen gehalten. Zwischen den beiden vorspringenden Seitenflügeln, die nur schmale Fensteröffnungen in zwei Etagen aufweisen, führt eine breite Freitreppe in grünem Mosaik zu dem Eingangsportal, einer aus vier Flügeln bestehenden, mit Glas verkleideten Eisentüre. Die Seitenflügel und der rechter Hand sich anschließende kleine Garten, werden von einer hohen Mosaikbrüstung Das Haus Dizengoffs im Jahre 1933* eingefaßt, hinter der sich einige Bäume befinden, die die Wandflächen beleben. Das Ganze macht in seiner ruhigen und geschlossenen Form einen vornehmen Eindruck, der den offiziellen Charakter des Gebäudes unterstreicht und es aus seiner Umgebung wirkungsvoll heraushebt. In drei Etagen wurden 15 große, den speziellen Zwecken angepaßte Räume und ein großer Vortragssaal eingerichtet, wobei auf die klimatischen und BeleuchtungsVerhältnisse besondere Rücksicht genommen wurde. Durch eine Vorhalle gelangt man in einen quergerichteten dreiteiligen Saal, an den sich seitlich je zwei Säle anschließen, die hauptsächlich graphischen Ausstellungen dienen und die mit um die Wände herumlaufende Graphikschränken eingefaßt sind. Vom Mittelsaal aus führt eine, die ganze Breite einnehmende, von zwei Pilastern unterbrochene fünfstufige Treppe in den großen AussteÜungs- und Vortragssaal, der aus schmalen, dicht unter der Decke laufenden Fenstern eine gleichmäßige, oberlichtartige Beleuchtung empfängt. Diese Art der Fensteranordnung, die gegen Sonne und zu starken Lichteinfall in gleicher Weise schützt, ist im ganzen Gebäude durchgeführt worden. Der Saal, mit versetzbarem Podium und Stuhlreihen versehen, bietet an 250 Plätze und soll für Kunstvorträge und musikalische Veranstaltungen zur Verfügung gestellt werden. Von dem Mittelsaal geht rechts die Treppe ab, durch die man in das Obergeschoß gelangt. Die Seiten sind mit treppenartigen Podesten versehen, die mit schwarzen Marmorplatten belegt sind und zur Aufstellung von Plastiken dienen.