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Palästina · 1936-02-01 · Heft 2 (Februar 1936) · p. Seite 113

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Journal
Palästina
Volume
19 (1936)
Issue
Heft 2 (Februar 1936)
Article
[Rezension]
Date
1936-02-01
Page
Seite 113 (sequence 2)
Language
German
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gen jüdischer Kolonisation in Palästina und vertritt die Meinung, daß ohne Ausdehnung JJjJ der Kolonisation Palästina sich nicht entwickeln kann. Der Keren Hajesod hat dieses Buch ediert, das für die Propaganda gut geeignet ist. S. Stendig. Haole (Informationen für Emigranten und Touristen), Krakau 1935, Verlag des Palästina-Amtes in Krakau, 64 Seiten, polnisch-hebräisch zur Hälfte. — Diese Broschüre erinnert an die. vom Berliner Palästina-Amt in mehreren Auflagen herausgegebene »Aljah«, ferner an das »Bordmerkblatt« und ist von Dr. Hoffmann zweckentsprechend angelegt. S. Poradnik dla wyjezdzajacych do Palestyny (Informator für Kapitalisten, Touristen, Chaluzim, Handwerker und Studenten), Verlag Raskin, Warschau 1935, 70 Seiten, jiddisch. — Diese Broschüre gibt Antwort auf die Frage: Wie fährt man nach Erez Israel, sie erschien in einem privaten Verlage und scheint wenig zuverlässig zu sein. Der Verfasser wird nicht genannt. Es ist keinesfalls wichtig, daß solche anonyme Führer erscheinen, auf deren Angaben man sich nicht so wie bei jenen der Palästinaämter verlassen kann. Jenes von Warschau hat eben »Haole« erscheinen lassen, von dem eine jiddische Übersetzung -erscheinen sollte, um solche inoffizielle Ratgeber überflüssig zu machen. S. Palestine of the Arabs. By Mrs. Beatrice Stewart Erskine. Mit 37 Abbildungen und 1 Karte. Verlag Georg G. Harrap & Co. Ltd., London 1935, 256 Seiten. — Das Buch wird als Studie des Palästinaproblems vom arabischen Standpunkt aus angekündigt. Das gibt ihm seinen Charakter. Es bringt im Grunde nichts Neues über die bekannten Tatsachen und die Gesinnung der Araber. Leider ist die den Juden durchaus freundliche Autorin nicht gründlich genug. Über die Maiunruhen 1921 wiederholt sie die längst widerlegte Behauptung, daß an ihnen die kommunistische Demonstration am 1. Mai schuld war, obzwar bekanntlich schon am Morgen dieses Tages tausende Araber in Jaffa zusammengeströmt waren. Abgesehen davon werden die anderen Überfälle dieser Tage in Jaffa, die Massenstürme auf Chedera, Petach Tikwah, Rechoboth gar nicht erwähnt. Vom Churchill-Statement sagt Mrs. Erskine, daß es die Araber befriedigt hatte, was nicht gut zu deren weiteren Haltung gegenüber Mandat und englische Herrschaft stimmt. Merkwürdig ist, daß die Verfasserin in den modernen Arbeitsmethoden der Juden für die Fellachen keinen Vorteil sieht, indeß dies doch für jeden Kenner des Landes offensichtlich und von der Regierung zugegeben ist. Die Unruhen 1929 werden in einer wenig unparteiischen Weise behandelt. Der Mufti wird als beruhigender Faktor erklärt und auf der einzigen Seite, die den arabischen Überfällen (hier »Aufruhr«, riot, genannt) gewidmet wird, wird das grauenhafte Morden in Hebron und Safed als »Angriff« erwähnt, im selben Atem mit ei^m »Angriff« der Juden auf die Araber bei Jaffa. Mrs. Erskine, die den Zionismus von der »internationalen Finanz« gestützt sieht, nimmt den bekannten Kantonisierungsvorschlag wieder auf, nach dem zwei Staaten, ein jüdischer und ein arabischer gebildet, die heiligen Städte, internationalisiert werden sollen. Dieser Vorschlag ist von zionistischer Seite immer abgelehnt worden. Es wäre von Interesse, zu erfahren, ob seine Aufnahme in das Buch der Autorin, die in ständigem Kontakt mit den Führern der arabischen Politik steht, einen Fühler von dieser Seite bedeutet. ä. b. Zionismus, II. Zyklus der Zionistischen Volkshochschule und Fernunterricht in Prag, Leiter Prof. Dr. Salomon Goldelman. Prag 1935, 31 Seiten. — Von dieser außerordentlich wertvollen und instruktiven Vortragsreihe beginnt nun der zweite Zyklus, der dem Zionismus gewidmet ist. Er wird Übersichten über alle ein-

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