Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 19 (1936)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1936)
- Article
- Verbauung des Kingsway [Nachricht]
- Date
- 1936-02-01
- Page
- Seite 108 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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- Haifa 1× ep/1047930
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des neuen Hafens zur Bahn ermöglichen wird, wurde eben begonnen und soll bis Ende 1936 vollendet sein. Er ist ausschließlich zur Personen- und Güterabfertigung bestimmt. Die Verbauung des Kingsway, Kürzlich fand die Verpachtung des an der Nordseite des Kingsway, der neuen Hauptgeschäftsstraße, gelegenen Bauplätze an die Höchstbietenden statt. Von den 46 Plätzen verschiedener Größe, zusammen 19 Dunam, wurden 29 (63%) von Juden, 14 von Arabern und 3 von anderen Interessenten erworben. Die Bauhöhe beträgt einheitlich sechs Geschosse, wobei sich die Pächter verpflichten müssen, bis 1937 drei Geschosse und bis 1940 alle sechs Geschosse fertigzustellen. Die Pachtpreise pro Quadratmeter per Jahr bewegten sich zwischen 1,200 bis 2,650 £P. Bei einer Pachtdauer von 15 Jahren entspricht dies, eine 6%ige Verzinsung angenommen, einem Bodenpreis von 20 bis 44 £P pro Quadratmeter. Die Mehrzahl der jüdischen Pächter sind Detailgeschäftsinhaber. INDUSTRIE. Bautätigkeit 1934, Nach abschließenden amtlichen Berichten wurden im Jahre 1934 insgesamt 8174 (1933: 7369) Baugenehmigungen für private Um- und Neubauten im Baukostenwert von 7,002.268 £P (1933; 5,600.732) erteilt. Davon entfallen auf Tel Aviv 2113 (2290) Genehmigungen zu 2,578.400 £P (1,760.600), auf Haifa mit 1,600.000 £P, auf Jerusalem 1,239.906 £P. Öffentliche Bauten der Munizipalitäten wurden im Gesamtwert von 312.422 £P (109.975) in Angriff genommen, davon in Tel Aviv für 132.417 £P (19.216). Überblick über die chemische Industrie« Nach den letzten Veröffentlichungen hat sich neben dem großen Werk am Toten Meer auch die chemische Kleinindustrie kräftig entwickelt. Es gibt heute zwei Fabriken für Ölfarben in Jaffa und Tel Aviv, zwei Lackfabriken, je eine in der Haifabucht und in Jerusalem und eine Fabrik für Trockenfarben. In Tel Aviv und Umgebung gibt es vier Betriebe für die Herstellung kosmetischer Artikel. Die pharmazeutische Industrie umfaßt sechs Fabriken und Laboratorien, die zum Teil hochqualifizierte Präparate erzeugen. Zwei Seifenfabriken und eine Ölfabrik wurden gegründet. In der Umgebung von Natania gibt es drei Betriebe zur Konservierung von Obst und Gemüse. In der Haifabucht wurde die erste Essenzfabrik des Landes in Betrieb gesetzt, die ausschließlich für den Export arbeitet. Schließlich existieren mehrere kleine Betriebe zur Herstellung von Puddingpulvern, Backpulvern, Tinte und Blaupapier. Grundlagen der chemischen Industrie* In Referaten auf der Tagung der Chemiker Palästinas wurde dargelegt, daß die Einfuhr des Jahres 1934 von 1500 Tonnen Ätznatron, 600 Tonnen Soda, 122 Tonnen Schwefelsäure, 1500 Tonnen Farben, Firnisse, Lack, 1300 Tonnen chemischen Düngermittel mengenmäßig bloß die Tages-, bzw. Monatsproduktion einer modernen Fabrik in Europa oder Amerika ausmachen. Eine anorganische chemische Industrie müßte sich eng an die Landwirtschaft und ihre Bedürfnisse anschließen und hätte außerdem die Errichtung von Erdölraffinierien mit ihrem Bedarf an Schwefelsäure zur Voraussetzung. Die Stromerzeugung der P* E. C In den ersten neun Monaten 1935 betrug die Stromabgabe der Palestine Electroc Corporation 37.42 Millionen Kilowattstunden gegen 24.75 im Vorjahre, was eine Steigerung von 50% bedeutet. Neuer Präsident der P* E. C An Stelle des verblichenen Marquess of Readi n g wurde Sir Herbert Samuel zum Präsidenten der Palestine Electric Corp. ernannt.